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Primeval: Rückkehr der Urzeitmonster - Staffel 2 (DVD)

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

„Primeval“, in Deutschland noch mit dem Zusatz „Rückkehr der Urzeitmonster“ versehen, um auch dem unaufmerksamsten Fernsehzuschauer deutlich zu machen, worum es in der Serie geht, liegt nun bereits in der zweiten Staffel auf DVD vor, eine dritte Staffel ist in Großbritannien in Arbeit. Auch wenn die Folgen in sich geschlossen sind, so besitzt die Serie doch eine durchlaufende Handlung.

 

Nick Cutter, Professor für Paläontologie führt ein relativ ruhiges Leben, unterrichtet an einer Universität und lässt sich nur noch selten vom Campus locken, um sich Funde anzusehen. Zu sehr hat ihn das plötzliche Verschwinden seiner Frau Helen vor nun fast zehn Jahren mitgenommen. An seiner Seite geblieben ist nur ein Mitstreiter aus jenen alten Tagen, sein ehemaliger Stundet Stephen Hart.

Dann aber wendet sich die Homeland Security an ihn, denn in einer eher ländlichen Gegend sind Menschen durch eine Kreatur ums Leben gekommen, die sich keiner modernen Spezies zuordnen lässt. Der Evolutionsbiologe erkennt schnell, dass es sich um ein Wesen der Urzeit handelt. Doch wie ist es in unsere Zeit gekommen?

In der ersten Staffel lernen die Helden um Nick Cutter erstmals die Anomalien kennen und müssen sich in jeder Folge mit Monstern aus der Urzeit auseinander setzen, die zufällig durch die Risse in der Zeit gekommen sind. Infolge der Ermittlungen kommt heraus, das manches doch nicht so zufällig ist, wie es zu sein scheint. Nicht nur, das Helen überraschend wieder auftaucht, sie scheint auch viel mehr über die Anomalien zu wissen als jeder andere und ihre eigenen Pläne damit zu haben.

Nick Cutter wendet sich von seiner Frau ab, als er merkt, dass sie sich noch mehr auseinander gelebt haben, als früher. Er hat sich mittlerweile in Claudia Brown verliebt, die als Agentin der Homeland Security eng mit ihm und Stephen zusammen arbeitet und sie scheint seine Gefühle zu erwidern.

Das ändert sich jäh in der zweiten Staffel, denn durch einen Eingriff in die Zeit verändert sich die Gegenwart. Zwar sind Stephen Hart, Abby Maitlaind und Connor Temple immer noch Mitglieder seines Teams, aber alles andere hat sich verändert. Er und seine Leute stehen nicht mehr im Dienst des Innenministeriums sondern einer eigenen Dienststelle. Das „Anomaly Research Center“ (kurz Arc) besitzt eine eigene, modern ausgestattete Zentrale, wo alle Fäden zusammen laufen. Leiter des ganzen ist noch immer Sir James Lester, der diesmal von Oliver Leek unterstützt wird, einem recht undurchsichtigen Regierungsbeamten. Zwar versucht man die Öffentlichkeit immer noch im Unklaren zu lassen, aber Regierung und Armee sind aktiver beteiligt als früher. Mit Jenny Lewis wird eine PR-Spezialistin eingestellt, die aktiv daran mitarbeiten soll, die Aktionen zu verschleiern. Sie ist äußerlich zwar das genaue Ebenbild von Claudia Brown, aber nicht unbedingt die gleiche Person.

Nick Cutter bekommt nicht die Zeit, über seine Gefühle klar zu werden, denn schon rufen die nächsten Einsätze. Es gilt Raptoren in einem Einkaufszentrum oder einen Säbelzahntiger in einem Freizeitpark einzufangen, ehe sie noch mehr Menschen umbringen können. ein Mammut von der Autobahn zu entfernen, ehe die Leute nicht mehr nur an einen Elefanten glauben wollen und nicht zuletzt ein Mädchen aus der Urzeit vor Riesenskorpionen retten.

Mehr und mehr kristallisiert sich bei den Einsätzen jedoch heraus, das mehr als nur Zufall hinter dem ganzen steckt. Nick Cutter wird sich immer sicherer, das seine Frau Helen hinter allem steckt. Schon zuvor hat sie deutlich gezeigt, dass sie von der Möglichkeit fasziniert ist, Gott zu spielen. Und einen Vorgeschmack dass sie es kann, hat sie gezeigt, als sie Claudia Brown verschwinden ließ...

Ganz offensichtlich ist es ihr nun auch noch gelungen, einen Mitarbeiter aus dem ARC zum Verbündeten zu gewinnen, denn die Angriffe werden immer gezielter und nun tauchen auch wieder Raubtiere aus der Zukunft auf, mit denen es Nick Cutter schon einmal zu tun bekommen hatte.

