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Sliders: Das Tor in eine fremde Dimension - Season 5

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

Mit seinen fünf Staffeln erreichte „Sliders“ eine akzeptable Länge, die es vielen Sendern erlaubt sie auch heute immer noch laufen zu lassen, aber auch all die Höhen und Tiefen aufweist, die jede Serie durchmacht.

Sie ist eine der Science Fiction Serien, die eine treue Fan-Gemeinde besitzen aber nie wirklich populär wurde, um einen bei der Allgemeinheit anerkannten Kultstatus zu erreichen wie etwa „Babylon 5“ oder „Star Trek“.

Wie die anderen zuvor präsentiert Koch Media auch die fünfte Staffel in einem Digipack, dass von einer silbernen Pappschiene zusammengehalten wird.

 

Noch immer reisen die „Sliders“ durch die parallelen Dimensionen, um nach Hause zu finden. Allerdings müssen Rembrand „Crying Man“ Brown „Cleavent Derricks) und Maggie Beckett (Kari Wuhrer) diesmal mit einem schweren Verlust fertig werden, denn sie kommen ohne ihre Gefährten Quinn Mallory und seinen Bruder Colin aus dem Wurmloch. Statt dessen stehen sie einem Fremden (Robert Floyd) gegenüber, der behauptet, ebenfalls Quinn Mallory zu sein.

Erst nach und nach finden sie heraus, dass zur gleichen Zeit wie ihr Sprung auch auf einer der anderen Welten ein Experiment statt gefunden hat, in dem der Wissenschaftler Dr. Oberon Geiger versucht hat, mehrere Dimensionen miteinander zu verschmelzen. Das ist auch jetzt immer noch sein Ziel und er versucht die Sliders mit in sein Experiment einzubinden, die immer noch unter Schick stehen.

Schließlich stellen sich der fremde Mallory, der offensichtlich mit dem echten Quinn Mallory verschmolzen ist und Geigers Assistentin Dr. Diana Davis (Tembi Locke) auf Rembrandts und Maggies Seite. Sie helfen den verrückten Wissenschaftler aufzuhalten und in den interdimensionalen Zwischenraum zu verbannen, nur besiegen können sie ihn erst einmal nicht.

Als neue Teamgefährten reisen sie von nun an mit den alten Sliders weiter. Den Versuch, die Mallorys voneinander zu trennen müssen sie schon bald aufgeben, denn es scheint keine Chance zu geben, das zu bewerkstelligen.

In den kommenden Welten müssen sie sich nicht nur wieder mit den Kromaggs herumschlagen, sondern begegnen auch den Erben der Wikinger, einem geheimnisvollen Mönchsorden, der einiges zu verbergen hat, landen auf einer Welt des totalen Konsums und auf einer anderen auf der Maggie eine Heldin ist. Schließlich begegnen sie auch noch einmal Wade Wells, einer der ersten Sliders, die von den Kromaggs in unmenschlichen Umständen gefangen gehalten wird. Doch können sie diese wirklich retten.

Schließlich stoßen sie noch einmal auf Dr. Geiger, der in einer immer kleiner werdenden Welt versucht, sich selbst wieder einen Platz in einer der richtigen Dimensionen zu verschaffen und reisen in eine Welt, in der ein Seher eine grausame Nachricht für sie hat: Der nächste Slide dürfte ihr letzter sein, wenn sie nicht auf ihn hören, denn wenn sie das Wurmloch durchschreiten erwartet sie auf der anderen Seite nur der Tod. Bedeutet das nun, das sie für immer hier gefangen sind, ohne Aussicht auf die Rückkehr in ihre eigenen Welten? Vor allem Rembrandt Brown, der immer noch seine Erde vor den Kromaggs retten will, kann sich nicht damit abfinden und ringt sich zu einer folgenschweren Entscheidung durch.

