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Terra Formars (Band 4)

Rezension von Christel Scheja

 

Kakerlaken und Moose sollten den Mars so verändern, dass dort auch Menschen ohne Raumanzug leben können. Allerdings mussten die Menschen feststellen, dass auf dem einstmals Roten Planeten einiges aus dem Ruder gelaufen ist. Zwei Expeditionen haben schlechte Nachrichten mitgebracht, eine dritte ist mit nur wenigen Crewmitgliedern wieder zurückgekommen.

 

Sie alle haben von menschengroßen und humanoid wirkenden Wesen berichtet, die sie angegriffen haben. Ganz offensichtlich haben sie sich aus den Kakerlaken entwickelt, aber ist das wirklich die ganze Wahrheit? Da nun auch noch ein Virus auf die Erde gebracht wurde, das nach und nach immer mehr Menschen tötet, ist es notwendig, die Geheimnisse des Mars zu enthüllen. Aus diesem Grund wird zwanzig Jahre nach der letzten Expedition die „Annex 01“ auf die lange Reise geschickt.

Ihre Besatzung ist genetisch mehr verändert denn je – es gibt keinen unter den Offizieren und einfachen Besatzungsmitgliedern, der keine besondere DNA in sich trägt, manche sogar schon von Geburt an. Die Männer und Frauen stammen aus vielen Nationen rund um die Welt.

Auf dem Mars spalten sie sich in sechs Teams auf, um nicht nur nach dem Rechten zu gehen, sondern auch einige der Kreaturen zu fangen. Doch das gestaltet sich weitaus schwieriger als gedacht – haben doch auch diese sich erschreckend weiter entwickelt, wie die jungen Kämpfer schon bald feststellen müssen. Und sie sind so unerbittlich wie eh und je … Doch gerade dass lässt bei einigen die Ahnung erwachen, dass die Geheimnisse des roten Planeten weit schrecklicher sind, als sie dachten ...

 

Der vierte Band schließt direkt an den dritten an und schildert die weiteren Abenteuer eines der auf sich gestellten Teams von Individualisten und Mutanten. Natürlich steht an erster Stelle das Überleben – doch diesmal warten einige der zahlreichen Gegner auch mit unangenehmen Überraschungen auf, zeigen, dass die „Kakerlaken“ nicht einmal mehr einzuschätzen sind. Das bringt die Helden in Bedrängnis. Anstatt die Jäger zu sein, müssen sie sich verschanzen und schnell nach einer Lösung suchen, um zu entkommen.

Damit ist auch die Handlung dieses Bandes vorherbestimmt. Actionreiche Kämpfe stehen im Vordergrund, aber es geht glücklicherweise nicht nur um das übliche Messen von Kräften, sondern auch um den Hintergrund. Hinweise werfen interessante Fragen bezüglich der Mission und der früheren Expeditionen auf.

Zudem gibt es immer wieder kurze Rückblicke in die Vergangenheit einiger Figuren. Denn die wenigsten sind freiwillig hier, die meisten wurden mehr oder weniger genötigt, sich zu melden, sei es, um einer Strafe zu entgehen oder einen geliebten Menschen zu retten. Auch in diese Versatzstücke sind interessante Andeutungen eingebettet.

So nimmt man hin, dass die Handlung selbst nicht ganz so schnell voran kommt und nur wenig Abwechslung bietet. Denn immerhin gibt es genügend Input um die Neugier zu wecken und die Spannung nicht nur durch die Action aufrecht zu erhalten. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Künstler auch genau diese Ziele im Auge behalten und sich nicht irgendwann in einer blutigen Schlacht der Menschen und Insekten verlieren.

Die Zeichnungen sind wie immer detailreich und dynamisch und geben der Handlung zusätzliche Spannung.

 

Auch im vierten Band hält „Terra Formars“ das hohe Niveau und bietet eine Geschichte, in der die Action zwar dominant sein mag, aber dennoch genügend Hinweise und Andeutungen auf den komplexen Hintergrund fallen, um die Spannung auch in diesem Bereich aufrecht zu erhalten Das hebt die Serie doch noch ein wenig aus der Masse heraus.

 

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Terra Formars (Band 4)

Autor: Yu Sasuga

Künstler: Ken-ichi Tachibana

Terra Formars Vol. 4, Japan, 2011

Aus dem Japanischen von Yuko Keller

Großtaschenbuch, 224 Seiten

Tokyopop, Hamburg, erschienen März 2015

ISBN-10: 3842011466

ISBN-13: 978-3842011465

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 09.05.2015, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39