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Reise ins Innere der Erde

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

 

Oft genug schauen die Menschen zu den Sternen und fragen sich, welche Einflüsse die Sonne und andere Strahlung aus dem Weltraum auf uns haben könnten. Dabei vergessen sie ganz, das auch noch etwas anderes Einfluss auf das Leben nimmt – die Erde selbst. Viele wissen, dass unser Planet einen glühenden Kern hat, aber was das für eine Bedeutung für uns hat – außer dass hin und wieder Vulkane ausbrechen oder sich Erdplatten verschieben und Beben wie auch schlimmeres auslösen, begreifen die wenigsten.

 

Die für den „Discovery Channel“ erstellte 90-minütige Dokumentation geht dieser Frage nun genauer nach. Was wissen Geologen und andere Forscher eigentlich inzwischen über das innere unserer Erde. Wie gewinnen sie ihre Ergebnisse, denn die tiefsten Bohrungen reichen gerade einmal 12 km weit? Wie helfen ihnen da die Gesteinsschichten weiter, die an die Oberfläche gedrückt worden sind? Können auch Vulkanausbrüche und Erdbeben dabei helfen, das, was in unserer Erde vor sich geht, besser zu verstehen.

Neben den Methoden stellt die Dokumentation auch die Auswertungen der Messergebnisse vor, die dadurch bewiesenen Theorien wie auch weitere Spekulationen und Mutmaßungen, die aus den Erkenntnissen, der Geologen und verwandter Fachbereiche gewonnen werden konnten.

Der Film stellt die einzelnen Schichten der Erde vor, wie sie sich uns nach heutigen Forschungsstand erschließen, zeigen, welche Auswirkungen ihre Bewegungen auf die Oberfläche haben, neben den obligatorischen Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

Denn nicht nur die Atmosphäre, sondern auch das Magnetfeld der Erde werden von den einzelnen Erdschichten beeinflusst. Sie gehen unter anderem darauf ein, dass das vor Strahlung aus dem Weltall schützende Magnetfeld immer schwächer wird, klares Anzeichen dafür, dass die Polarisierung vermutlich bald umspringen wird, so wie zum letzten Mal vor 700.000 Jahren. Und das könnte auch Folgen für unsere Zivilisation haben.

Könnte es auch sein, dass der Mars ein Abbild dessen ist, wie die Erde einmal aussehen kann? Auch damit beschäftigen sich die Forscher ausgiebig, werten die Messergebnisse aus und vergleichen fleißig.

Ist das Leben auf der Erde vielleicht doch nicht aus dem Weltall gekommen, sondern im Inneren der Erde entstanden?

 

All diese Fragen und noch viel mehr werden in den 90 min erörtert. Dabei achten die Macher genau darauf, dass die Zuschauer nicht zu sehr von Informationen überflutet werden – stattdessen reicht man sie ihnen Häppchenweise, garniert mit entsprechenden Naturaufnahmen und Simulationen. Zur Auflockerung kommen auch immer wieder Forscher zu Wort und zeigen anschaulich, was sie eigentlich mit ihren Aussagen meinen.

Immerhin bleibt man nicht vage, sondern macht konkrete Aussagen, um den Menschen deutlich zu machen, welche Auswirkungen die Veränderungen auch auf ihr Leben haben könnten, gerade die Schwächung und Umpolung des Magnetfeldes wird dabei besonders hervor gehoben. Wann das passiert können freilich nicht einmal die besten Wissenschaftler voraus sagen.

 

 

Fazit:

 

Die Dokumentation um die „Reise ins Innere der Erde“ geht vielleicht nicht sonderlich in die Tiefe, reicht aber aus, um Laien einen guten Einblick in das Thema zu geben und vielleicht den ein oder anderen Autor zu inspirieren. Denn gerade in Bezug auf Science Fiction kann man sich doch einiges an Erkenntnissen heraus picken.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230205192832c14fc809
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DVD:

Reise ins Innere der Erde

USA 2009

Produzent: Pioneer Productions für Discovery Channel

Regisseur: Martin Williams

Sprecher: Patrick Steward

Sprache: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1 , PAL, RC 2

FSK: Ohne Altersbeschränkung

1 DVD

Studio: Polyband & Toppic Video/WVG

Erscheinungstermin: 30. April 2010

Spieldauer: 90 Minuten

ASIN: B003BF8UW6

 

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 15.06.2010, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01