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Sternenstaub von Hans Stephan Link (Hrsg.)

Fantastische Geschichten aus der Traumwelt junger Nachwuchs-Autoren

Rezension von Carmen Huber

 

„Sternenstaub“, erschienen im Noel-Verlag, beinhaltet eine Sammlung von fantastischen Kurzgeschichten junger Nachwuchs-Autoren. Insgesamt finden sich auf den 368 Seiten 30 Kurzgeschichten, darunter auch die drei Siegergeschichten des vom Verlag veranstalteten Buchprojektes:

 

· Tim Marcus Dethlefsen – Der Letzte seiner Art: Die Siegergeschichte des Wettbewerbs, in der Werwölfe aus einer ganz anderen Perspektive geschildert werden …

 

· Aileen P. Roberts – Das Licht der Sterne: Die zweitbeste Geschichte berichtet über zwei junge Leute, die ihr gewohntes Leben aufgeben und sich zu neuen Abenteuern aufmachen …

 

· Patricia Koelle – Mayenas Suche: Die drittbeste Geschichte erzählt von einer Insel, auf der alles Wasser verschwindet, und einem jungen Mann, der sich auf die Suche danach begibt …

 

· Joana Angelides – Blumen aus Glas: Ein Gewächshaus, in dem sich das Tor zu einer Welt von bizarrer Schönheit befindet, in der alles zu Glas wird, was sich dort zu lange aufhält …

 

· Martina Bethe-Hartwig – Der Atem des Drachen: Eine große Bedrohung liegt über dem Land, und nur der alte Drache Derga könnte noch Rettung bedeuten – doch der muss erst gefunden und geweckt werden …

 

· Jonathan Dilas – Kampf um Bendar: Ein Jäger, der durch die Begegnung mit einer wunderschönen Elbin unfreiwillig in den Kampf gegen die dunklen Schergen Modarks hineingezogen wird …

 

· Tarek Spreemann – Die Prophezeiung: Ein blühendes Königreich, das von einem Seher regiert wird, und über das eine dunkle Prophezeiung hereinbricht ..

 

· Erik Schreiber – Johannes, der Harfner: Ein Harfner, der mithilfe seiner wunderschönen Musik gegen eine verfluchten Veste den Kampf zieht …

 

· Maria Peters – Die Legende lebt: Ein junger Mann, der nichts davon ahnt, dass es ihm bestimmt ist, als Auserwählter die Welt vor dem Dunklen zu retten …

 

· Nadine Hamers – Die Tochter des Mondes: Eine belagerte Stadt, die dem Untergang geweiht ist, und deren einzige Rettung in der launischen und unberechenbaren Hohepriesterin des Mondes liegt …

 

· Manfred Lafrentz – Die Diebin und die tanzenden Geister: Eine junge Tangraspielerin, die sich auf der Suche nach der Vervollkommnung ihrer Kunst zur Felsenburg der Schneeelfen begibt – und zugleich deren Geheimnis lüften will …

 

· Bernhard Brunner – Der Untergang der Schwarzelfen: Die alles entscheidende Schlacht der Schwarzelfen gegen die Hochelfen, Grünelfen und Rotelfen …

 

· Kerstin Sturmat – Der Strom: Ein Einzelgänger, vor langer Zeit enttäuscht und verraten, der wieder lernen muss zu vertrauen …

 

· Selina Hauswirth – Erileas Lied: Eine junge Elfe, die alles verliert, was ihr wichtig ist – und erkennt, dass noch eine bedeutende Aufgabe auf sie wartet ..

 

· Annika Modis – Der Drachenkönig: Ein Meisterdieb, der in eine Falle gelockt wird und im Gefängnis landet …

 

· Paul Wimmer – Das Reich der Fai: Zwei Mädchen, die sich plötzlich im Land der Fai wiederfinden ..

 

· Vitali Fedotov – Die Insel der Sorgen: Eine Insel voller Zauber, die ihrem Untergang geweiht ist ..

