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Seelenläufer von S. A. Lee

Rezension von Frank W. Werneburg

Verlagsinfo:
Magier, Unsterbliche, blutrünstige Dämonen mit einer Vorliebe für Popmusik der 90er – all das sind Schrecknisse, denen sich Reeba und Than stellen müssen! Reeba hat gerade erst ihr Studium beendet und ist erfolglos auf Jobsuche. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, liegt eines Abends ihr sterbender Onkel vor der Wohnungstür. Kurz vor seinem Tod flüstert er ihr eine geheimnisvolle Warnung zu, die ihr Leben von Grund auf verändert. Von diesem Moment an geraten Reeba und ihr neu gewonnener Freund Than zwischen die Fronten zweier alter Magierzirkel – und stellen sich dem schrecklichen Geheimnis der Seelenläufer.

Rezension:
Reebas Studium geht zu Ende, sie ist auf Jobsuche. Dass sie intuitiv fühlen kann, was andere über sie denken, erweist sich dabei eher als Hindernis statt als Vorteil. Die Jobsuche hat sich allerdings schnell erledigt, als unerwartet ihr Onkel, den sie so gut wie nicht kennt, bei ihr auftaucht und vor ihren Augen stirbt. Seine kryptische Warnung kann sie nicht deuten. Kurz darauf befinden sich Reeba und Than, der nur zufällig bei ihr war, praktisch in Schutzhaft einer Magiertruppe.

S. A. Lees Urban-Fantasy-Story erweist sich als komplexer, als es zu Beginn den Anschein hat. Neben der Haupthandlung um die junge Erwachsene Reeba gibt es einen historischen Handlungsstrang, der im Skandinavien des 14. Jahrhunderts seinen Ausgang nimmt. Der Zusammenhang zwischen diesen so unterschiedlichen Teilhandlungen wird erst sehr spät deutlich.
Während sich die Protagonistin der modernen Handlung – wie so oft in diesem Genre – als junge Frau herausstellt, die sich ihres magischen Erbes nicht bewusst ist, beginnt die historische Geschichte mit einem Mädchen, das Sklavin eines Magiers ist. Überraschenderweise erweist sich die Handlung um dieses Mädchen allerdings als interessanter als die eigentliche Haupthandlung. Die stellt sich nämlich als nur mäßig fesselnd heraus. Der hauptsächliche Schwachpunkt liegt meiner Meinung nach darin begründet, dass dem Leser keiner der Charaktere, auch die Hauptprotagonistin nicht, wirklich nahe genug kommt, um mit ihnen mitzuleiden oder in gefährlichen Abschnitten um sie zu bangen. Mehrere Todesfälle berühren einen praktisch überhaupt nicht. Auch die beiden Dämonen, die wohl als humoristische Auflockerung gedacht sind, konnten mich nicht wirklich überzeugen. Zudem wird mir beim Epilog nicht klar, aus wessen Sicht er verfasst ist. Im Gegensatz dazu wirkt die Nebenhandlung deutlich überzeugender und tiefgründiger.

Fazit:
Im Wechsel zwischen einer modernen Haupt- und einer historischen Nebenhandlung ist es leider gerade erstere, die nicht überzeugen kann.

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Eure Meinung:

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Buch:

Seelenläufer
Autorin: S. A. Lee
Taschenbuch, 320 Seiten
XOXO Verlag, 29. November 2021
Cover: Grit Richter

ISBN-10: 3967521435
ISBN-13: 9783967521436

Erhältlich bei: Amazon

Kindle-ASIN: B09LMM3LZ1

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 19.01.2022, zuletzt aktualisiert: 21.04.2022 19:31