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Schattenkinder von Paula Schreiber

Reihe: Loria Band 1

 

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Klappentext:

Wer bist du? Woher kommst du? Was ist dein Schicksal? Und viel wichtiger: Wem kannst du vertrauen? Am Anbeginn der Zeit herrschten magische Wesen über die Welt und ihre Elemente Feuer, Erde, Wind und Wasser. Bevor sie für immer verschwanden, gaben die Seelen ihre Kräfte an die Menschen weiter. Doch diese waren schwach und leicht zu verführen. Die Abtrünnigen verfielen der Finsternis und lebten fortan als Schatten gefesselt von den Mächten der Dunkelheit. Ein tausendjähriger Krieg trennte die Blutslinie des Ordens für immer. Den Schatten gelang es, die Menschheit zu unterjochen und die Mitglieder der Clans in alle Winde zu verstreuen. Die wenigen noch lebenden Ordensmitglieder setzen ihre ganze Hoffnung auf eine alte Prophezeiung. Sie spricht von einem Auserwählten, der die Schatten besiegen und den Orden wieder einen wird. Für die 15-jährige Loria sind das schöne Heldensagen aus einer fernen Zeit. Als sie jedoch einem Fremden zu Hilfe eilt, beginnt für sie ein vollkommen neues Leben. Plötzlich besitzt sie Kräfte jenseits ihrer Vorstellungskraft und findet sich mitten im Kampf zwischen Gut und Böse wieder. Doch wer ist Loria wirklich? Welches Schicksal erwartet sie und kann sie ihre Bestimmung annehmen?

 

Rezension:

Loria lebt alleine mit ihrer Mutter, die sich als Tagelöhnerin über Wasser hält. Ihre eigenen Versuche, etwas zum Lebensunterhalt beizutragen, versagen meist kläglich. Über ihren Vater will die Mutter nicht sprechen. Dass die gutmütige Loria nach verletzten Tieren eines Tages einen verwundeten Mann mit heim bringt, gefällt ihrer Mutter natürlich gar nicht. Das Wenige reicht ja mit Mühe und Not für sie beide. Als die Wohnung jedoch von Wachen gestürmt und ihre Mutter getötet wird, nimmt der Fremde Loria mit. Er gehört einem Magierorden an und glaubt, auch in dem 15-jährigen Mädchen magische Fähigkeiten zu erkennen. Doch das dürfte eigentlich nicht möglich sein und wirft Fragen auf: War Lorias ›Mutter‹ überhaupt ihre Mutter?

 

Paula Schreiber siedelt ihren Fantasy-Mehrteiler Genre-typisch in einer mittelalterlich-magischen Welt an. Die magisch Befähigten haben sich in dieser Welt vor langer Zeit in Gute und Böse gespalten, doch eine uralte Prophezeiung verheißt einen Auserwählten, der den magischen Orden wieder eint. Die junge Protagonistin gerät natürlich mitten in diesen Kampf hinein. Nicht nur, dass sie sich in der ihr völlig fremden Umgebung zurechtfinden muss, kommen auch Jugendbuch-typische Probleme auf sie zu: Nicht alle sind ihr wohlgesonnen, und sie muss sich ihren Platz in der fremden Umgebung erkämpfen.

 

Leider leidet diese interessante Idee teilweise an einem sehr nüchternen, teilweise fast dokumentarisch wirkenden Schreibstil, der wenig Stimmung erzeugt. Hier wäre eine deutliche Verbesserung möglich. Auch der plötzliche Gesinnungswechsel der jungen Heldin, die sich anfangs weigert, Schwertkampf zu erlernen, weil sie niemanden töten will, sich später aber mit Elan in das Training stürzt, erscheint mir nicht ganz nachvollziehbar. Trotz dieser Kritikpunkte kann die Geschichte bei ihren Lesern aber das Interesse am weiteren Fortgang des Geschehens wecken.

 

Fazit:

Die gute Handlungsidee kann das Interesse von Fans junger Fantasy wecken. Stilistisch wären Verbesserungen möglich.

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Eure Meinung:

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Buch:

Schattenkinder

Reihe: Loria Band 1

Autorin: Paula Schreiber

Taschenbuch, 223 Seiten

Selbstverlag, 10. Dezember 2018

Cover: Luise Wolter

 

ISBN-10: 1790348293

ISBN-13: 978-1790348299

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B07KVNXR12

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 16.05.2019, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 16:21