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Sieben schwarze Klingen von Sam Sykes

Reihe: Die Chroniken von Scar Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Der 1984 geborene Sam Sykes schreibt schon seit seiner Jugend phantastische Geschichten. Heute lebt er in Arizona und verdient sein Geld als Autor für Romane und Comics. In Deutschland erschienen nun mit Sieben schwarze Klingen der erste Band seiner Chroniken von Scar.

 

Die Scar ist ein verödetes und gesetzloses Land inmitten dreier im Konflikt liegender Reiche. Eine Zuflucht ist die lebensfeindliche Wildnis nur bedingt, denn neben den immer wieder vorstoßenden imperialen und revolutionären Truppen machen auch Vagranten die Gegend unsicher, die sich für Geld alles erlauben.

Eine von ihnen ist Sal Kakaphonie, eine harte und gnadenlose Kopfgeldjägerin, die durch ihre Waffe legendär geworden ist. In der Gefangenschaft einer Militärgouverneurin erzählt sie nun von ihrem neusten Job, der gleichzeitig ein Rachefeldzug ist. Sieben andere Vagranten stehen auf ihrer Liste – Magier, die selbst für sie eine böse Herausforderung sind.

 

Vielleicht hat Sam Sykes zu viele Italowestern gesehen, denn die Geschichte, die er hier präsentiert kommt genau so schmutzig und böse daher. Die Heldin ist eine kaltschnäuzige und scheinbar gefühlsarme Einzelgängerin, die pragmatisch denkt und handelt. Sie kann genau so grausam sein wie ihre Gegenspieler, zeigt im Gegensatz zu diesen aber auch Moral.

Die Geschichte selbst ist klassisch aufgebaut. Die Heldin ist in Gefangenschaft geraten und erwartet ihre Hinrichtung, vorher erzählt sie aber noch von all dem, was sie überhaupt erst in diese Lage gebracht hat und bringt die Militärgouverneurin dabei zum Nachdenken. Aber man kann davon ausgehen, dass die natürlich noch ein Ass im Ärmel hat.

Dadurch wirkt die Handlung auf den ersten Blick episodenhaft, die einzelnen Geschehnisse fügen sich aber nach und nach zu einem immer genaueren Bild zusammen.

Das Buch mag nichts für zart besaitete Leser sein, denn die Figuren sind nur bedingt sympathisch und haben alle ihre Schattenseiten. Ein paar Kleinigkeiten trennen Helden von Schurken, aber das ist auch schon alles.

Wer handfeste Fantasy mit einem Ambiente mag, die sich irgendwo zwischen Endzeit-Szenario und Sword & Sorcery bewegt, der wird seinen Spaß haben, vor allem wenn er knallharte Helden mag, die schmutzig sind und fluchen, kein Blatt vor den Mund nehmen und gutes Benehmen für unnötig halten. Auch das Magiesystem ist anders als man es erwartet und sorgt so für immer wieder neue Überraschungen. Der Hintergrund ist nicht so oberflächlich wie in anderen Geschichten, vermutlich wird in den kommenden Bänden der Reihe noch mehr verraten werden, denn erste Hinweise deuten darauf hin. Angenehm ist auch, dass das Abenteuer selbst in sich geschlossen ist.

 

Fazit:

Alles in allem weiß »Sieben schwarze Klingen« zu gefallen, ragt die Geschichte doch nicht nur durch das ungewohnte Szenario aus der Masse vergleichbarer Werke heraus, sondern auch durch die Sorgfalt mit der der Autor und die Figuren den Hintergrund gestaltet hat. Der in sich geschlossene Roman legt den Grundstein für weitere spannende Abenteuer um eine Heldin, die genau so hart und pragmatisch ist, wie es ihre Welt erfordert, und noch lange nicht alle Geheimnisse ergründet hat.

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Eure Meinung:

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Buch:

Sieben schwarze Klingen

Reihe: Die Chroniken von Scar Band 1

Original: Seven Blades In Black. The Grave of Empires 1, 2019

Autor: Sam Sykes

Taschenbuch, 688 Seiten

Piper, 31. August 2020

Übersetzung: Wolfgang Thon

Cover: Sarah Borchart

 

ISBN-10: 3492705715

ISBN-13: 978-3492705714

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B087FV29MK

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 07.09.2020, zuletzt aktualisiert: 07.09.2020 17:36