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Supergirl

Reihe: Batman/Superman Paperback 2

Rezension von Mark Heywinkel

 

Was Lara Croft für Indiana Jones ist, das ist Supergirl für unser muskulösen Clark Kent: die weibliche Kopie einer erfolgreichen Heldenfigur. Nachdem DC vor Kurzem Batman und Superman in einem Band miteinander kämpfen ließ, trifft das Antibösewicht-Team in “Supergirl” auf eine Verwandte des Muskelmannes von Krypton. Jeph Loeb (Autor) und Michael Turner (Zeichner) erklären, woher das ominöse Supergirl stammt und wie es auf der Erde zur Heldin wird.

 

Otto Binder, der auch für die weiblichen Gegenstücke zu Captain America und Captain Marvel verantwortlich zeichnet, ließ 1958 Supergirl erstmals in einem Superman-Band auftauchen. Die Faszination für weibliche Heldinnen in kurzen Röcken brachte in den Jahren danach nicht nur zahlreiche Comicabenteuer und eine Zeichentrickserie hervor, sondern sorgte sogar 1984 dafür, dass Helen Slater in einem abendfüllenden Spielfilm die blonde Dame mit den Superkräften verkörpern durfte. Auch heute ist die Begeisterung nicht abgebrochen, nun soll ein neuer, 148 Seiten starker Hochglanzband (in den USA erschien die Story als siebenteilige Reihe) davon berichten, wer Supergirl ist, wie sie auf die Erde kam und wie sie in den Kreis der DC-Helden aufgenommen wurde. Bei ihrem Abenteuer stehen ihr selbstverständlich Superman und der nach Metropolis gereiste Batman zur Seite, um sie nach ihrer Ankunft auf der Erde gegen Bösewicht Darkside zu verteidigen. Dieser will Supergirl nämlich in seinen Hofstaat integrieren und zum Bösen verführen, was Clark und Bruce natürlich nicht besonders gefällt - zusammen mit Big Barda machen sie sich auf den Weg nach Apokolips, um das blonde Supermädchen zu befreien und sie auf unserem Planeten zu einer menschenrettenden Glücksbringerin auszubilden.

 

Was ist gut an dem Comic? Batman und Superman arbeiten zusammen, es ist immer toll, wenn zwei Superhelden gemeinsame Sache machen. Dass beide in einem eigenen Voice-Over Kommentare zu den Geschehnissen geben, ist eine nette Idee, die sehr unterschiedlichen Charaktere der Helden werden dadurch deutlicher umzeichnet. Auch Michael Turners Zeichnungen können überzeugen, sie sind modern und geben dem Comicleser das Gefühl, er würde einen Film sehen.

Was ist nicht so gut gelungen? Die Story erscheint so weit hergegriffen, sie könnte von Apokolips stammen. Hieß es nicht immer, Superman sei der einzige Überlebende des vernichteten Planeten Krypton? Um Supergirl einzuführen, straft der Autor diese bislang gesetzmäßigen Aussage einfach Lügen. Clark ist nicht der einzige Überlebende, nein, seine Cousine hat´s auch geschafft, am Leben zu bleiben, zufälliger Weise landet sie auch auf der Erde und schwupps - fertig ist die doch sehr inszenierte Story.

 

Fazit: Supergirl taucht wieder auf, hüpft in kurzem Kostüm über die Comicbühne und bietet männlichen Lesern den Augenschmaus, der schon 1958 diese Figur so beliebt machte. Dieser Comic baut auf schöne Bilder, viel Action und versucht Batmans und Supermans Unterschiede und Gemeinsamkeiten darzustellen - wem das reicht, der soll bitte zuschlagen!

 

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Comic:

Supergirl

Reihe: Batman/Superman Paperback 2

J. Loeb, M.Turner

Superman/Batman 8-13

2/2006

S. 148

Panini

Erhältlich bei Panini Comics


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Erstellt: 27.07.2006, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:40