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Pirate´s Game

Rezension von Christel Scheja

 

Mit den Einzelbänden „Prince’s Game“ und „King’s Game“ entführte Ryo Takagi bereits zwei Mal in ihr märchenhaftes Fantasyreich, in dem es vor allem um eines geht – die Liebe zwischen schönen jungen Männern. Nun kommt auch noch ein weiterer Band dazu der die Paläste und gekrönten Häupter verlässt und sich der offenen See mit ihren verwegenen Schurken zuwendet. „Pirate’s Game“.

 

Drei Geschichten drehen sich um die Irrungen und Wirrungen der Liebe und die seltsamen Wege, die sie manchmal dabei geht. In der ersten Erzählung versucht der tapfere Prinz Lien seinen jüngeren Bruder Yuri aus der Gewalt des Piraten Kulon zu befreien. Allerdings ist er der Übermacht seiner Gegner nicht lange gewachsen und wird gefangen genommen. Während dem Rest der Mannschaft mehr oder weniger egal zu sein scheint, was mit ihm geschehen wird, kümmert sich der Koch Kogyoku aufopferungsvoll um den stolzen Gefangenen. Es macht ihn verrückt, dass dieser das Essen verweigert. Deshalb versucht er die Gründe dafür heraus zu finden und das zu ändern.

In der nächsten Geschichte ist der junge Rikka stolz darauf, endlich der zweiter Kapitän des Schiffes geworden zu sein, kann er damit doch seiner heimlichen Liebe Kulon wesentlich öfter ganz nahe sein als früher. Dann allerdings kommt ein neuer Matrose auf das Schiff, der alles durcheinander zu bringen droht. Es ist ausgerechnet der verwegene Suo, mit dem Rikka einst eine heiße Liebesnacht verbrachte. Offensichtlich hat er selbst ein leidenschaftliches Interesse an dem jungen Piraten und versucht ihn für sich zu gewinnen – mit allem was nötig ist.

Schließlich ist ein junger Mann auf der Suche nach einem Musiker, der einst seine Schwester schändete und schwängerte. Er hofft ihn nun auf dem Piratenschiff aufzuspüren und zu bestrafen, doch es kommt anders als er denkt.

 

Genau wie in den anderen Bänden haben die Geschichten nicht unbedingt sehr viel mit Fantasy zu tun. Auch wenn das Setting archaisch und mittelalterlich wirkt, so spielt es im Grunde keine Rolle, das es der Künstlerin in erster Linie darum geht die Beziehungen und Leidenschaften, Ängste und Missverständnisse ihrer Helden in Szene zu setzen. Der eigentliche Hintergrund ist völlig unwichtig und bleibt komplett unausgearbeitet, auch Action und Abenteuer gibt es so gut wie keine.

Das spiegelt sich auch in den Zeichnungen wieder. Während die Helden sehr detailliert ausgearbeitet sind, erweisen sich die Hintergründe als eher schlicht und stellenweise sogar standardisiert. Zugreifen sollte also nur der, der Romantik, Leidenschaft und Beziehungen liebt, vor allem in der gleichgeschlechtlichen Variante.

 

„Pirate’s Game“ dürfte somit in erster Line den Leserinnen gefallen, die Liebe und Sex zwischen hübschen Jungs auch einmal gerne vor archaischer Kulisse genießen.

Eure Meinung:


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Comic:

Pirate´s Game

Autorin & Künstlerin: Ryo Takagi

Aus dem Japanischen von Claudia Peter

Kaizoku Game, Japan 2008

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 11/2009

ISBN-10: 3770471539

ISBN-13: 978-3770471539

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 14.12.2009, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40