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Sturm von Alexey Pehov

Reihe: Die Chroniken von Hara, Bd. 4

Rezension von Christel Scheja

 

Mit „Sturm“ gehen die „Chroniken von Hara“ in die letzte Runde. Dem russischen Autoren Alexey Pehov ist mit dem Zyklus und seinem Vorgänger um das Reich „Siala“ etwas gelungen, was nur wenigen seiner östlichen Kollegen vergönnt war – er hat sich in die Herzen der deutschen Leser schreiben können. Und nun bekommt man auch endlich mit, dass sowohl Siala wie auch Hara mehr miteinander zu tun haben, als man denkt.

 

Der Meuchelmörder Ness verarbeitet immer noch den Verlust seiner Partnerin und Geliebten Lahen. Gerade deswegen ist er um so versessener darauf, das Vermächtnis der Toten zu erfüllen und flieht deshalb auch weiter mit Thia, Shen und Rona or den Nabatorern. Sie finden Aufnahme hinter den sicheren Mauern einer Burg.

Thia, die ehemalige Verdammte, die nun im plumpen Körper eines Dorftrottels gefangen ist, bildet die beiden jungen Schreitenden weiter in den magischen Künsten aus, so dass die immer besser lernen, mit ihrem Kräften umzugehen. Doch kann die Frau, die sich damit gegen ihre ehemaligen Freunde stellt, Ness und den anderen wirklich trauen und ihre Rückendeckung erwarten, wenn sie sich dem unausweichlichen Kampf gegen Mithipha stellen muss?

Auch an anderen Fronten kämpfen Magier und Nekromanten ums Überleben. Ausgerechnet Ronas Schwester gerät in tödliche Gefahr und muss dadurch um ihr Leben kämpfen, als der Winter das Land in seinem unerbittlichen Würgegriff hält.

Ness gibt die Hoffnung nicht auf und kämpft weiter gegen diejenigen, die ihm Lahen genommen haben. Gerade als die Lage aussichtslos erscheint, erhält er deshalb Hilfe von ganz unerwarteter Seite...

 

In diesem vierten und letzten Band der Saga führt Alexey Pehov wie zu erwarten war, die Fäden und Figuren zusammen. Dabei werden auch endlich die Zusammenhänge zu den „Chroniken von Siala“ in Form vertrauter Figuren erkennbar – glücklicherweise aber so, dass man den ersten Zyklus noch nicht kennen muss.

Die Konfrontation des Meuchelmörders mit seinen Feinden wird zu einem interessanten Abschluss geführt, bei dem die Figuren noch einmal bis zum Äußersten gefordert werden und ihre Geheimnisse enthüllen müssen, sind sie doch ein wichtiger Bestandteil der Geschichte.

Dabei gleitet der Autor glücklicherweise nicht in Kitsch und Klischees ab. Seine Helden bleiben angenehm bodenständig und agieren wie normale Menschen nicht wie überhöhte und vom Schicksal ausersehene Helden. Daher kann man auch weiterhin nicht genau sagen, wie sie wirklich reagieren werden. Daher markiert das Ende auch keinen absoluten Sieg, sondern eher die Chance zu einem Neuanfang, weil die alten Machtverhältnisse umgeworfen und ein paar gefährliche Leute beseitigt wurden.

Die Geschichte wird in angemessenem Tempo erzählt. Der Autor findet ein gutes Mittelmaß zwischen Charakterentwicklung, Beschreibung, Dialogen und Action, so dass die Handlung ohne Längen voranschreitet, aber auch nicht all zu viel unter den Tisch kehrt. Zwar ist sie dadurch weniger temporeich als westliche Geschichten, bietet aber auch ein wenig mehr Tiefgang und einige Überraschungen, die man so nicht erwartet hat, aber trotzdem logisch und nachvollziehbar bleiben

 

Alles in allem kann man mit „Sturm“ dem Abschluss der „Chroniken von Hara“ sehr zufrieden sein, das die all die Fragen klärt, die wichtig sind und dennoch genug Raum lässt, um die Phantasie des Lesers zu entfachen und neugierig auf weitere Geschichten aus der Welt des russischen Autors zu werden.

 

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Eure Meinung:

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Buch

Sturm

Reihe: Die Chroniken von Hara, Bd. 4

Autor: Alexey Pehov

Klappbroschur, 511 Seiten

Piper, erschienen Oktober 2013

Übersetzung aus dem Russischen von Christiane Pöhlmann

Titelbild von Viktor Fetch, Karte von Erhard Ringer

ISBN-10: 3492702724

ISBN-13: 978-3492702720

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN: B00CZ7C5HC

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 16.03.2014, zuletzt aktualisiert: 18.01.2019 08:39