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Seven – The Days Long Gone

Rezension von Cronn

 

Ich hetze durch das Ödland und gelange an die Tore einer gewaltigen Ansiedlung. Der Wächter schaut mich misstrauisch an.

»Was willst du hier!«, motzt er mich an.

»Ich suche jemanden Bestimmtes!«

Der Dämon in mir wird unruhig: »Verrate ihm nicht zuviel, sonst lässt er uns nicht rein!«

»Wen denn?«, will der Wächter wissen.

Ich druckse nicht herum, das würde Misstrauen wecken. »Einen Händler namens Trelaan. Er schuldet mir Geld!«

»Aber dass du mir keinen Ärger machst, Fremder!« Der Wächter droht mit seinem Speer.

»Keine Sorge. Ich hole mir nur das Geld und dann bin ich schon wieder weg von hier!« Ich grinse ihn möglichst harmlos an.

»Also gut«, sagt der Wächter und gibt mir somit zu verstehen, dass ich passieren kann.

Als ich durch das Tor trete, bin ich sofort umgeben von einer Vielzahl an Personen, die ihren alltäglichen Geschäften nachgehen. Dabei sind Händler, Schmuggler und Diebe wie ich. In dieser großen Stadt wird es ja wohl für mich irgendeine Beschäftigung geben.

Große Neonreklame wirft Reflexionen in Pfützen. Wände voller Werbungsbotschaftsvideos strahlen mich an. Kabel hängen von Haus zu Haus. Ein Mekka für Technomagier, denke ich mir.

Aber wo ist hier nur dieser verflixte Kerl?

Meine Mission hat eben erst begonnen und wird mich noch in zwielichtige Gefilde führen, soviel steht schon mal fest!

 

Seven – The Days Long Gone heißt das Action-Rollenspiel von dem Entwicklerstudio Fool’s Theory. Der Titel könnte auch »Thief – Isometrisch« heißen und würde die Essenz des Gameplays dennoch kongenial wiedergeben. Doch worum geht es in dem Titel überhaupt? Das soll die nachfolgende Hintergrund-Erklärung aufzeigen.

 

Hintergrund:

Das Spiel »Seven – The Days Long Gone« dreht sich um Teriel, der von einem Dämon namens Artanak beseelt durch die Welt streift, um eine wichtige Aufgabe zu erledigen: eine Verschwörung höchster Kreise aufdecken.

Die Welt selbst ist eine Mischung aus Cyberpunk und Fantasy. Viele Nebengeschichten gibt es in der Open-World zu entdecken, was die Immersion erhöht.

Die Story mit unterschiedlichen Enden motiviert genauso wie die vielen Nebenquests und lassen »Seven – The Days Long Gone« zu einem Highlight für Rollenspiel-Storyfans werden.

 

Gameplay:

Man steuert in Action-Rollenspielmanier die Spielfigur aus der isometrischen Perspektive durch die dreckigen neonbeleuchteten Gassen der Städte, durch die zerfallenen Ruinen und rauschenden Wälder. Dabei trifft man auf Technomagier, Biomutanten und allerlei NPCs. Nicht alle sind feindlich gesinnt.

Den eigenen Charakter levelt man auf und rüstet ihn genretypisch mit Loot auf, das sich in der Spielwelt findet, wenn man Einbrüche oder Taschendiebstähle durchführt. Auch besiegte Gegner lassen Gegenstände fallen, die man aufnehmen und für sich verwenden oder auch verkaufen kann. Der Experimentierfreude sind hier wenig Grenzen gesetzt.

Dabei spielt sich »Seven – The Days Long Gone« stets sauber. Die Maus-und-Tastatur-Steuerung ist korrekt und eingängig. Auch die Gamepad-Steuerung überzeugt durch eine gelungene Umsetzung.

 

Grafik und Sound:

Der Comic-Look von »Seven – The Days Long Gone« gefällt sicherlich nicht jedem. Allerdings findet der Rezensent, dass das Aussehen wunderbar die abgedrehte Welt des Spiels betont. Die Lichtstimmung ist vorzüglich gelungen und auch die Cell-Shading-Effekte des Comic-Looks sind nicht übertrieben ausgefallen.

Auch der Sound weiß zu überzeugen. Die stimmungsvolle Musik passt sich dem Geschehen an und auch die Umgebungsgeräusche sind passend gewählt.

 

Fazit:

»Seven – The Days Long Gone« ist eine gelungene Schleichspiel-Rollenspiel-Mixtur, die vor allem Freunde des Narrativen und Immersiven erfreut. Rollenspiel-Fans mit einer Vorliebe für gut erzählte Geschichten sollen unbedingt zugreifen.

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Eure Meinung:

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PC-Spiel:

Seven – The Days Long Gone

IMGN.PRO ,Fool’s Theory, 1. Dezember 2017

 

Erhältlich bei: steam

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Erstellt: 23.12.2017, zuletzt aktualisiert: 18.06.2019 11:05