Sophies Freunde - Mode Designer (NintendoDS)
 
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Sophies Freunde - Mode Designer (NintendoDS)

Rezension von Björn Backes

 

Inhalt:

Laufstege, Glamour und Fashion – in „Sophies Freunde – Mode-Designer“ dürfen sich junge Mädels mal so richtig austoben, nach Herzenslust Make-up und Accessoires verwenden und ihren Models einmal den richtigen Schnitt und allgemein das richtige Aussehen verpassen. Was hierzulande vor allem durch Heidi Klums Wettbewerbsshow immer mehr salonfähig und respektiert wurde, hat nun auch die Videospielwelt erreicht, in diesem Fall den kleinen Handheld mit dem Dualscreen, der nur die Voraussetzungen für die Schöpfung kompletter Kollektionen und ausgefallener Trends bietet. In diesem Spiel agiert die ausschließlich weibliche Zielgruppe an der Seite der neuen New Yorker Modefirma Princess Factory, entwirft neue Kleidung und spielt sich nach und nach in die Topliga der angesagtesten Designeretablissements, stets mit dem Ziel vor Augen, eines Tages Manhattans populärster Branchenexot zu sein.

 

 

Spielaufbau:

Die Welt der Trends ist zweifellos ein hart umkämpfter Markt, in dem Kreativität, Flexibilität und ein Gespür für Unkonventionelles, dennoch Ansprechendes gefragt ist. Dies ist in der Designerschule von Sophies Freunden keineswegs anders. Ständig flattern neue Aufträge auf den Tisch, die verschiedene Anforderungen an die Spieler(innen) stellen. Jahreszeitlich bedingte Kollektionen müssen entworfen, Fotoshootings betrieben und auch Make-Up und Zierwerk für die Models hergerichtet werden. Die Vorgaben sind dabei jederzeit klar definiert und geben den Designern Orientierungshilfen, innerhalb derer er jedoch recht freizügig werkeln kann. Selbst die Wahl der Models liegt in der eigenen Hand und entscheidet grundsätzlich über den weiteren Verlauf des schöpferischen Prozesses. Das Ganze wird schließlich bei mehreren Shootings fotografisch festgehalten und ist quasi die Generalprobe vor der ersten öffentlichen Zerreißprobe. Sobald man nämlich erste Resultate infolge der Entwürfe erzielt hat, gilt es, die Kollektionen dem Publikum vorzustellen. Den Arbeiten in Atelier und Schmuckschmiede folgt ergo die Präsentation auf dem Laufsteg, die dem Bediener überraschenderweise ein wenig Geschick am Touchscreen abverlangt. Man bestimmt Posen, lenkt die Models über den Catwalk und erntet entsprechend Szenenapplaus und Beachtung durch die beistehende Presse. So arbeitet man sich schließlich durch die unterschiedlichsten Aufträge, wächst mit der Erfahrung und buhlt insgeheim um die Führungsposition in der Modebranche, die man zum Ende des Spiels auch endgültig erreicht hat.

 

 

Grafik/Handling:

Die technische Seite des Spiels ist recht durchwachsen. Besonders die Optik, im Prinzip das wesentliche Element des Spiels, ist eher ein Schwachpunkt und lässt bei der Darstellung der Kleidungsstücke ein wenig die Detailschärfe vermissen. Das Gerät stößt mehrfach an seine Grenzen, wenngleich eine differenzierte Betrachtung der einzelnen Objekte immer noch problemlos möglich ist. Insgeheim sind die inhaltlichen Anforderungen mitunter aber größer als das schlussendliche Ergebnis.

In Sachen Bedienung erweist sich das Spiel indes als ausgesprochen benutzerfreundlich. Das Handling des Touchscreens versteht sich schon in den ersten Zügen wie von selbst und avanciert lediglich in den Szenen auf dem Catwalk zur etwas anspruchsvolleren Herausforderung. Och auch hier gilt eigentlich: Wer einigermaßen fit mit dem DS-Werkzeug umgehen kann, wird mit Leichtigkeit durch das Spiel navigieren.

 

 

Spielspaß:

Bei einem solchen Titel muss man den Spaßfaktor natürlich in erster Linie aus der Perspektive der Zielgruppe betrachten. Und in der Tat, persönliche Erfahrungen zeigen, dass das pubertierende weibliche Publikum durchaus seine Freude an der farbenfrohen, kreativen Welt des Modedesigns findet. Besonders ansprechend sind in diesem Sinne vor allem die allgemeine Freizügigkeit und die Vielfalt der bereitstehenden Konfektionen. Und dennoch ist das Spiel auf Dauer ein wenig monoton. Die Anforderungen wechseln prinzipiell kaum, der Schwierigkeitsgrad schwankt zwischen leicht und sehr leicht, und da die Vorgaben insgesamt doch nur sehr vage erfüllt werden müssen, steuert man ein wenig ziellos durch das Spiel. Natürlich ändern sich die Aufgaben ständig, weil aber die diesbezüglichen Schemata kaum divergieren, geht der Reiz des Spiels mächtig schnell verloren. Sobald man jedenfalls einmal durch den gesamten Prozess durch ist – und dies ist relativ zügig der Fall – verspürt man nicht mehr den Reiz, sich noch ausgiebiger mit dem Spiel zu beschäftigen. Und das ist sicherlich ein Kritikpunkt, der mitunter ausschlaggebend für die Frage pro oder kontra Investition ist.

 

 

Fazit:

Man muss den Modesdesigner-Titel schlussendlich sicherlich unter zwei gänzlich verschiedenen Aspekten beurteilen. Das Spiel fördert nämlich in gewisser Weise definitiv die Kreativität seiner Bediener(innen) und trifft das Thema ziemlich genau. Dem entgegen steht die vermisste Langlebigkeit des Spielmodus’; die Spieltiefe ist aufgrund der fehlenden Abstufungen des Schwierigkeitsgrads ziemlich gering, eine Vielschichtigkeit bezogen auf den Spielinhalt leider nicht gegeben. Dies hat leider zur Folge, dass die gute Idee mit zunehmender Spieldauer immer uninteressanter wird und das Potenzial des Spiels insgesamt doch stark limitiert ist. Trotzdem: Junge Mädchen, deren Alter so gerade den zweistelligen Bereich erreicht hat, werden eine Weile ihren Spaß mit dem neuen Titel der „Sophies Freunde“-Reihe haben, wenn auch nur für begrenzte Zeit. Ausbaufähig ist das Spiel, wirklich schlecht aber sicher nicht!

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240713011246b8cfbde0
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Sophies Freunde - Mode Designer (NintendoDS)

von Ubisoft

Plattform: NintendoDS

USK-Einstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gem. 14 JuSchG

ASIN: B000VCVRBI

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 11.01.2008, zuletzt aktualisiert: 21.10.2022 08:12, 5594