 

Auch in der fünften Staffel gibt es einen roten Faden, der die Folgen locker miteinander verbindet. Aber er ist weitaus schwächer als der in der vierten, da gleich zwei Neubesetzungen im Team vorgenommen wurden und gerade die Geschichte um die Mallory-Brüder und ein unbefriedigendes Ende gefunden hat. Es fällt nicht leicht, sich wieder an zwei ganz neue Gesichter gewöhnen zu müssen, zumal gerade der „neue“ Quinn Mallory gar nicht mehr überzeugend wirkt, was zum teil am unerfahrenen Schauspieler, dann aber auch an der Rolle liegt.

Der veränderten Figur fehlt die leicht arrogante Note, die Jerry O’Connell in seine Darstellung des Genies eingebracht hat, und auch wenn man darauf verzichtet hat, die neue Figur ähnlich intelligent zu machen, so bleibt er doch blass und stört eher die Harmonie im Team, da er nicht wirklich eine Funktion hat und eher durch seine dummen Sprüche als irgendwelche Taten auffällt.

Der Fokus ruht nun eindeutig auf Rembrandt Brown, der in allen fünf Staffel mitgespielt hat und damit der einzige originale Slider ist. Er hat sich von dem Spaßvogel zu einen ernsten und verantwortungsbewussten Helden gewandelt. Maggie Beckett dagegen ist eher etwas schwächer geworden. Zwar kehrt sie in einigen Folgen immer noch die Soldatin heraus und kann auch schon einmal entschlossen handeln, so fällt sie doch nicht mehr ganz aus dem Rahmen und gibt sich weiblicher. Der zweite Neuzugang, Dr. Diana Davis übernimmt nun den Part des mit der Slider-Technologie vertrauten Genies.

Auch Inhaltlich hat die Serie an Biss verloren Alles in allem hat man bei vielen Folgen das Gefühl einiges schon einmal in leicht veränderter Form gesehen zu haben – seien es nun die von Krieg oder Konsum dominierten Welten, einige der Figuren oder Settings. Viele der Geschichten sind sehr einfach gestrickt und selten vor allem auf Action-Abenteuer, die sich klischeehaft gängiger Motive aus Horror und Science Fiction bedienen. Nach Gesellschaftskritik und anderen tiefgründigeren Reflektionen von Missständen unserer Zeit sollte man gar nicht erst suchen, diese sind nicht mehr vorhanden. Der Hintergrund neuer Welten wird noch oberflächlicher als in der vierten Staffel gestreift, es stehen letztendlich mehr Verfolgungsjagden und Kämpfe als interessante soziale Strukturen auf dem Programm und auch die Interaktion im Team ist nicht mehr das, was es einmal war und besteht nur noch aus Plattitüden.

Die Präsentation der DVDs ist ansprechen, auch die Bild und Tonspur können sich sehen lassen. Bei den Extras findet man nur ein Making-of zur vierten Staffel, das eher irritierend als informativ wirkt.

 

 

Fazit:

Letztendlich wundert es nicht, dass die Serie nach der fünften Staffel eingestellt wurde, denn weder das neu zusammengestellte Team noch die Geschichten sind wirklich überzeugend. Zwar besitzen einige wenige Episoden noch einen gewissen Unterhaltungswert, lassen aber wirkliche Ideen und ungewöhnliche Lösungen vermissen und die meisten Folgen sind schlichtweg langweilig.

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DVD:

Sliders: Das Tor in eine fremde Dimension - Season 5

USA 1995/99

Regie: Richard Compton

Idee und Drebücher: Robert K. Weiss und Tracey Tormé

Format: Dolby, HiFi Sound, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Region: Region 2

Bildseitenformat: 4:3

Umfang 5 DVDs

Synchro: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0) Untertitel: Deutsch

Spieldauer: 774 min

18 Episoden je.ca. 43 min

FSK: 12

Koch Media, 13. März 2009

 

ASIN: B001PBUNFA

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Darsteller:

Cleaveant Derricks

Kari Wuhrer

Tembi Locke

Robert Floyd


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Erstellt: 29.06.2009, zuletzt aktualisiert: 22.11.2019 07:56