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Roter Drache in Aspik: Das Fantasy-Kochbuch von Sascha Storz

Rezension von Björn Backes

 

Ein Fantasy-Kochbuch? Ja, irgendwie fehlte eine solche Dreingabe dem geneigten, passionierten Rollenspieler wohl noch, und dies obwohl das Festmahl grundsätzlich ein elementarer Inhalt der zugehörigen, phantastischen Welten sein sollte und eigentlich auch ist. Sascha Storz hat diese Marktlücke nun erkannt und genutzt, um seiner Vorstellung von rotem Drachenfleisch in Aspik-Marinade entsprechenden Ausdruck zu verleihen. Insgesamt 28 Rezepte aus den Federn von Elfen, Hobbits, Zwergen und Barbaren tischt der Autor von „Roter Drache in Aspik“ in diesem Pionierwerk auf und zeigt sich in der Tat (Und erwartungsgemäß) sehr erfinderisch.

 

Storz übernimmt in seinem eigenwilligen Kochbuch das Pseudonym Adalbert Dickbauchens, ein äußerst gefräßiger Charakter, der vor allem zünftigen Speisen nicht wirklich abgeneigt scheint. Doch der phantastische Gaumenschmaus muss nun mal auch deftig sein, denn schließlich lässt sich jede Schlacht auch nur mit einem ordentlichen Kalorienuntersatz bestreiten. Entsprechend fleischreich ist der Speiseplan von Herrn Dickbauchens daher auch, wobei der gute Mann sich von läppischen Fast Food-Geschichten ganz deutlich absetzt. Dennoch: Oberste Priorität genießt die Tatsache, dass die Gerichte keinen hohen Anspruch an den Hobbykoch stellen und das Gros der Speisen in relativ kurzer Zeit zuzubereiten ist. Weiterhin ist der Speiseplan auch sehr vielseitig. Vom scharfen Feuertopf über den herzhaften Braten bis hin zu völligen Süßspeisen reicht das Menü, und wer es gerne etwas exklusiver mag, darf sich an den Riesenkraken und einem wirklich empfehlenswerten Parfait versuchen.

Im Schlussabschnitt werden dann auch noch einige Snacks angeboten, die man locker auch mal in den Rucksack stecken darf, um sich für längere Abenteuer zu rüsten. Ergo: Hier ist wirklich für jeden Rollenspieler etwas dabei!

 

Zu guter Letzt noch ein Wort zur durchweg stimmigen Aufmachung: Hier nimmt die heroische Atmosphäre eine sehr große Bedeutung ein, angefangen von der typisch- prosaischen Sprache bis hin zum feinen illustrativen Rahmen. Dazu gibt es auch immer wieder kurze Anekdoten zum Anlass der jeweiligen Speisen sowie persönliche Erfahrungen des Autors, die das Gesamtkonzept schließlich richtig fein abrunden.

 

 

Fazit:

Die Idee hält insgesamt, was die Erwartungen an ein solches Projekt versprechen: „Roter Drache in Aspik“ taugt nicht nur als reines Kochbuch, sondern auch als abenteuerliches Anschauungswerk und sollte als Vorlage für den Speisenplan eines jeden zünftigen Rollenspielabends in keiner Sammlung fehlen.

 

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Roter Drache in Aspik: Das Fantasy-Kochbuch

Autor: Sascha Storz

Gebundene Ausgabe: 80 Seiten

Verlag: Bassermann (Juli 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3809422673

ISBN-13: 978-3809422679

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.08.2008, zuletzt aktualisiert: 11.11.2019 13:33