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Spinner to Go (Domino)

Rezension von Tanja Thome

 

„Spinner to go“ ist ein seltsamer Titel für ein Spiel, der jedoch sogleich Interesse weckt. Und dahinter steckt? Genau: Domino!

 

Beschrieben ist „Spinner to go“ als Doppel-9er-Domino mit elf Spinner-Steinen nach dem gleichnamigen texanischen Original, wobei es sich bei den Spinnern um Joker handelt. Zu spielen ist das Ganze für ein bis acht Spieler ab sechs Jahren. Dieses Domino-Spiel ist Teil einer ganzen Reihe von Domino-Variationen, die Pegasus 2009 in der „to go“-Edition herausgebracht hat, wobei bei allen Spielen separat erwähnt wird, dass die Steine „Fun Size-Größe“ haben. Hierbei haben die einzelnen Steine eine Größe von 4cm x 2cm, haben groß und gut lesbar aufgedruckte Zahlen, sind aus robustem und leichtem Plastik, dabei jedoch stabil und nachweislich nur von stärkeren Windstößen umzupusten.

 

Die insgesamt 66 Steine werden mit der Rückseite nach oben auf den Tisch gelegt und vorsichtig durchgemischt. Danach werden die Steine gezogen (bei zwei Spielern jeweils vierzehn, bei mehr Spielern jeweils sieben), und wer den Doppel-9-Stein oder den Doppel-Spinner gezogen hat, beginnt die Partie. Trifft dies auf keinen Spieler zu, wird im Wechsel so lange nachgezogen, bis einer der beiden Steine auftaucht. Im zweiten und dritten Spielzug müssen nun entweder Steine mit 9 oder einem Spinner angelegt werden, danach kann man frei anlegen oder, wenn das nicht möglich ist, nachziehen. Wird im Spielverlauf ein weiterer Doppelstein ausgespielt, kann in den nächsten drei Spielzügen nur passend an diesen angelegt werden, so dass eine Art Dreizack entsteht.

 

So geht die Runde weiter, bis ein Spieler alle seine gezogenen Steine ausgespielt hat. Ist dies der Fall, werden die Punktwerte der übrigen Steine der Mitspieler addiert und aufgeschrieben. Ein Spinner zählt hierbei zehn Punkte, ein Doppel-Spinner entsprechend zwanzig.

 

In der nächsten Runde beginnt das Spiel mit einer Doppel-8 oder dem Doppel-Spinner, und so geht es immer weiter, bis abschließend die Runde mit der Doppel-0 oder dem Doppel-Spinner gespielt wird. Nach dem Ende dieser Runde werden sämtliche Punktewerte aller Runden addiert und der Spieler mit dem niedrigsten Gesamtwert hat das Spiel gewonnen.

 

Domino-Spiele kennt ja eigentlich jeder aus Kindertagen oder spätestens seit der Begeisterung für den „Domino Day“, der seit 1998 alljährlich im TV ausgestrahlt wird. Prägend dabei ist eigentlich eher das Auslösen von Kettenreaktionen als das Spielprinzip an sich. Wie schade das ist, zeigt Pegasus mit seinen neu herausgebrachten Domino-Variationen sehr anschaulich.

 

Spielt man eine komplette Partie der Spinner-Variante, so kann diese, natürlich abhängig von der Anzahl der Mitspieler, gut und gern eine Stunde lang dauern. Die Spielzeit kann man natürlich verkürzen, indem man nicht bis zur Doppel-0 spielt, sondern schon irgendwann früher zur Endabrechnung schreitet.

 

Neben einem möglichst etwas größeren Tisch benötigt man durchaus ein wenig strategisches Geschick beim Spinner-Domino, auch wenn durch die blind gezogenen Steine und das Anlegen der Mitspieler natürlich der Zufallsfaktor überwiegt. Doch man sollte darauf achten, hohe Werte möglichst zügig auszuspielen, die Joker lange genug, aber nicht zu lange zu behalten, und vor allem der Einsatz der Doppelsteine hat im Spielverlauf strategisches Gewicht. So kann er dafür sorgen, dass Mitspieler, die kurz davor sind, die Runde für sich zu entscheiden, mangels Anlagemöglichkeiten noch einmal nachziehen müssen. Umgekehrt kann man gerade bei wenigen Mitspielern oder gar dem Spiel zu zweit auch dafür sorgen, dass zumindest der nächste eigene Zug gesichert ist.

 

Das Schöne am Domino ist, dass die meisten Leute es kennen und auch bei den Variationen nicht allzu viel zu erklären ist. Jeder findet sich schnell in das Spiel ein und ein bisschen Nostalgie schwebt auch meist über einer Partie, zumindest bei älteren Spielern.

 

Die „To go“-Variante von Pegasus lässt sich sehr praktisch überall hin mitnehmen, denn das hübsch bedruckte Etui, in dem die robusten Plastiksteine untergebracht sind, ist stabil, weist verstärkte Ecken auf, bietet einen praktischen Reißverschluss und sogar ein Tragebändchen, mit dessen Hilfe man das Spiel lässig am Handgelenk durch die Gegend tragen kann. Gerade deswegen ist die „To go“-Version absolut top als Urlaubs- und Strandspiel geeignet, für Picknicks – oder ganz mondän für den Weg zu einem Domino-Turnier unter Freunden. Gerade bei letzterem punktet auch das beiliegende Centerpiece, in dessen Mitte der Startstein platziert und die nachfolgenden Steine höchst professionell angelegt werden können.

 

Kurzum: Ein prima Spiel mit Langzeit- und sogar gewissem Suchtfaktor, leicht zu erlernen und mit starkem Nostalgiebezug, dabei modern und lässig präsentiert – super!

 

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Spinner to go

Art: Dominospiel (Doppel-9er)

Reihe: Domino to go

Verlag: Pegasus

Erschienen Juli 2009

 

Erhältlich bei: Pegasusshop

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 28.11.2009, zuletzt aktualisiert: 02.02.2015 11:38