 

· Alexandra Tausch – Trollfeuer: Ein führerloses Königreich, von Trollen und Orks bedroht, dessen Hoffnung in den Händen einer mutigen jungen Frau liegt …

 

· Dennis Ulrich – Der Karfunkel von Ledynia: Die Geschichte vom Untergang einer Stadt und einer großen Bedrohung, erzählt aus der ungewöhnlichen Sicht eines Gockels …

 

· Stefan Wernert – Untot: Ein Mensch, der plötzlich feststellen muss, dass er zu einem Untoten wurde …

 

· Franziska Brüggen – Einsamer Drache: Der letzte seiner Art, auf der Suche nach Frieden und Erlösung …

 

· Heiko H. Hölzel – Ishtarions Wacht: Die Geschichte eines jungen Abenteuers, der sich in eine Nymphe verliebt …

 

· Uwe Neugebauer – Die Glücks-Falle: Ein Ehepaar, dessen Auto liegen bleibt, und das daraufhin an das Haus einer seltsamen Frau gerät ..

 

· Martin Stölting – Das Buch der Reisen: Ein Junge, der von einem alten Mann ein ganz besonders Buch erhält …

 

· Blanka & David Bednorz – Das Sterben der Unsterblichen: Elfen, die zu ihrem Entsetzen feststellen müssen, dass sie ihre Unsterblichkeit verlieren …

 

· Thomas Pielke – Der Drachenjunge: Das Volk der Drachenreiter, das gezwungen wird, ihre Heimat aufzugeben und zu flüchten …

 

· Jörg Olbrich – Eivelan: Eine junge Frau, die von ihrer Großmutter ein seltsames Amulett erhält und sich plötzlich in einer Welt aus Eis wiederfindet …

 

· Peter Hohmann – Wach: Ein großer Krieger, der vom Tode erweckt wird …

 

· Marius Schlösser – Sonnenuntergang: Eine junge Magierin, die für Freiheit und Gleichberechtigung zwischen den Völkern und Ständen alles gibt …

 

. Roland Bathon – Die Dachkatze: Ein Streuner, der auf der Flucht vor einem Gewitter in einem fremden Haus landet …

 

 

Schade ist, dass die Geschichten wirklich extrem kurz sind. Keine umfasst mehr als zwanzig Seiten, die kürzesten sind sogar nur vier Seiten lang. Denn dadurch gelingt es den meisten Autoren nicht, ihren Charakteren wirklich Leben einzuhauchen. Sie wirken größtenteils platt und klischeehaft und agieren nach altbekannten Schemata, sodass man als Leser einfach nicht warm mit ihnen wird. Überhaupt erinnern viele der Geschichten an typische Fantasy-Lesekost und bieten die gewohnten Storys: Abgrundböse Feinde und vernichtendes Unheil, das das Land oder die Stadt bedroht; junge, mutige Helden, die die einzige Rettung bedeuten könnten; edelmütige und tapfere Elben … Nur wenige Geschichten weichen von diesem Muster ab – diese bieten dann dafür aber interessante und gut gelungene Abwechslung.

 

Mein persönlicher Favorit ist dabei „Das Karfunkel von Ledynia“ von Dennis Ullrich. Der Autor erzählt dabei die Geschichte vom Untergang einer Stadt, dem Diebstahl eines wertvollen Edelsteins und einer abenteuerlichen Flucht aus der Sicht eines sprechenden Gockels – ein Blickwinkel, der für viele ungewöhnliche und höchst amüsante Szenen sorgt. Die Geschichte ist wirklich extrem gut gelungen, mit liebenswerten und lebendigen Charakteren, einer erfrischenden und ungewöhnlichen Story und mit viel Humor erzählt. Trotz der Kürze gelingt es dem Autor, den Personen Leben einzuhauchen und den Leser aufs beste zu unterhalten.

 

Fazit:

Großteils altbekannte Lesekost, zwischen der sich allerdings einige wirklich originelle und interessante Geschichten verbergen.

 

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Sternenstaub

Fantastische Geschichten aus der Traumwelt junger Nachwuchs-Autoren

Designer: Elke Link

Herausgeber: Hans Stephan Link

Illustrator: Mark Freier

Taschenbuch: 376 Seiten

Verlag: NOEL-Verlag (November 2007)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3940209112

ISBN-13: 978-3940209115

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 20.03.2008, zuletzt aktualisiert: 16.07.2019 19:30