Tainted Love (Reihe: Ich, der Vampir Bd. 1, Autor: Joshua Hale Fialkov, Zeichner: Andrea Sorrentino)
 
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Tainted Love von Joshua Hale Fialkov und Andrea Sorrentino

Reihe: Ich, der Vampir Bd. 1

 

Rezension von Ingo Gatzer


 

Rezension:

Vampire boomen in der Populärkultur, genau wie Superhelden. Was liegt also näher, als eine Art Crossover mit beiden „Spezies“ zu kreieren? Genau das macht Autor Joshua Hale Fialkov im Rahmen der neu gestarteten Serie „Ich, der Vampir“, die bereits vor drei Jahrzehnten von John Marc DeMatteis geschaffen wurden.

 

Andrew Bennet ist zwar ein Vampir, kämpft aber gegen die anderen Blutsauger. Doch ausgerechnet seine frühere Geliebte Mary plant einen groß angelegten Kreuzzug gegen die Menschheit. Bald bricht der Schrecken in Form von Vampirhorden über die USA herein. Trotz Andrews großer Macht scheint der Kampf aussichtslos. Gut, dass Helden wie John „Hellblazer“ Constantin und Batman mit von der Partie sind und dem Vampirgezücht zeigen, wo der Holzpflock hängt.

 

Joshua Hale Fialkov wurde bereits für seine Werke „Elk´s Run“ bzw. „Echoes“ für den Harvey sowie für „Tumor“ für den renommierten Eisner Award nominiert. Für DC arbeitete er unter anderem am Crossover „Superman/Batman“. Hier verknüpft er ein Horrorszenario mit einer Liebesgeschichte, wobei einige Anleihen bei Genreklassikern unverkennbar sind. Die stimmige düstere Atmosphäre wird etwas durch die teilweise etwas arg konstruierten Zufälle getrübt, die Fialkov bemüht, um der Story noch mehr Dramatik zu verleihen („Tig“). Zudem fragt sich der Leser unweigerlich, warum nur Constantin und Batman als Unterstützung auftreten. Oder, um es mit den Worten von Andrew Bennet zu sagen: „Und Du glaubst, Du und Deine ´Armee`, ihr habt eine Chance gegen Superman und ein halbes Dutzend Green Lanterns und Wonder Woman und...“ Da gehen die USA vor die Hunde und die(se) Superhelden schauen zu bzw. treten gar nicht auf? Offensichtlich möchte sich Fialkov hier noch Potenzial für die nächsten Bände offen lassen. Darunter leidet – genauso wenn Vampire einerseits darüber klagen von der Menschheit „unterjocht“ zu werden und sie andererseits als „Speise“ bezeichnen - die innerfiktionale Plausibilität.

 

Der italienische Zeichner Andrea Sorrentino ist noch relativ neu im Geschäft, realisierte aber bereits die Computerspiel-Adaption „God of War“ und wirkte für White Wolf an dem Rollenspielsystem „World of Darkness“ mit. Da in dieser Welt Vampire eine zentrale Rolle spielen, sind die Voraussetzungen verheißungsvoll. Andrea Sorrentinos Stärken liegen darin, durch seine Zeichnungen die Atmosphäre der Story zu unterstützen. Die Panels wirken düster und der italienische Künstler spielt gekonnt mit Licht und Schatten. Zudem zeigt er beim Seitenaufbau einige tolle Ideen, etwa wenn er die über die USA einbrechende Katastrophe anhand von Bildern aus verschiedenen TV-Nachrichtensendungsschnipseln auf einer Doppelseite zeigt. Teilweise wirken seine Panels aber sehr karg. Zudem deutet er Gesichter und deren Mimik oft nur an, wodurch sein Stil etwas skizzenhaft wirkt.

 

Fazit:

„Tainted Love“, der Auftakt zur neu gestarteten Serie „Ich, der Vampir“, punktet durch eine düstere Story und atmosphärisch dazu perfekt passende Bilder. Dennoch bleibt für die nächsten Teile wegen kleinerer Schwächen noch etwas Luft nach oben.

 

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Comic

Tainted Love

Reihe: Ich, der Vampir Bd. 1

Autor: Joshua Hale Fialkov

Zeichner: Andrea Sorrentino

Panini – 132 Seiten – Softcover

ISBN-10: 3862014231

ISBN-13: 978-3862014231

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:

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Erstellt: 27.11.2012, zuletzt aktualisiert: 11.04.2024 08:09, 12848