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Ring der Elemente von Alexander Lohmann

Rezension von Christel Scheja

 

Alexander Lohmann schrieb sich mit seinen Romanen um die „Finstervölker“ in die Herzen der Leser und schuf damit eine eigene kleine Welt, in der endlich einmal auch die „Bösen“ mehr als nur Kanonenfutter waren.

Mit „Der Ring der Elemente“ schlägt er allerdings ein neues Kapitel auf. Diesmal verzichtet er auf magische Wesen und stellt ganz allein das Volk der Menschen in den Mittelpunkt seiner Geschichte.

 

Cidos Eltairion hat seine Ausbildung abgeschlossen und erhält nun seinen ersten Auftrag fernab des geschützten Raums der Schule. Er soll dabei helfen, eine lästige Gruppe von Schmugglern dingfest zu machen, die seit einiger Zeit nicht nur die Händler ärgert sondern auch die Obrigkeit und die Angehörigen des Ordens.

Der junge Magier macht sich mit Eifer an die Arbeit, aber schon bald erhält er einen gehörigen Dämpfer, denn der Gouverneur einer Stadt schleudert ihm die Wahrheit hinter der Aufgabe ins Gesicht.

Cidos erschlägt ihn im Zorn und muss fliehen. Als er im Hafen seinen Jugendfreund Helger entdeckt, sucht er bei diesem Schutz, nicht ahnend, dass er genau bei den Leuten landet, die er aufspüren sollte. Anführer der Gruppe ist sein ehemaliger Lehrmeister Theimenes, der sein Amt als Erzmagier einer Stadt aufgegeben zu haben scheint und nun eigene Pläne verfolgt.

Da er meisterhaft zu manipulieren versteht, bringt der alte Mann Cidos sehr schnell dazu, ihm zu vertrauen und sogar zu helfen. Erst viel zu spät begreift der junge Mann, dass er längst zum Erfüllungsgehilfen und Komplizen des alten Magiers geworden ist. Doch kann er sich noch aus dessen Würgegriff befreien?

 

Schon in den „Finstervolk“-Romanen schuf Alexander Lohmann interessante und facettenreiche Charaktere, die immer wieder überraschende Seiten ihres Charakters ans Licht brachten. Das ist auch in „Ring der Elemente“ nicht anders. Jede seiner Figuren hat Ecken und Kanten, wirkt oft sehr menschlich.

Cidos etwa vermag zwar über große Kräfte gebieten, dafür weiß er nichts über die Abgründe der menschlichen Seele. So kann er problemlos dem manipulativen Theimenes verfallen, der seine Maske erst nach und nach fallen lässt, aber auch schon vorher nicht ganz koscher wirkt. Wieder gibt es keine Schwarz-Weiß-Zeichnung, sondern nur Graustufen. Selbst der sympathische Helger mit seinem schlichten Gemüt hat seine dunklen Momente und vermag gelegentlich zu überraschen.

Die Geschichte entwickelt sich langsam aber stetig. Der Autor verzichtet bewusst darauf, die Handlung in epische Höhen zu führen. Seine Abenteuer laufen im Kleinen ab, sind aber nicht minder spannend. Vor allem Rollenspieler werden manche Methode wiedererkennen, die sie selbst verwenden, um im Spiel Schätze zu bergen.

Alles in allem liest sich der Roman sehr flüssig, durch viele Hinweise, gut dosierte Action und nicht zuletzt auch überraschende Wendungen bleibt die Spannung im Buch von Anfang bis Ende gewahrt.

 

„Ring der Elemente“ ist ein spannender Abenteuer-Fantasy-Roman mit vielschichtigen Figuren sowie einer guten Mischung aus Magie, Action und Beschreibung. Vor allem Fantasy-Rollenspieler werden ihren Spaß an dem Buch haben.

 

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Ring der Elemente

Autor: Alexander Lohmann

Broschiert, Paperback, 367 Seiten

Bastei-Lübbe, erschienen Januar 2012

Titelillustration von Jesse van Dijk

ISBN-10: 3404205634

ISBN-13: 978-3404205639

Erhältlich bei: Amazon

Kindle-Edition

ASIN: B00611PTHG

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.03.2012, zuletzt aktualisiert: 11.11.2019 13:33