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Spray King, Band 2

Rezension von Christel Scheja

 

In den Augen vieler Menschen sind Graffitis heute immer noch in erster Linie ein Zeichen von Vandalismus. Nur sehr wenige betrachten es als moderne Ausdrucksform der Kunst und wissen die bunten Wandbilder zu schätzen – wenngleich auch nicht alle.

Für viele Jugendliche sind die heimlichen Sprayer aber Helden, weil sie sich nicht um Regeln und Konventionen scheren, sondern das tun, was sie wollen,. egal ob es Sinn macht oder nicht. Deshalb werden sie auch hin und wieder zu Helden von Comic-Serien. Ein solches Beispiel ist die Mangareihe „Spray King“.

 

Der namenlose Held mischt seit einiger Zeit den Stadtteil Kotobuki auf, da er es nicht nur schafft, beeindruckende Kunstwerke zu schaffen, sondern auch Gangs und Banditen genau so wie andere habgierige und brutale Zeitgenossen auszuschalten.

Natürlich bleibt sein Tun nicht unbeachtet. Während eine junge Reporterin mit denen spricht, die bereits mit dem „Spray King“ zu tun hatten und ihn so zu finden versucht, planen die Überlebenden der Gangs, sich an ihm zu rächen. Und nicht zuletzt hat der geheimnisvolle Sprayer auch einen verrückten Nachahmer der sich „Cloud 9“ nennt, in „Ace“ und seinen Gefolgsleuten einen gefährlichen Gegner.

Doch zunächst einmal setzt der „Spray King“ seine Arbeit fort und öffnet einem jungen Studenten der Tiermedizin die Augen, denn die Organisation, die sich angeblich um herumstreunende und verwahrloste Hunde kümmert, wird von habgierigen Zeitgenossen betrieben, die die ahnungslosen Menschen ausnutzen und in die eigene Tasche wirtschaften.

Dann wird es auch schon brenzlig, denn „Cloud 9“ und „Ace“ machen sich wieder unangenehm bemerkbar und bedrohen diejenigen, denen der „Spray King“ schon einmal geholfen hat, um ihn aus der Reserve zu locken.

 

Auch der zweite Band von „Spray King“ kann nicht verleugnen, dass er sich an männliche Leser richtet, denn die Handlung konzentriert sich in erster Linie auf die Action, die Figuren bedienen sich markiger Sprüche, um cool zu wirken und weder die Motive des Helden, noch seiner Gegenspieler werden sonderlich hinterfragt. Alle tun einfach das, was sie für richtig halten – die dahinter stehende Motivation spielt keine Rolle. Ähnlich blass bleiben natürlich auch die Figuren.

Andererseits sind die Geschichten auch diesmal sehr atmosphärisch und spannend, da die richtige Mischung aus Action und Erklärungen gefunden wird. Der Tenor bleibt natürlich gleich, aber immerhin wird nun durch die Feinde deutlich, dass man noch mehr erwarten kann als nur die üblichen Rettungen der Schwachen und Unschuldigen vor den bösen Buben.

 

Alles in allem sollte man aber auch im zweiten Band nicht mehr erwarten als ein wenig Action und Abenteuer, das durchaus interessante und kritische Themen anfasst, wenngleich auch nur sehr oberflächlich aufbereitet. Aber der Unterhaltungswert stimmt, da auch nicht zu dick aufgetragen wird und die Handlung ein verträgliches Tempo einhält.

Eure Meinung:


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Comic:

Spray King Band 2

Autor & Künstler: Shin Mikuni

Aus dem Japanischen von Oke Maas

Spray King, Vol. 2, Japan 2009

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 09/2010

ISBN-10: 3770472543

ISBN-13: 978-3770472543

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 06.10.2010, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40