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Stranger Things 1: Die andere Seite

Rezension von Christel Scheja

 

In den letzten Jahren versuchen Streamingdienste, vor allem NETFLIX Zuschauer durch eigene Serien für sich zu gewinnen – teils basieren diese auf literarischen Vorlagen, dann wieder sind sie frei erfunden, bietet aber dennoch Wiedererkennungswerte wie die mittlerweile in die dritte Staffel gehende Serie Stranger Things, die anfangs in den 1980er Jahren spielt und eine Gruppe von Kindern aus einer eher ländlichen Gegend in den Mittelpunkt stellt.

 

In der beschaulichen und abgelegenen Kleinstadt Hawkins ist das Grauen allgegenwärtig, denn Kreaturen und auch die andere Seite selbst lauern darauf, sich junge Seelen zu holen und zu verschlingen oder verderben, wenn diese nicht aufpassen. Das bekommt nun auch der junge Will Byers zu spüren, als er sich von einem Nachmittag mit Freunden auf den Heimweg macht.

Zuvor hat er mit diesen noch am Tisch gesessen und mit ihnen Dungeons & Dragons gespielt, jetzt erwartet ihn ein Abenteuer ganz anderer Art – denn das Monster, dass ihn durch einen dunklen Wald jagt ist mehr als real, genau so wie die Schatten, Geister und Untoten, die ihn bei sich festhalten wollen, um sich an seinem Leben zu laben. Und es gibt nur einen Ausweg – den Ausgang in die reale Welt zu finden.

 

Die Fernsehserie begeistert die Zuschauer vor allem dadurch, dass sie die Geschehnisse mit der Naivität der der 80ger Jahre und einem gewissen Augenzwinkern erzählt. Wie immer haben sich die jungen Helden dort mit merkwürdigen Wesen und Ereignissen auseinander zu setzen und müssen diese zu besiegen, wenn sie ihre Welt retten wollen. Dabei leistet ihnen ihre Phantasie gute Dienste, das kommt auch in diesem Comic zum Tragen und macht für denjenigen, der in der gleichen Zeit aufgewachsen ist, Sinn und Spaß.

Will bewegt sich durch eine düstere und in Blautönen gehaltene Welt. Das Grauen schleicht um ihn herum, die Künstler versuchen in erster Linie die Angst und Verzweiflung ihres Helden heraus zu arbeiten und ansonsten eher zurückhalten zu bleiben, auch wenn das Monster schon mal brutal werden kann und das an ein oder zwei Stellen auch beweist.

Die Atmosphäre der Fernsehserie wird dadurch sehr schön eingefangen, der junge Held versucht auf die einzige Art damit fertig zu werden, die er bisher kennen gelernt hat, er schlüpft in die Haut seiner Rollenspielfigur und versucht wie diese zu denken … und genau das ist das Faszinierende an der Geschichte, denn es hilft den Fans, sich besser in ihn hinein zu versetzen und das innere Kind in sich zu erwecken. Aber auch das Ende ist sehr konsequent gehalten und passt zum Rest der Geschichte.

 

Fazit:

Die andere Seite ist die ebenso liebenswerte wie ansprechende Adaption der bei Netflix laufenden Serie »Stranger Things« und schafft es die gleiche faszinierend schaurige Atmosphäre und das Abenteuer zu erwecken, die auch die Folgen der filmischen Vorlage besitzen, auch wenn manches auf den ersten Blick sicherlich erst naiv und klischeehaft erscheint, was es ganz und gar nicht ist.

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Eure Meinung:

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Comic:

Stranger Things 1: Die andere Seite

Original: Stranger Things : The other Side # 1-4

Autorin: Jody Houser

Zeichner: Stefano Martino

Tusche: Keith Champagne

Farben: Lauren Affe

Übersetzung: Josef Rother

Panini-Verlag, Juni 2019

Vollfarbiges Softcover, 116 Seiten

 

ISBN-10: 3741614300

ISBN-13: 978-3741614309

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 23.06.2019, zuletzt aktualisiert: 23.06.2019 12:39