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Sinestro Corps War (Teil 1)

Reihe: Green Lantern Sonderband 7

Rezension von Martina Klein

 

Die "Green Lanterns", die bereits 1940 das erste Mal in einem Comic aufgetaucht sind, sind eine Gruppe von Superhelden, die als "Weltraum-Polizei" fungieren. Ihre Kräfte beziehen sie nicht etwa aus sich selbst heraus, sondern aus hochentwickelten leuchtenden, grünen Kraftringen - daher auch der Name. Gegeben wurde ihnen diese Macht von den sogenannten "Wächtern", einer uralten Rasse, auf deren Planeten sich auch die Zentral-Batterie befindet, aus der die Ringe ihre Energie erhalten.

 

Dem gegenüber hat sich jetzt um den erzbösen Sinestro, seines Zeichens früher selbst mal ein Lantern, dessen Corps formiert, mit dem er die Green Lanterns besiegen und die Herrschaft über das gesamte Universum erlangen will. Er und seine Leute verfügen über gelbe Kraftringe, da die grünen Ringe aufgrund einer "notwendigen gelben Unreinheit" keinen Einfluss auf diese Farbe nehmen können.

 

Die Ringe, um die sich hier alles dreht und ohne die man ganz offensichtlich ein Nichts ist, verleihen einem unter anderem die Macht, jedweden Gegenstand, den der Träger sich vorstellt, real werden zu lassen.

 

Die Macht der Bösen ist die Furcht, die die gelben Ringe in ihren Gegnern erzeugen können. Die guten Green Lanterns könne dem nur ihre Willenskraft entgegensetzen. Schon die uralten Wächter haben sich aus Furcht von allen Emotionen abgewandt. Das Credo von Sinestro lautet daher: "Erzeugt man Furcht, schafft man Ordnung - unsere Ordnung."

 

Insgesamt sind die Abenteuer rund um die Green Lanterns, deren Anzahl sich auf 7200 beläuft, wirklich eine epische Geschichte, in der es schon viele "Aufs und Abs" gegeben hat und bei der schon so mancher der Helden die Fronten gewechselt hat, eben ein typischer Superhelden-Comic.

 

In dieser Geschichte geht es nun also im Großen und Ganzen um den Kampf zwischen den guten Green Lanterns, allen voran dessen Überflieger und Repräsentant Hal Jordan, und dem bösen Sinestro Corps.

 

Dazu die Verlagsankündigung und der Text hinten auf dem Buch:

„Der Krieg gegen das Sinestro Corps beginnt! Seit Monaten beobachten wir, wie Sinestro, der Erzfeind aller Green Lanterns, sein eigenes Corps zusammenstellt! Und er hat nicht nur den Abschaum des Universums um sich geschart, sondern auch einige bekannte Gesichter, die dem Corps das Blut in den Adern gefrieren lassen!

 

Und wenn der Angriff seiner Truppen beginnt, wird auf Oa das Blut der Lanterns fließen! Warum aber machen Sinestro und seine Schergen speziell Kyle Rayner zum Ziel ihrer Attacken? Und wer sind die unfassbaren, Furcht einflößenden Verbündeten des rotäugigen Renegaten von Korugar?“

 

Der Lantern Kyle Rayner, der aufgrund besonderer Umstände keinen Ring braucht, da er die Energiequelle in sich trägt, und den die anderen daher den "Fackelträger" nennen, hat einen gelben Ring ergattern können. Daher wird er natürlich zur besonderen Gefahr für Sinestros Leute, die ihn kurzerhand ins Antimaterie-Universum auf den Planeten Qward entführen.

 

Sinestro "entreißt" Kyle Rayner das "Ion"-Wesen, für das Rayner der Wirt war und dem er seine oben erwähnte Überlegenheit zu verdanken hatte, und pflanzt ihm stattdessen den bösen "Parallax" ein. Nun gehört Kyle Rayner also auch zu den Bösen!

 

Sinestros Corps scheint zunächst weit überlegen - die Green Lanterns sterben wie die Fliegen! Und auch die Wächter sind sich uneins darüber, wie mit der jetzigen Situation zu verfahren ist - so viele Green Lanterns hat es im Kampf gegen Sinestros Corps schon erwischt! Sinestros Angriff kommt also einem "Vorrücken der Furcht" gleich.

 

Und dann sabotiert das Sinestro Corps auch noch die Ring-Auflade-Energie-Batterie der Green Lanterns, was bedeutet, dass sie nun, da sie ihre Ringe nicht mehr aufladen können, ihre ganze Kraft verlieren. Ihr Kampf gegen das Gelbe scheint immer aussichtloser...

 

Zudem offenbart ihnen Sinestro, dass die wahre Schwäche der Lantern-Ringe in ihrer mangelnden Fähigkeit zu töten besteht - was für Sinestros gelbe Ringe natürlich kein Problem darstellt und sie daher überlegen sein lässt.

 

Und da die Green Lanterns früher, bevor sie die Ringe bekamen, normale Zeitgenossen mit normalen Problemen waren, werden sie nun immer wieder von den "bösen Geistern" ihrer Vergangenheit, nämlich ihren Schuldgefühlen, eingeholt, was sie noch anfälliger für die Saat des Bösen - die Furcht! - macht.

 

Wird es ihnen am Ende doch noch gelingen, sich gegen das Sinestro Corps durchzusetzen...?

 

Soviel zum Inhalt. - Eigentlich wird in dem gesamten Comic nur gekämpft, wobei jedoch diese Kämpfe wirklich schön - und man muss schon fast sagen ästhetisch! - in Szene gesetzt sind.

 

Sowieso ist die Grafik eigentlich das Beste an diesem Comic. Die Zeichnungen sind sehr bildgewaltig und die Farben wirklich strahlend - wobei natürlich die Farben grün und gelb überwiegen!

 

Die Geschichte hingegen verlangt eine Menge Vorkenntnisse, ohne die man erhebliche Verständnisprobleme hat. So gesehen ist der Comic wohl eher was für Kenner der Materie.

 

Wenn man allerdings auf actionreiche Comics mit tollen Superhelden und wirklich bösen Superschurken ("Sinestro" kommt wohl vom lateinischen Wort "sinister", was soviel wie "links, übel, böse" heißt und diese linke Type ja auch sehr treffend beschreibt!) steht, ist man hier genau richtig und ein tieferes Eindringen in die "Green-Lantern-Materie" wirklich lohnend.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Sinestro Corps War (Teil 1)

Reihe: Green Lantern Sonderband 7

Original-Stories:

Green Lantern: Sinestro Corps Special, Green Lantern 21, Green Lantern Corps 14

Autoren: Geoff Johns, Dave Gibbons,

Zeichner: Ethan Van Sciver, Ivan Reis

Übersetzer: Christian Heiß

Panini Comics, 08.02.2008

Heft, SC,100 Seiten

Erhältlich bei Panini Comics


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Erstellt: 02.03.2008, zuletzt aktualisiert: 19.08.2018 14:23