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Tekken (DVD;Action;FSK 18)

Rezension von Olaf Kieser

 

Rezension:

2039 haben diverse Kriege die Menschheit an den Rand der Auslöschung gebracht. Regierungen gibt es nicht mehr. An ihre Stelle sind Konzerne getreten, die die Welt unter sich aufgeteilt haben. Entweder man ist ein Angestellter eines Konzerns und darf in einem sicheren Areal leben oder man fristet seine trübe Existenz außerhalb der Konzernstädte in Slums. Friedlicher wurde die Welt zunächst auch nicht, denn die Konzerne bekämpften sich hingebungsvoll. Bis Heihachi Mishima, der Boss des Konzerns Mishima Zaibatsu, eine Idee hatte, die den Niedergang aufhalten sollte. Er initiierte das Kampfsportturnier Tekken, für das jeder Konzern einen Champion entsendet, der dann, um die Massen zu unterhalten, gegen die anderen Champions antritt. Der Sieger erhält Ruhm und ewige Anerkennung. Nebenbei sollen so auch die Konzernkriege auf „zivilisierte“ Art gezähmt werden. Nachdem seine Mutter bei einer Razzia von Mishima-Soldaten ermordet wurde, brennt der junge, rebellische Streetfighter Jin Kazama auf Rache. In einem Iron-Fist Turnier qualifiziert sich Jin als Vertreter des Volkes für Tekken. Mit Steve Fox, einem Iron-Fist-Veteranen, findet der etwas ungestüme Jin einen erfahrenen Manager und Mentor. Obwohl die schöne Christie Monteiro als Teilnehmerin des Tekken-Turniers eigentlich eine potenzielle Gegnerin ist, kommen Jin und Christie sich näher. Nach kurzer Zeit entdecken Jin und Christie, dass beim diesjährigen Turnier einiges anders läuft und schlittern in eine heftige Familienstreitigkeit hinein.

 

Der Film Tekken lehnt sich mehr oder weniger eng an die ebenso beliebte wie erfolgreiche Beat'em-up Spielereihe von Namco Bandai Games an. Für die Umsetzung waren mit Dwight H. Little (Regie) und Alan B. McElroy (Drehbuch) zwei Erfahrene Kreative verantwortlich, in deren Filmographie vorwiegend B-Movies wie Mord im Weißen Haus, Anacondas, Spawn, Ballistic, Blade 2 oder Free Willy 2 auftauchen. Mit "Tekken" ist beiden aber eine insgesamt unterhaltsame, recht gelungene Videospielverfilmung gelungen. Zwar entspricht die Story den Genrekonventionen und das Szenario wirkt wie aus den späten 1980er und frühen 1990er Jahren, dennoch entwickelt die Story Spannung und es gibt es einige packende und gelegentlich auch berührende Momente. Etwa wenn die Slumbewohner Jins Weg an den TV-Schirmen verfolgen. Auch konnten z.B. mit Kelly Overton und Luke Goss einige Darsteller verpflichtet werden, die man schon in diversen Filmen in Nebenrollen gesehen hat. Sie hauchen ihren Figuren etwas Tiefe und Leben ein, so dass sie einem schnell sympathisch werden. Wirklich entscheidend sind natürlich die Kämpfe und Action-Szenen. Die können sich wirklich sehen lassen, da sie zumeist gut inszeniert sind und die Übersicht nicht verloren geht. Es geht teilweise ziemlich spektakulär und auch heftig zur Sache, weshalb man unbedingt zur 18er Version greifen sollte, wenn man sie in Gänze sehen will. Im Zentrum stehen natürlich Jins Kämpfe, weshalb die der anderen Turnierteilnehmer etwas (zu) kurz kommen. Das es zusätzlich noch eine wendungsreiche Familienfehde in der Familie Mishima gibt sorgt dafür, dass "Tekken" nicht zu einer öden Klopperei verkommt. Die Sets, seien es die Slums oder die Kampfarena, sind gelungen und erzeugen eine passende düstere Atmosphäre.

 

Puristen werden sicher bemängeln, dass es die eine oder andere Abweichung zu den Spielen gibt. So ist Christie Monteiro im Film Kaukasierin und nicht Brasilianerin. Wer das Spiel nicht kennt oder wer etwas Toleranz besitzt, denn wird das aber eher nicht stören. Etwas künstlerische Freiheit sei den Filmemachern bitte gestattet.

 

Bild und Ton der DVD sind ohne Beanstandungen. Das Bonusmaterial der normalen DVD besteht aus Interviews und dem Kinotrailer. Die Steelbook-Version sieht natürlich besser im DVD-Regal aus, bietet aber sonst nicht mehr Extras.

 

Fazit:

"Tekken" ist eine insgesamt gelungene Videospielverfilmung, die auch die unterhalten wird, die die Spielen nicht kennen. Die Action sieht gut aus und ordentliche Darsteller und düstere Atmosphäre runden dieses Action-Spektakel ab.

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DVD:

Tekken

Japan/USA 2010

Regisseur : Dwight H. Little

Drehbuch: Alan B. McElroy

Musik: John Hunter

Bildformat: 16:9 (2,35:1)

Sprachen: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Spieldauer: ca. 88 Minuten

Splendid, 24. September 2010

Tonformat:e: Deutsch: Dolby Digital 5.1, DTS 5.1; Englisch: Dolby Digital 5.1

FSK: 18

Extras: Interviews, Trailer

 

ASIN: B003YJCRPA

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Darsteller:

John Foo

Kelly Overton

Cary-Hiroyuki Tagawa

Luke Goss


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Erstellt: 21.02.2011, zuletzt aktualisiert: 27.03.2020 10:23