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Spider-Man 5000 – Vol. 3

Rezension von Thomas Pichler

 

Rezension:

Mit der dritten DVD geht die Sammlung dieser Spider-Man-Serie aus dem Jahre 1981 in die zweite Halbzeit. In den Folgen 14 bis 19 geht es weiter mit den Abenteuern, in denen sich besonders Doctor Doom als wiederkehrender Erzschurke hervortut. Auch Peter Parkers geschätzter Herausgeber-Feind J Jonah Jameson ist wieder mit von der Partie – und in zwei der Episoden auch direkt verantwortlich für Crossover mit anderen bekannten Marvel-Helden.

 

Freiheitskämpfe

Gleich die erste Folge der DVD bringt eines der besagten Crossover. Denn Jameson hat den schurkischen Jäger Kraven damit beauftragt, eine einmalige Raubkatze aus dem Verborgenen Land einzufangen. Doch der Jäger wird zum Gejagten, als ihm der Dschungelkönig Ka-Zar nach New York folgt und auch Spider-Man seine Fährte aufnimmt. Sie wollen den Säbelzahntiger Zabu befreien.

 

Als nächstes folgen zwei Episoden mit ansonsten unbekannten Gegnern. In „Spider-Man mal ganz klein“ stiehlt der Gadgeteer einen Schrumpfstrahler und erwischt damit die Spinne. Die hat somit ein kleines Problem. Vor allem physisch größer ist die Herausforderung in Folge 16, denn da braucht ein gewisser Professor Gizmo Spider-Man als Tiefseetaucher zum bergen eines gesunkenen Schatzschiffs.

 

Dem folgt die nächste Wiederkehr des Oberschurken der Serie. Doctor Doom ist auf Einladung eines gewissen Zeitungsverlegers in New York – und versucht prompt, dieses durch ein Erdbeben zu vernichten. Zwei Folgen später ist Doctor Doom wieder an der Reihe. Diesmal verschlägt es Spider-Man bis in dessen Heimat Latveria. Dort versucht der Held, die Bevölkerung von der Tyrannei des bösen Genies zu befreien.

 

Zwischen den beiden Doom-Folgen sucht Jameson, einen echten Helden zu würdigen –Captain America. Als es dessen Erzfeind Red Skull gelingt ihn zu fangen, ist Spider-Man daran nicht ganz unschuldig. Er muss deshalb mit dem Hass der New Yorker kämpfen, während er einen Weg sucht, seinen Fehler auszumerzen.

 

Gute Mischung

Die Mischung auf dieser DVD ist ziemlich geglückt. Zugegeben, ich brauche nicht unbedingt Schurken, die mal fürs Fernsehen erfunden werden und dann nie wieder auftauchen. Aber wenn es denn sein muss, dann bitte so wie bei Gadgeteer und Gizmo. Vor allem bei ersterem kommt in der einen Folge mehr Motivation und Charakter rüber als bei wiederkehrenden Oberschurken in schlechteren Superhelden-Serien.

 

Jameson wird als etwas zu schurkenfreundlich gezeichnet, sowohl in der Kraven-Folge als auch besonders deutlich im Doom-Strang. Der latverische Tyrann entwickelt sich im Rahmen der Serie immer weiter und bekommt auf dieser DVD auch eine Hintergrundgeschichte verpasst – die auch tatsächlich sehr dem Comic-Vorbild ähnelt. Der ganze Erzählstrang macht Lust auf mehr, in der Hoffnung, dass Doctor Doom vielleicht doch noch bekommt, was er verdient.

 

Zugegeben, Ka-Zar ist nicht einmal in den USA ein wirklicher Superstar unter den Marvel-Helden. Trotzdem ist es schön, wenn mal ein Charakter aus der zweiten Garde seinen Moment im Rampenlicht bekommt. Die Folge mit Captain America ist wertvoll, weil sie Jameson und Spider-Man in ein etwas anderes Licht rückt. Ersteres Ekel hat eben doch auch irgendwo gute Seiten und letzterer Held ist eben nicht ernsthaft darum bemüht, mit dem Verleger auch mal Frieden zu schließen.

 

Halbe Sprachsachen

Die technische Qualität der DVDs hat sich auf dem Niveau der zweiten DVD stabilisiert, doch dafür gibt es jetzt einen Hauch von Babylon. Im Gegensatz zur ersten Serienhälfte gibt es diesmal auch eine deutsche Tonspur. Jedenfalls großteils – denn die Captain-America-Folge bietet einfach Untertitel statt. Synchronisation. Warum bei der deutschen Fassung auf dieser DVD und über die Serie insgesamt halbe Sachen gemacht wurden, weiß ich nicht. Gab es sonst kein Archivmaterial? Hat Clear Vision es einfach übersehen? War es zu schlecht erhalten? Eigentlich einerlei, fest steht: Wer kein oder kaum Englisch kann, ist eindeutig besser bedient als bisher.

 

Fazit:

Die Folgen auf der dritten DVD zu Spider-Man 5000 setzen die Serie erneut gut fort. Interessante Gaststars machen dieses Serienviertel für sich recht interessant, wenngleich dank dem Handlungsstrang um Doctor Doom der Kauf als Fortsetzung einer Sammlung noch lohnender ist. Besonders für Spider-Man-Fans und auch allgemein Liebhaber des Superhelden-Genres jedenfalls eine Überlegung wert.

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DVD:

Spider-Man 5000 – Vol. 3

USA 1983

Regisseur: Don Jurwich

Komponist: Johnny Douglas

Format: PAL

Region: Region 2

Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1

Umfang: 1 DVD

FSK: 6

Clear Vision, 6. August 2010

Spieldauer: 132 Minuten

Sprache: Englisch; Deutsch (teilweise)

Untertitel: Niederländisch, Finnisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch; Deutsch (teilweise)

 

ASIN: B003TWA5XS

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 22.08.2010, zuletzt aktualisiert: 22.11.2019 07:56