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See you in the School of the Muse, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Makoto Tateno entführt in „See you in the School of the Muse“ auf eine private High School, auf der neben normalen Schülern, die ihren Weg erst noch machen wollen, auch Stars und Sternchen aus der Musik-, Film- und Modebranche unterrichtet werden. Und dass manch eine Beziehung nicht unbedingt schon ein glückliches Ende gefunden haben muss, beweist sie im zweiten Band der Reihe.

 

Die Angehörigen der Sonderklasse führen ein privilegiertes Leben, da Rücksicht auf ihre Engagements und Auftritte genommen wird. Ihre normalen Unterrichtstunden sind auf ein Minimum reduziert, damit sie sich ganz und gar auf die Ausübung ihrer Kunst konzentrieren können. Und manchmal wird ihnen auch noch unter die Arme gegriffen. So gibt der ganz normale Musterschüler Tadafumi dem Sänger Yuu Otsuki schon eine ganze Weile Nachhilfestunden. Ohne es zu wollen, haben sich die beiden ineinander verliebt und nutzen die Zeit die sie für sich haben auch, um ihrer Leidenschaft zu frönen. Doch als sie sich wegen des Schulfestes in die Haare bekommen, scheint es mit der Liebe vorbei zu sein, denn Tadafumi bittet einen anderen Jungen aus seiner Klasse, die Nachhilfe zu geben und will Yuu nicht mehr sehen. Doch hat er wirklich schon genug von seinem Freund?

Und da sind Kikuni und Miyoshi, beides Schauspieler, die erst nach und nach erkennen, dass sie eigentlich mehr als nur Freundschaft und Kameradschaft zueinander empfinden. Aber können sie überhaupt ihre Vernunft ausschalten.

Nichts mit der Schule selbst zu tun haben hingegen die Geschichten „Einer Wildnis gleich...“, die im England des 19. Jahrhunderts spielt. Nach einem folgenschweren Duell zwischen einem jungen Adligen und einem arroganten Emporkömmling, finden die beiden auf ungewöhnliche Weise zusammen. Und in „Cage“ dient ein Junge drei Jahre seinem älteren Bruder regelrecht als Hure. Als er endlich alt genug ist, um auszuziehen und ein eigenes Leben zu führen, erfährt er eine überraschende Wahrheit.

 

Wieder richtet sich Makoto Tateno an ältere Leser, auch wenn einige der Geschichten im Schülermilieu spielen, denn sie scheut sich nicht, die Leidenschaft der jungen Männer innerhalb der erotischen Geschichten in einem geschmackvollen Rahmen explizit darzustellen und dabei kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Selbst vor einem etwas anrüchigen Inzest macht sie nicht Halt, auch wenn klar ist, dass die unmögliche Liebe nur dann Erfüllung finden kann, wenn die Jungen nicht miteinander verwandt sind.

Ansonsten erzählt sie inhaltlich wieder nichts Neues und bedient weiterhin gängige Klischees, aber die Geschichten haben durch die schönen Zeichnungen eine nicht zu leugnende Atmosphäre. Bis auf kleine Ausnahmen sind auch die Figuren glaubwürdig dargestellt und zeigen menschliche Regungen. Allerdings sollte man manche Entwicklungen nicht all zu ernst nehmen.

 

Wie auch schon der erste Band bietet auch der zweite von „See You in the School of the Muse“ unterhaltsame homoerotische Boys Love, die in erster Linie für ältere Leser interessant ist und durch die beiden Bonus-Geschichten auch ein wenig Abwechslung dazu kommt.

 

Eure Meinung:


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Comic:

See you in the School of the Muse (Bd. 2)

Autorin & Künstlerin: Makoto Tateno

Aus dem Japanischen von Monika Hammond

Myuzu no gakuen de aou vol. 2, Japan 2008

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 09/2009

ISBN-10: 3770470796

ISBN-13: 978-3770470792

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 06.10.2009, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40