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Sidekicks

Reihe: Young Avengers Sonderband 1

Rezension von David Grashoff

 

Neue Helden braucht das Land, so zumindest der Marvel Konzern, der mit den Young Avengers (den jungen Rächern), ein frisches und junges Superhelden-Team auf die Comicfans loslässt. Das man es dabei wahrscheinlich auf eine junge Zielgruppe abgesehen hat, darauf lässt nicht nur das Alter der Protagonisten schließen, sondern auch die Tatsache, dass man für die ersten Abenteuer der Young Avengers mit Allan Heinberg, einen Teenie-Serien erprobten Autor gewinnen konnte, der sich vor allem wegen seiner Mitarbeit bei der beliebten TV-Serie O.C. California einen Namen gemacht hat.

Mit Young Avengers - Sidekicks bekommt man nun die ersten sechs Bände im Paket, mit einer abgeschlossenen Geschichte.

 

Nach dem Niedergang der Rächer taucht eines Tages eine Gruppe junger Superhelden auf, die an die großen Helden erinnern. Diese mysteriösen Teenager nennen sich Iron Lad, Patriot, Hulkling und Asgardian, und sehen verdächtig nach Iron Man, Captain America, Hulk und Thor aus, deswegen verwundert es auch nicht, dass die Presse ihnen den Namen Young Avengers gibt. Bei einem Zwischenfall in einer Kirche, wo es zu einer Geiselnahme kommt, treten die Young Avengers in Erscheinung, doch in ihrer Unerfahrenheit passieren Fehler, die für eine der Geiseln beinahe tödlich endet.

Als sie später vom echten Captain America und Iron Man zur Rede gestellt werden, stellt sich heraus, dass Iron Lad eigentlich aus der Zukunft kommt und Kang heiß. Er ist aber ein junger Kang, der sein eigenes, zukünftiges Ego hasst und in die Vergangenheit gereist ist, um den Rächern im Kampf gegen Kang zu helfen. Doch als er dort ankam, gab es keine Rächer mehr und so entschied er sich eine eigene Gruppe zu gründen, die Young Avengers.

Als dann der „alte“ Kang auf der Bildfläche erscheint, entflammt ein Kampf zwischen Kang und der alten und neuen Generation der Rächer. Dabei wird die junge Truppe von zwei weiteren Neulingen verstärkt, die auch eine engere Verbindung zu den ehemaligen Rächern haben.

 

Obwohl die Geschichte aufgrund ihrer Zeitreise Thematik vielleicht ein wenig kompliziert klingt, kommt sie in Young Avengers - Sidekicks gut und verständlich rüber. Die neuen Helden gewinnen innerhalb der Story an Profil und wachsen dem Leser ans Herz. Sie besitzen gerade für junge Leser sehr viel Identifikationspotenzial, da sie selber jung sind, und sich auch mit Problemen von Jugendlichen beschäftigen. Hier erkennt man ganz klar Allan Heinbergs Handschrift und ich muss sagen, dass dieser erfrischende Teenie Touoch der Serie gut tut.

 

Ein weiterer, nicht unwichtiger, Aspekt eines Comics, sind die Zeichnungen. Hierfür zeichnet sich Jim Cheung verantwortlich, ein routinierter Zeichner, der sich unter anderem für die CrossGeneration Comics verantwortlich zeigte. Sein Zeichenstil ist unaufgeregt, sauber und die Panels sind nachvollziehbar gestaltet, so dass man der Geschichte gut folgen kann. Der Stil ist eher realistisch gehalten, keine übertriebene Muskelmassen, keine abstrakte Kunst.

 

Young Avengers - Sidekicks ist ein spannendes Lesevergnügen für jeden Comicfan, egal ob jung oder alt. Natürlich ist es aufgrund der Thematik eher an Jugendliche gerichtet, doch es wird nie so kitschig oder übertrieben, dass man als „erwachsener“ Leser das Heft aus der Hand legen möchte. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf weitere Abenteuer der Young Avengers .

 

Eure Meinung:


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Comic:

Sidekicks

Reihe: Young Avengers Sonderband 1

1/2006 SC

S. 148

14,95 €

Young Avengers 1-6

A. Heinberg, J. Cheung

[Keine Angabe der ISBN]

EVT: 11.05.2006

erhältlich bei Panini


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Erstellt: 20.06.2006, zuletzt aktualisiert: 20.08.2019 17:15