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Spielen wir Tierärztin (Nintendo DS)

Rezension von Julia Krause

 

Vor allem kleine Mädchen interessieren sich für Tiere, dabei ist es meistens gleichgültig, ob es sich um Pferde, Hunde, Katzen oder Meerschweinchen handelt. Wenn diese dann auch noch verletzt sind und Hilfe benötigen, lässt sich daraus ein Spiel konstruieren, an dem man sicherlich viel Freude hat. Das müssen sich auch die Macher dieses Spiels für den Handhelden gedacht haben und so liegt hier ein zauberhaftes Spiel für kleine Mädchen vor.

 

Inhalt

Man übernimmt eine Pflegestation für Tiere, die hilfsbedürftige Wesen aufnimmt, sich um das gesundheitliche Wohl sorgt und diese dann an freundliche Menschen weiter vermittelt. Zu Beginn hat man zwar ein Anfangskapital, aber keine Ställe oder Einrichtungsgegenstände. So müssen die erst einmal gekauft werden. Hilfsbedürftige Tiere gibt es immer und so wimmelt es in den Plätzen, die man zur Verfügung hat, bald vor vielen verschiedenen Arten. Hunde kann man ebenso bestaunen wie Katzen, Pferde, Meerschweinchen, Frettchen oder Hasen. Während man aber drei Katzen in dasselbe Gehege sperren kann, passen beispielsweise nur jeweils ein Hund oder ein Pferd in ein Gehege. Insgesamt kann man sechs Gehege kaufen. Zunächst muss überprüft werden, ob das neue Tier krank ist, beispielsweise kann es unter Asthma leiden, ein Augen- oder Ohrenleiden und sogar Flöhe haben. Für sehr viele unterschiedliche Krankheiten gibt es zahlreiche Behandlungsmethoden, die man allesamt beherrscht und mithilfe diverser Arzneimittel behandeln kann. Wenn das Tier behandelt wurde, kann man es im Freigehege aufpäppeln, mit Leckereien verwöhnen und streicheln, bis es sich wohlfühlt. Wenn man nun darauf achtgibt, dass das Tier auch die nächsten Tage über gut versorgt wird, ist sein Gesundheits- Hygiene und Wohlfühlpegel recht hoch. Diese Tiere lassen sich dann vermitteln. Immer wieder erhält man Anfragen von Menschen, die gerne ein Tier adoptieren würden. Entweder haben diese sehr genaue Vorstellungen, wie das Tier auszusehen hat, oder sie wünschen sich einfach ein bestimmtes Tier, ohne genaue Fellfarbwünsche und dergleichen. Auch vermisste Haustiere werden gemeldet, sodass man ein besorgtes Herrchen oder Frauchen wieder glücklich machen kann.

Am Ende der Woche steht dann eine Bewertung der Leistungen an. Dabei spielt mit ein, wie viele Tiere man behandelt hat, wieviele adoptiert wurden, wieviel man für die Tiere oder auch für die Station eingekauft hat und wie zufrieden die Kunden mit der Station waren.

 

Technik

Man spielt im Großen und Ganzen mit dem Touchpen. Wenn man ein Gehege berührt, zoomt man dort hinein und kann sich die einzelnen Tiere ansehen, die allesamt mit Rasse und Fellfarbe aufgelistet werden. Diese Auflistung macht Sinn, denn alle Tiere einer Rasse sehen auf den ersten Blick gleich aus. Selbst wenn ein Meerschweinchen eigentlich weiß ist, sieht man es in der Gesamtdarstellung nur als braun.

Die Tiere werden recht originalgetreu dargestellt, sie sind nett anzusehen und wurden detailliert programmiert. Zu jedem Tier gibt es die passenden Laute, wenn man es berührt. Man hat zudem eine menschliche Figur, die man durch die verschiedenen Räume bewegen kann, das macht Spaß, die Graphik ist dabei sehr hübsch, weist allerdings zwei schwerwiegende Fehler auf. Zum einen stürzt das Spiel ab, wenn man eine Box anklickt, in der sich kein Gehege befindet. Zum anderen kann es sein, dass zwei verschiedene Tiere aufeinander festsitzen. So sieht man nur zwei Kaninchen in einem Gehege, allerdings werden drei berechnet. Das wird vor allem dann problematisch, wenn jemand ein Kaninchen adoptieren möchte, das aber in der Graphik des anderen Kaninchens fest hängt. Meistens bleibt einem dann nichts anderes übrig, als das Spiel neu zu starten.

Die Hintergrundmusik ist angenehm und sanft, passt also gut zu solch einem Spiel und dieser Umgebung.

 

 

Spielspaß

Dadurch, dass es so viele unterschiedliche Krankheiten gibt, wird es nicht so schnell langweilig die Tiere zu behandeln, da man im Grunde gespannt darauf sein kann, was sich das Tier jetzt wieder eingefangen hat. Bei einer Schwellung muss die Stelle beispielsweise erst gekühlt, dann mit einer Salbe behandelt werden. Bei Flöhen werden diese mit einem bestimmten Mittel abgetötet und müssen dann mit einem Kamm aus dem Fell gebürstet werden. Ein Tag dauert nur einige Minuten an und man kann mithilfe eines Knopfes die Zeit schneller vergehen lassen, wenn beispielsweise alle Tiere gesund sind.

Leider gibt es auch einige negativen Punkte. Zum einen ist es der, dass man bei neuen Tieren nicht weiß, wie sie aussehen oder welcher Rasse sie angehören, sodass man überwiegend Tiere aufnimmt, die gefragt sind. Da man kein Tier einfach so weggeben kann, ist es möglich, dass man wochenlang auf einem Pferd oder einem Hund sitzen bleibt, da keiner dieses Tier adoptieren möchte, während 10 Anfragen für solch ein Tier, allerdings in einer anderen Farbe reinkommen. Leider sind die Stellplätze sehr begrenzt und man muss viele Tiere, die man gerne aufnehmen würde abweisen. Das macht einen traurig.

In diesem Spiel gibt es kein Ende, selbst nachdem man die Bestnote erhalten hat, hört die Arbeit nicht auf und man spielt im Grunde so lange weiter, bis man keine Lust mehr hat. Das ist ein wenig schade, denn es wäre schön gewesen ein Spielziel zu haben, das man offiziell erreichen kann. Wenn man davon absieht, stehen dem Spieler jedoch zahlreiche lustige Spielstunden bevor.

 

Fazit

Alles in allem liegt hier ein sehr hübsches und ansprechendes Spiel für Mädchen vor, das aber durchaus auch von tierbegeisterten Jungen gespielt werden kann. Wenn man von zwei ärgerlichen Programmierfehlern absieht, hat man eines der besten Spiele dieser Art vorliegen, das sehr zu empfehlen ist und regelrecht süchtig macht.

 

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Eure Meinung:


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Spielen wir Tierärztin

von Koch Media GmbH

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gem. 14. JuSchG

Erscheinungsdatum: 21. November 2008

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 20.01.2009, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47