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Play the world (Wii)

Rezension von Cronn

 

Die Läufer stehen an der Startlinie bereit und warten auf das Signal, welches den Beginn des Rennens kennzeichnet. Sie haben hohe Mützen auf dem Kopf, zylindrisch und weiß, genau wie die von Köchen. Ich bin einer von ihnen.

Als das Startsignal ertönt, beginnen die vermeintlichen „Köche“ loszurennen. Ich lege mich ebenfalls ins Zeug und renne, was das Zeug hält.

Wir befinden uns in Paris. Vor uns erhebt sich der Eifelturm in gigantische Höhen. Ihn zu bezwingen soll unser Ziel sein. Oh mein Gott! Da haben wir uns ja was vorgenommen.

Auf dem Weg, hoch zu der ersten Plattform stehen Touristen im Weg, ihnen gilt es zu auszuweichen. Dazu gibt es noch Müll, der herumliegt. Auch hier gilt – ausweichen! Ab und zu flattert eine Taube heran. Wie gehabt – ausweichen! Denn, wenn man dies nicht tut und läuft gegen eines der Hindernisse, muss man kurz pausieren und verliert auf diese Weise wertvolle Zeit. Und genau die haben wir nicht – also los!

Ich lege mich voll ins Zeug, bin als zweiter auf der ersten Plattform. Dort um ein paar Kurven herum und weiter empor auf den Laufwegen.

Plötzlich liegen hier goldene Schuhe auf dem Weg, verziert mit weißen Schwingen. Zunächst weiche ich instinktiv aus, doch das ist völlig falsch, wie mir mein Nachbar beweist. Dieser läuft über diese Schuhe und erhält eine Schub-Bonus!

Verdammt!

Er zieht an mir vorüber, und ich habe das Nachsehen. Ich muss unbedingt auch so ein paar dieser Schuhe aufsammeln!

Da sind welche! Ich renne darüber und – zack – sofort renne ich doppelt so schnell wie vorher. Meine Bemühungen werden vom Erfolg gekrönt, als ich auf der letzten Plattform anlange und knapp vor mir den Zweiten überhole und mich an dessen Position setze. Nur noch ein rennender „Koch“ vor mir…

Doch auf den letzten Metern gelingt es mir nicht, mich auch noch auf die erste Position vorzuschieben. Als Zweiter gehe ich ins Ziel und darf mich auf die Silbermedaille freuen. Ob ich wohl damit ein neues Spiel oder ein Kleidungsstück freigespielt habe?

Mal sehen. Auf jeden Fall werde ich das Rennen wiederholen und versuchen eine bessere Zeit einzufahren.

 

PLAY THE WORLD heißt der neue Titel für die Erfolgskonsole Nintendo Wii. Entwickelt wurde PLAY THE WORLD von Tivola Publishing, einem Verlagshaus, das in Sachen Kindersoftware sehr bekannt ist. Zum Portfolio von Tivola gehören sowohl Eigenentwicklungen als auch die bekannten Lizenzen „Tintenherz“ oder „Prinzessin Lillifee“.

Doch worum geht es in PLAY THE WORLD?

 

Hintergrund:

PLAY THE WORLD ist eine Sammlung von Mini-Spielen, die den Spieler oder die Spieler rund um den Globus führt. Dabei sammelt er Medaillen und Punkte, schaltete so immer weitere Spiele frei, die er dann im Multiplayer-Modus auch spielen kann.

 

Spielsteuerung:

In dem Spiel stecken zwölf Spiele, die auf sieben Kontinenten zuhause sind. Es handelt sich hierbei nicht um lizensierte Spieltypen oder gar volkstümlich tradierte Spiele sondern um Eigenentwicklungen, die einen besonderen Bezug zum jeweiligen Land oder Kontinent haben.

Einige Beispiele sollen dies verdeutlichen:

In Neapel ist man beispielsweise damit beschäftigt den aus den Häusern herausschauenden Pizza-Bäckern per Nunchuck-Bewegung und Wiimote-Fadenkreuz Pizzen in den Mund zu werfen. Nachschub erhält man, indem man die Wiimote schüttelt.

In Ägypten sitzt man hingegen auf einem elektrischen Kamel, das von Sekunde zu Sekunde immer wildere Bewegungen hinlegt. Diese muss man mit der quer genommenen Wiimote ausgleichen.

Ein andermal ist man in Paris und legt ein Rennen zum Eifelturm hinauf hin. Dabei schüttelt man die Wiimote und den Nunchuck, um zu laufen. Wie schon in dem erzählenden Vortext erwähnt, gilt es dabei Tauben, Touristen und dem Müll auszuweichen.

Auch ein sehr witziges Spiel ist das Aufwachen von buddhistischen Mönchen aus ihrer Meditation zu verhindern, indem man Fliegen und Mäuse aus dem Tempelraum verjagt.

Dies sind nur einige Beispiele, aber sie zeigen sehr gut die Richtung an, in die PLAY THE WORLD mit seinem Spielprinzip weist.

Alle Spiele sind von der Grundidee sehr humorvoll und auch sehr witzig in Sachen Grafik umgesetzt. Somit stellt PLAY THE WORLD eine Abwechslung im Casual-Games-Bereich dar. Leider ist die Steuerung nicht dem angemessen und wirkt etwas hakelig, nicht exakt genug.

Ein weiterer negativer Punkt ist, dass man nie genau weiß, wann das nächste Mini-Spiel frei gegegeben wird. Somit erhält die Motivation einen kleinen Dämpfer, da man ins Blaue hinein Medallien erringen soll.

 

Grafik und Sound:

Die Grafik ist für Wii-Verhältnisse ordentlich. Die Texturen und grafischen Effekte passen stimmig zu der humorvollen Grundstimmung der Games, sind aber bei weitem nicht an der Obergrenze des hardwaretechnisch Machbaren angesetzt.

Vom Sound her gibt es wenig zu beanstanden. Witzige Sprachsamples werden beispielsweise beim Pizza-Werfen in Neapel unterlegt, während ein andermal lediglich Umgebungsgeräusche zu hören sind, wie beispielsweise beim Esel-Rennen in Mexiko.

 

Fazit:

PLAY THE WORLD ist ein Casual-Game, das die Wii-Gamer spalten wird. Für Familien ist es sicherlich gut geeignet, da der Humor stets bei den Mini-Spielen im Vordergrund steht. Zudem ist die Sammlung mit zwölf Spielen ordentlich bestückt.

Singelspieler werden über die mangelhafte Information im Freispiel-Bereich schimpfen und die hakelige Steuerung bemängeln.

Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt dafür eine Sammlung von Minispielen, die gemeinsam mit Freunden Spaß bringen kann und für die gesamte Familie geeignet ist.

 

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Eure Meinung:


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MEDIUM:

Play the World

von Tivola Publishing GmbH

Plattform: Nintendo Wii

USK-Einstufung: USK ab 0 freigegeben

Erscheinungsdatum: 20. August 2009

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 09.09.2009, zuletzt aktualisiert: 20.01.2015 10:18