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Princess Resurrection, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Normalerweise ist es in japanischen Manga üblich, dass Prinzessinnen aus anderen Welten als der Erde eher naiv und unschuldig in das Leben eines jungen Helden hinein stolpern und sich von ihm in die Sitten und Gebräuche auf der Erde einführen lassen, um dann am Ende doch verliebt in seine Arme zu fallen. Der Spieß wird nur selten umgedreht – „Princess Resurrection“ ist eine dieser Ausnahmen.

 

Hauptfigur ist der junge Hiro. Da er seine Eltern verloren hat, lebt er mit seiner Schwester in einer großen Villa, aber so recht mit seinem Leben etwas anzufangen, das weiß er nicht. Und bald wird ihm die Entscheidung auch abgenommen als er bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt.

Dennoch erwacht er überraschend in der Leichenhalle und fragt sich, was mit ihm passiert ist. Schon bald taucht die Verantwortliche dafür auf – die schöne und selbstbewusste Hime, keine andere als die Tochter des Königs der Ungeheuer. Sie bewegt sich unerkannt auf der Erde, um all den Dämonen, Geistern, Werwölfen und Vampiren nachzustellen, die ihre Familie verraten haben.

Sie erwartet nun, dass Hiro ihr als Krieger dient, muss aber feststellen, dass er zu allem anderen als dem Kampf taugt. So soll er einfach nur ihr Diener sein. Doch auch das ist schon gefährlich genug, denn diejenigen, die sie jagt, sind auch ihrerseits darauf erpicht, Hime zu erledigen und greifen sie immer wieder an.

Nicht zuletzt kommt Hiro auch noch einmal zu Tode und erwacht erneut in der Leichenhalle. Doch diesmal ist jemand auf ihn aufmerksam geworden und versucht ihn im Namen der Wissenschaft aufzuhalten...

 

Eigentlich erwartet man bei einer solchen Konstellation eher eine humorvolle Beziehungsgeschichte, aber das ist „Princess Resurrection“ ganz und gar nicht. Statt dessen bekommen die Leser eine abenteuerliche Mystery-Geschichte geboten, bei der es hart zur Sache geht und irgendwelche Gefühle nur im Hintergrund mitspielen.

Denn die zynische Hime ist stellenweise sehr arrogant und böse, hat mit Romantik so gar nichts am Hut und unterdrückt den kleinen Hiro mehr oder weniger nur. Allerdings hat er keine andere Wahl als ihr zu folgen, weil er sich an sie gebunden hat und muss dabei so einiges aushalten.

Alles in allem wendet sich die Geschichte an Mädchen wie Jungen. Der Inhalt besteht nicht nur aus Action und Gags wie in anderen Shonen-Mangas, sondern bietet auch ein wenig Handlung, die darüber hinaus geht und Mädchen ansprechen könnte, speziell diejenigen, die einen Hang zum Goth haben.

Dennoch ist der Hintergrund nicht zu komplex, dass er die Action erstickt und die Kämpfe dabei zu kurz kommen. Allerdings merkt man, dass vor allem Jugendliche angesprochen werden sollen, da die Geschichte selbst sehr oberflächlich bleibt.

 

Alles in allem bietet „Princess Ressurection“ eine interessante Mischung aus Abenteuer, Mystery und schrägem Humor, zudem eine Geschichte, die ein gewisses Potential hat und Lust auf mehr macht.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Princess Resurrection (Bd. 1)

Autorin & Künstlerin: Yasunori Mitsunaga

Aus dem Japanischen von Oke Maas

Kaibutso Oujo, Japan 2006

Manga-Taschenbuch, 208 Seiten

Egmont Manga & Anime, 03/2010

ISBN-10: 3770471385

ISBN-13: 978-3770471386

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 10.05.2010, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39