 

„Primeval“ geht auf Ideen von Tim Haines zurück, der in den letzten Jahren vor allem durch unterhaltsame Dokumentationen wie zum Beispiel „Monster der Tiefe“, „Dinosaurier – Im Reich der Giganten“ und „Prehistoric Park“ bekannt geworden ist. Was lag also ferner als das Wissen und die entwickelte Tricktechnik nicht einmal in eine rein fiktive Serie einzubringen, in der es nicht darum geht, Informationen zu vermitteln, sondern eine spannende Geschichte zu erzählen.

Diente die erste Staffel noch dazu, um die Figuren einzuführen und den Hintergrund zu schaffen, steht die zweite nun unter einem anderen Stern. Die Fronten sind klarer, und auch wenn Nick Cutter und sein Vorgesetzter James Lester immer noch nicht genau wissen, über welche Mittel ihre Gegenspieler verfügen, so wissen sie diesen doch schon viel sicherer zu begegnen.

Dreh und Angelpunkt des ganzen Geschehens ist immer noch Helen Cutter, die im Hintergrund die Fäden zieht und die eigentliche Macht anderen überlässt. Sie weiß, dass ihr größter Vorteil immer noch das Wissen über die Anomalien ist und diesen nutzt sie auch weidlich aus.

Gleichzeitig versucht sie ihren Mann zu isolieren, um ihn immer noch auf ihre Seite zu ziehen. Dafür treibt sie sogar ein falsches Spiel mit Stephen Hart, der ihr wie als Student wieder verfällt. Nick Cutter, der sich über seine Gefühle zu Jennifer Lewis klar werden muss, bemerkt das erst viel zu spät, so dass es schließlich zu einer Katastrophe kommt.

Ein ähnliches Problem bekommen auch Connor Temple und Abby Maitland, die zwar vordergründig immer noch nur Mitbewohner sind. Das mehr zwischen ihnen ist, wird deutlich, als sich eine junge Frau zwischen sie drängt. Doch ist sie wirklich nur an dem etwas ungeschickten Computerfreak interessiert?

Allein die Beziehungen zwischen den Charakteren schaffen schon eine Menge Zündstoff und geben der Serie ein wenig mehr Zusammenhalt. Für den eiligen Zuschauer gibt es die actionreiche Jagd nach dem Monster der Woche, während der Fan interessiert jeden noch so kleinen Hinweis sammelt, um selbst heraus zu finden, was eigentlich im Hintergrund geschieht. Und alloe werden von der abwechslungsreichen Handlung unterhalten, die immer wieder mit neuen Überrraschungen aufwartet. Doch wie auch schon die erste Staffel so wartet auch die zweite mit einem Cliffhanger auf, der es in sich hat.

Tricktechnisch steht die Serie nicht hinter den Dokumentationen zurück, die Animationen der Urzeit- und Zukunftsmonster passen sich sauber in die gegenwärtige Kulisse ein und wirken nur ganz selten unsauber und fahrig.

 

 

Fazit:

„Primeval“ ist keine Serie die belehren, sondern in erster Linie Spaß machen soll. Dafür sorgen nicht nur die von makaberen schwarzem Humor durchzogenen Anfangszenen, in denen die Kreaturen erst einmal zeigen dürfen, was sie können, und der actionreiche Verlauf der weiteren Handlung, sondern auch die sympathischen Charaktere, die niemals langweilig werden und immer wieder neue überraschende Seiten zeigen, egal auf welcher Seite sie stehen. Das alles macht den besonderen Reiz der Serie aus, die durch ihre überschaubare Länge von nur sieben Folgen auch für diejenigen interessant sein könnte, die sich sonst nicht so gerne auf eine fortlaufende Handlung einlassen wollen.

 

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Eure Meinung:

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DVD:

Primeval: Rückkehr der Urzeitmonster - Staffel 2

Fernsehserie in 7 Folgen, GB 2007

Idee: Tim Haines, Adrian Hodges

Buch: Adrian Hodges, Richard Kurti, Bev Doyle, Cameron McAllister u. a.

Regisseure: Jamie Payne, Cilla Ware

Komponist: Dominik Scherrer

Bildformat: 16:9

Synchro: deutsch, englisch (DD 2.0)

Untertitel: englisch

Spieldauer: 315 min, 2 DVD

Extras: Making of „Through the Anomaly“

FSK: 12

Polyband & Toppic Video/WVG, erschienen 30. Mai 2008

ASIN: B0013N3XRU

 

Erhältlich bei: Amazon

DarstellerInnen:

  • Douglas Henshall
  • James Murray
  • Ben Miller
  • Lucy Brown
  • Andrew Lee Potts
  • Hannah Spearritt
  • Juliet Aubrey
  • Karl Theobald
  • Naomi Bentley

Primeval in der PhilmDB:


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Erstellt: 16.06.2008, zuletzt aktualisiert: 22.11.2019 07:56