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Primeval: Rückkehr der Urzeitmonster - Staffel 4, Teil 2

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

Um gleich der Verwirrung vorzubeugen: Während Pro7 als Mitfinanzierer die Folgen dieser DVD noch mit zur vierten Staffel rechnet (daher auch Staffel 4, Teil 2) wurde in England und den USA eine Trennung vorgenommen und so zählt man dort die Folgen bereits als 5. Staffel. Tatsache ist, dass die Geschichte nahtlos fortgeführt wird und den Handlungsbogen um die zwielichtigen Pläne des Industriellen Phillip Burton zu einem Ende bringt.

 

Inzwischen ist es Abby und Connor gelungen aus der Kreidezeit zurück zu kehren. Sie sind nun wieder Teil des Teams um Matt Anderson und James Lester. Allerdings hegt Burton ein besonderes Interesse an Connor. Dieser hat sich durch sein Wissen um die Anomalien mittlerweile zum Technikgenie rund um das Thema entwickelt.

Aus diesem Grunde weiht er den jungen Mann nun in sein Geheimnis ein, das Projekt „New Dawn“ durch das er mit Hilfe der Anomalien unendliche und kostenlose Energie für alle gewinnen will.

Connor lässt sich von dem Mann, der schon in Studientagen sein Vorbild war, einlullen, was Abby mit Sorge beobachtet. Da auch Matt einiges aufgefallen ist, beschließt er die junge Frau in sein Geheimnis einzuweihen und sie zu einer Mitverschwörerin zu machen, nachdem diese ohnehin misstrauisch geworden ist, weil er sich bei einem Einsatz auffällig verhielt.

Und so erfährt sie sein Geheimnis: Matt kommt aus einer Zukunft, die durch Geschehnisse aus dieser Zeit zu einer Hölle geworden ist. Es geht ihm darum, die Katastrophe um jeden Preis zu verhindern, auch wenn er Freunde dafür opfern müsste.

So wird Abby zu einer Doppelagentin. Es bricht ihr fast das Herz, dass sich Connor in seiner Begeisterung immer mehr von ihr entfremdet, fast scheint es so, als ob ihre Beziehung zusammenbrechen würden.

Weitere Folgen markieren die Rückkehr von Emily, der Frau aus der viktorianischen Zeit, nachdem ein Raptor aus Versehen aus der Gegenwart im Jahr 1868 landet und dort als „Springheeled Jack“ sein Unwesen treibt und einen Wendepunkt. Zwar gelingt Connor ein Durchbruch bei der Anomalienforschung, aber die Käfer, die durch seine künstliche erzeugte Anomalie im ARC landen und für eine Katastrophe sorgen, bringen ihn schließlich auch zur Besinnung und öffnen ihm die Augen für Burtons wahre Absichten. Doch kann er den Industriellen jetzt noch in seinem Tun aufhalten? Das Schicksal der Welt liegt am Ende ganz allein in den Händen von den wenigen Streitern aus dem ARC...

 

Der zweite Teil der Staffel verzichtet nicht nur auf die Rückkehr alter Figur, er konzentriert sich jetzt auch ganz und gar auf den Hintergrund. Zwar bekommen die Teams aus dem ARC immer noch ganz normale Aufträge, aber sie stehen nun schon mehr mit den Geschehnissen um Philip Burton in Verbindung.

Die Käferkolonie aus der Zukunft gibt einen ersten Vorgeschmack, auf das, was die Menschheit erwarten könnte, wenn sie nichts unternehmen, mit Emily kehrt ein Mensch an Matts Seite zurück, der ihm besonders viel bedeutet und daher auch umsichtiger handeln lässt. Abbys und Connors Beziehung macht eine schwere Krise durch, die beide am Ende aber noch enger zusammenschmiedet.

Und auch Becker zeigt, das ihn eine Person aus dem ARC eine Menge mehr bedeutet, dass auch er sie nicht nur als Teamkollegin ansieht.

Die letzten drei Folgen stellen dann den Höhepunkt der Geschichte dar. Das macht sich auch an den Spezialeffekten bemerkbar, denn die Zuschauer bekommen nicht nur einen T-Rex zu sehen, sondern auch die gefürchteten Predatoren aus der Zukunft. Und die künstliche Anomalie kann sich auch sehen lassen.

Alles in allem wird der Handlungsbogen diesmal zu einem zufriedenstellenden Ende geführt, auch wenn sich die Autoren ein Hintertürchen für eine mögliche weitere Staffel offen halten.

Auffällig ist, dass die Serie inzwischen sehr starke Science-Fiction-Elemente hat und nicht mehr nur mit Monsterjäger-Klischees spielt. Zwar darf auch immer noch nicht eine kräftige Prise Horror fehlen, wie vor allem die besonders gruslige Episode im ARC zeigt, aber die Grundlagen und Hintergründe entstammen einem Genre, das inzwischen einen neuen Weg finden muss um sich auf dem Fernsehmarkt zu halten. Letztendlich ist „Primeval“ damit erwachsen geworden, ohne seinen Zauber zu verlieren. Das ist auch den Darstellern hoch anzurechnen.

 

Fazit:

Wie auch schon der erste Teil der 4. Staffel so macht auch der zweite sehr viel Spaß, zumal die Spannung und Dramatik gehörig anzieht und beste Unterhaltung bietet. Gerade Science Fiction Fans werden viele Elemente des Genres in einer actionreichen und gut durchdachten Geschichte genießen können, auch wenn sie natürlich keinen Tiefgang erwarten sollten.

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Eure Meinung:

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DVD:

Primeval: Rückkehr der Urzeitmonster - Staffel 4, Teil 2

Primeval, GB 2010/11

Regisseur(e): Jamie Payne, Cilla Ware

Komponist: Dominik Scherrer

Format: Dolby, PAL, RC 2

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Englisch

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Anzahl Disks: 2

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Studio: Polyband & Toppic Video/WVG

Erscheinungstermin: 19. Juli 2011

Spieldauer: 270 Minuten

ASIN: B004Y2QA0Y

 

Erhältlich bei: Amazon

DarstellerInnen:

  • Hannah Spearritt
  • Ben Miller
  • Ciarán McMenamin
  • Andrew Lee Potts
  • Ben Mansfield
  • Ruth Kearney
  • Alexander Siddig

Primeval in der PhilmDB:


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Erstellt: 23.07.2011, zuletzt aktualisiert: 22.11.2019 07:56