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Paradox – Mein Geheimnis, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Wer wünscht sich nicht manchmal in die Seele seines Gegenübers sehen zu können, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden und hinter die Maske zu schauen, die der andere in der Öffentlichkeit trägt?

 

Shouta, ein Oberschüler besitzt diese Gabe und verflucht sie oft genug, denn gerade weil er das wahre Ich der Menschen um sich herum sehen kann, kann er auch nicht seine Augen vor ihrem Leid oder ihrer Hilflosigkeit verschließen, wenn sie Hilfe brauchen. Er nimmt diese wahren Seelen als Geist wahr, der mit dem Körper verbunden ist und nennt diese für sich „Paradox“.

Zusammen mit seinem Freund Yuuichi, der als einzigster keine verborgenes Ich besitzt, sondern das lebt, was er ist, beobachtet Shouta seine Mitschüler und greift an, wenn er muss, auch wenn er sonst die Nähe von Menschen nicht ganz ertragen kann.

So kann er dafür sorgen, dass ein Mädchen, dass des Mordes verdächtigt wird, doch als unschuldig erkannt und die wahre Mörderin überführt wird. Er kümmert sich um ein Mädchen, das im Inneren nach Aufmerksamkeit schreit, seit ihre Eltern geschieden sind, aber nicht weiß, wie es anstellen soll, dass vor allem ihre Mutter sich wieder mehr um sie kümmert.

Da ist auch der Mitschüler, der zwar unter den Mädchen sehr beliebt ist, weil er auf sie eingeht und sie zu verstehen scheint, in Wirklichkeit aber mehr mit Jungen anfangen kann und sich ausgerechnet in Yuuichi verliebt.

Manchmal wird die Gabe zur Last, weil es ihm nicht alle Paradoxe leicht machen, zur Ruhe zu kommen, aber immer wenn es hart wird, beißt Shouta die Zähne zusammen und kämpft sich durch.

 

„Paradox – Mein Geheimnis“ ist eine der Manga-Perlen der man nicht auf den ersten Anblick ansieht, dass die Geschichte aus der Masse heraus ragt, da der Zeichenstil sehr niedlich wirkt und das Thema auch schon oft genug da gewesen ist. Tatsächlich gelingt es der Mangaka, allem doch noch eine neue Facette ab zu gewinnen.

Shouta besitzt zwar eine besondere Gabe, aber er muss sein Einfühlungsvermögen und sein ganzes psychologisches Geschick einsetzen, um das Problem zu lösen, weil er weder über Magie noch über besondere Körperkraft verfügt. So verläuft die Geschichte eher ruhig, bleibt aber nichtsdestoweniger spannend, da gerade die verschiedenen Schicksale sehr ausführlich und intensiv beleuchtet werden.

Sie werden nicht nur oberflächlich gestreift oder aus der Luft gegriffen, sondern sind sehr lebensnah gewählt und werden genau so glaubwürdig präsentiert. Leser, die selbst noch zur Schule gehen werden sich in den jungen Helden wiederfinden, aber auch ältere langweilen sich nicht, weil die Auflösungen sehr gelungen und in sich stimmig sind.

 

Das macht „Paradox – Mein Geheimnis“ zu einer der interessantesten Neuerscheinungen im Mystery-Sektor, der man ruhig einmal eine Chance geben sollte.

Eure Meinung:


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Comic:

Paradox – Mein Geheimnis, Band 1

Autorin & Künstlerin: Nao Hatoya

Aus dem Japanischen von Monika Hammond

Toaru soragoto, bokuno himitso, Vol. 1, Japan 2007

Manga-Taschenbuch, 180 Seiten

Egmont Manga & Anime, 12/2009

ISBN-10: 3770470982

ISBN-13: 978-3770470983

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 16.02.2010, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40