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Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 (NintendoDS)

Rezension von Diane Hegmann

 

Das Abenteuer beginnt in einem finsteren Verlies, in welchem man gleich als Kapitän Jack Sparrow seine kämpferischen Fähigkeiten unter Beweis stellen muss. Gegeben ist ein Kurzschwert, aber nicht nur damit vermag man sich gegen die Gefängniswärter zu verteidigen; Nein, alte Rumflaschen, Kanonenkugeln und Kisten können genauso gut Gegner außer Gefecht setzen – wenn man denn anständig trifft, denn verwinkelte Ecken und unüberschaubare Gänge machen einem den Sieg nicht leicht.

Wie auch zu Beginn des Filmes, besteht das Ziel in diesem Szenario aus zwei Dingen; Die eigene Haut zu retten und den Schlüssel zu finden – nun, eigentlich ist es nur die Zeichnung eines Schlüssels auf einem verlottertem Stück Pergament, aber damit sind wir –ich meine Jack Sparrow- seinem Ziel schon näher.

So wird man von einem Szenario ins Nächste geworfen; Mal spielt man Elizabeth Swann, die sich aus den Fängen Lord Becketts und der East-India-Trading-Company befreien muss, da man sie wegen Piraterie verhaften will, dann ist man im Körper William Turners, der sich durch einen verwilderten Dschungel mit Kannibalen kämpft und schließlich Jack Sparrow retten muss.

Dicht angelehnt an den Film, erlebt man hier all die Abenteuer, die Will, Elizabeth und Jack durchstehen müssen, um eines zu finden; Die Truhe des Todes, wo das Herz von Davy Jones, den unheimlichen Kapitän der Flying Dutchman, liegt.

 

Fluch der Karibik 2 für den Nintendo DS ist ein abwechslungsreiches und actionreiches Spiel, welches keinesfalls nur kurze Beschäftigung bietet; Verschiedene Schwierigkeitsstufen und raffinierte (Kampf-)Taktiken erschweren das Abenteuer durchaus. Was die Spannung in dem Spiel noch zusätzlich untermalt ist die Musik, welche keine kurze, sich ständig wiederholende Endlosschleife ist, sondern durchaus für jedes Szenario zutreffend ist und dazu noch gut klingt. Ein weiterer Pluspunkt ist die Dreidimensionalität und grafische Qualität, welche mehr Handlungsfreiraum ermöglicht; So ist ein Schwerthieb Richtung Gegner nicht gleich ein Treffer, denn dieser kann sich geschickt vor und zurück, also zum Bildschirm hin oder davon entfernt, bewegen. Natürlich ist einem dieser Freiraum auch selbst möglich, dazu bieten sich noch andere Bewegungen (Bodenrollen, Sprünge, Ausweichmanöver usw.) um ein möglichst realistisches und abwechslungsreiches Kampfszenario darzustellen.

Jedem „durchgekämpften“ Gebiet folgt meist ein Endgegner. Hat man diesen besiegt, kann man dieses Gebiet noch mal spielen, um die sogenannte Charakter-Statue zu finden, damit man aus diesem Gebiet einen Gegner freischalten kann, welcher dann auch für einen selbst spielbar ist. Zudem werden immer wieder neue Features (Combo-Techniken, verlängerte Lebensanzeigen, Minispiele in Form von Duellen usw.). angeboten.

Die Bedienung ist die altbekannte Konsolenbedienung mit den X-,Y-,A- und B-Knöpfen, die Bewegung der Figuren erfolgt über das Steuerkreuz. Demzufolge kommt der Touch-Screen im Spielgeschehen nicht zum Einsatz, abgesehen von der Menüauswahl und den Minispielen.

Abgesehen von dem Einzelspielermodus können sich auch zwei Spieler über die Nintendo Wireless Connection zusammen schließen und die gesamte Story-Kampagne gemeinsam durchspielen, dies gilt auch für die Minispiele, damit sich Spieler untereinander auch Duelle leisten können.

 

Als Ganzes gesehen bietet das Spiel eine recht lange Spieldauer, wenn man bedenkt, dass man nur durch kämpferischen Einsatz voran kommt, nur selten wird man in dem andauernden „Kampfrausch“ durch taktische Manöver unterbrochen. Es ist einem selbst überlassen, wie genau man ein Gebiet spielt, denn es können noch zusätzlich Bonuspunkte erlangt werden, die sich nur an schwer erreichbaren oder versteckten Orten befinden. Somit kann man sagen, dass die Komplexität dieses Spiels hoch ist – wenn man auch ein Spiel erwartet, wo man hauptsächlich kämpfen muss. Hat man aber mehr ein taktisches Spiel, bei dem ausgefeilte Techniken zum Sieg führen, erwartet, so muss man enttäuscht werden. Stellt man den taktischen Teil mit dem Kämpferischen Gegenüber, so ist Ersteres sehr gering.

Das Spiel wurde mit einer Altersempfehlung von 12+ und der Anmerkung „Gewalt“ vermerkt, was angesichts der hohen Kampf- und Gewaltdarstellung durchaus berechtigt ist. Das Fehlen von Blut und der teilweise skurrilen „Sterbensweise“ einiger untoter Gegner, verharmlosen die Gewaltdarstellung um Einiges.

 

Mein Fazit sieht wie folgt aus: Viele Pluspunkte für die Spielhandlung, Grafik und Sound, denn allein diese Punkte beschwören einen abenteuerlichen, actionreichen Spielspaß herauf. Die enge Zusammenarbeit mit dem Film, wie Originalzitate und Einfallsreichtum der Spielfiguren (wer wirft schon mit Rumflaschen um sich oder versucht die Royal Navi mit einem Sonnenschirm im Schach zu halten?) geben den unverwechselbaren Flair von Fluch der Karibik wieder. Die Möglichkeit, Gebiete ein weiteres Mal zu spielen um verborgene Schätze und Bonuspunkte zu entdecken, geben dem Spieler selbst die Möglichkeit zu entscheiden, wie intensiv er das Abenteuer spielen möchte. Wie schon genannt, ist der Kampfanteil sehr hoch, was man auch vor dem Spiel wissen sollte, damit man keine Enttäuschungen erleben muss. Fluch der Karibik 2 für den Nintendo DS ist ein filmnahes und wunderschön detailreiches Actionabenteuer und für alle Spieler zu empfehlen, die genügend Kampfgeist und Ausdauer besitzen.

 

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Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 (NintendoDS)

von Disney Interactive Studios

Plattform: NintendoDS

USK-Einstufung: Freigegeben ab 12 Jahren gem. 14 JuSchG

ASIN: B000F7MIYO

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 12.01.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47