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Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen

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Was bringt eine Königin in den besten Jahren so richtig auf die Palme? Die ersten Fältchen? Die Ebbe in der Staatskasse? Ja, das auch. Vor allem aber, dass ihre gerade 18 gewordene Stieftochter Schneewittchen schöner sein soll als sie! Da kann sie sich noch so sehr in die leeren Taschen lügen: Der Zauberspiegel hat recht. Und als dann noch der schöne Prinz Andrew Alcott von Valencia ein Auge auf das nichtsahnende Mädchen wirft, steht fest: Schneewittchen muss weg! Kurzerhand verbannt die böse Königin ihre Stieftochter in den Wald. Doch die lässt sich nicht so leicht unterkriegen.

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Eure Meinung:

Armin, 01.09.2016, 15:03:
Ist das nötig? Muss die x-te Verfilmung des Schneewittchen-Märchens wirklich sein? Und dann auch noch als romantische Fantasy-Komödie? Die Antwort lautet wenig verblüffend Nein, auch weil Regisseur Tarsem Singh (zuletzt für das experimentelle Spektakel »Krieg der Götter« verantwortlich) es leider nicht schafft, seinem Film einen originellen Anstrich zu verpassen. Er versucht das zwar an einigen Stellen, allerdings wirkt das dann eher halbherzig und so scheitert Singh auch insgesamt. Daran ändert auch die Starbesetzung mit Julia Roberts in der Rolle der bösen Königin nichts. »Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen« ist eine weitgehend langweilige Angelegenheit geworden.

Seit ihr Vater (Sean Bean) spurlos verschwunden ist, muss Prinzessin Schneewittchen (Lily Collins) mit den Launen ihrer Stiefmutter, der gemeinen Königin Clementianna (Julia Roberts), leben. Die hat mit ihrer Prunksucht das Reich völlig heruntergewirtschaftet und will sich durch eine neuerliche Heirat das nötige Kleingeld verschaffen. Prinz Alcott (Armie Hammer), der aus wohlhabendem Hause stammt, kommt ihr da gerade recht. Der Prinz verguckt sich jedoch dummerweise in Schneewittchen. Die Königin will sie töten lassen, ihr Handlanger Brighton (Nathan Lane) bringt das jedoch nicht übers Herz und setzt sie im finsteren Wald aus. Die Unholde, die dort hausen sollen, entpuppen sich als die etwas knurrigen, aber gutherzigen sieben Zwerge. Gemeinsam mit ihnen schmiedet Schneewittchen einen Plan, um die Königin zu stürzen.

Vieles, was vielleicht ironisch gemeint sein könnte, kommt leider nur albern beim Zuschauer an. Eine der sehr seltenen Ausnahmen ist die ausführliche Vorbereitung der Königin auf die großen Feierlichkeiten: Hier wird mit einer Beauty-Behandlung der höchst ungewöhnlichen Art, in der endlich einmal originelle Ideen zu sehen sind, der Schönheitswahn auf die Schippe genommen. Das ist tatsächlich lustig, insgesamt aber eben doch zu wenig: Wenn sich die Zwerge für ihre Räuberaktivitäten in vermeintliche Riesen verwandeln, sieht das einfach nur lächerlich aus, die permanente Dämlichkeit des Prinzen nervt irgendwann nur noch und auch die prunkvollen Kostüme können nichts retten – »Spieglein Spieglein« ist ein kompletter Reinfall.

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Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen

Jahr: 2012

Regie: Tarsem Singh

Fantasy

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 01.09.2016, zuletzt aktualisiert: 11.01.2018 19:45