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Terra Formars (Band 5)

Rezension von Christel Scheja

 

Eines ist der Crew der „Annex 01“ nun klar. Sie sind genau so in eine Falle gelaufen wie die früheren Expeditionen. Man mag zwar aus den Fehlern gelernt und sie entsprechend ausgestattet haben, aber leider erweisen sich die humanoiden Kakerlaken als genau so entwicklungsfähig. So kämpft nun auch die in sechs Teams aufgespaltene Crew ums Überleben und versucht gleichzeitig ihre Mission zu erfüllen.

 

Zwar ist es ihnen gelungen, einige Exemplare einzufangen, aber nun geraten sie selbst in Bedrängnis, bringt es doch nicht lange etwas, den Anführer zu töten. Das macht die angriffslustige Horde nämlich noch aggressiver. Und so werden die Netze plötzlich gegen die Menschen eingesetzt.

In dieser Stunde der Not entfesselt Adolf Reinhard seine besonderen Kräfte. Mit den Fähigkeiten des Zitteraals ausgestattet, nutzt er die elektrischen Kräfte um seinen Gegnern den Garaus zu machen. Doch dafür zahlt er auch einen hohen Preis.

Das gibt seinen Kameraden den Mut, sich endlich aus den Netzen zu befreien und enger denn je als Team zusammenzuarbeiten, um die Kakerlaken endlich zu vertreiben und Zeit für weitere Strategien zu gewinnen.

Mehr denn je merken sie, dass sie nicht länger nur vor sich hin kämpfen können, sondern auch nach Lösungen suchen müssen. Liegt vielleicht in ihrer eigenen Vergangenheit und Vorgeschichte der Schlüssel dazu?

 

Seit dem dritten Band kämpfen die Mitglieder der neuen Expedition auf dem Mars um ihr Überleben. Aber anders als vorhergehende Expeditionen haben sie einen Grund dazu und wichtige Aufgaben zu erfüllen. Auch wenn nicht alle freiwillig mit dabei sind, so ziehen sie jetzt doch an einem Strang – und der heißt: Überleben. Dabei müssen sie mehr denn je lernen, zusammenzuarbeiten, ihre Fähigkeiten zu ergänzen, um der Masse ihrer Feinde stand zu halten.

Damit es damit nicht all zu langweilig wird, nehmen die Rückblicke in die Vergangenheit zu. Man erfährt mehr über die Vorgeschichte von Adolf Reinhard, der schon als Kind in die Sache geraten ist, auch die anderer Crewmitglieder werden beleuchtet, um so dem Hintergrund mehr Kraft und Tiefe zu geben.

Allerdings machen sich erste Ermüdungserscheinungen breit – halten sich die Künstler doch schon zu lange bei dem epischen Gemetzel zwischen Menschen und Kakerlaken auf, verraten in der Gegenwart zu wenig, um da die Handlung voranzutreiben.

Wie immer reißen die Zeichnungen einiges heraus – sie sorgen mit viel Dynamik und nicht wenigen Details für die richtige Stimmung.

 

Der fünfte Band von „Terrar Formers“ mag zwar voller Action und Drama sein, bietet dramatische Momente in Gegenwart und Vergangenheit – auf der anderen Seite aber machen sich doch langsam erste Längen bemerkbar, da die eigentliche Handlung nicht wirklich weiter voran schreitet und es keine wirklich bahnbrechenden Enthüllungen gibt, die das Geschehen auf dem Mars endlich in eine neue Phase bringen.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Terra Formars (Band 5)

Autor: Yu Sasuga

Künstler: Ken-ichi Tachibana

Terra Formars Vol. 5, Japan, 2011

Aus dem Japanischen von Yuko Keller

Großtaschenbuch, 224 Seiten

Tokyopop, Hamburg, erschienen Mai 2015

ISBN-10: 3842011474

ISBN-13: 978-3842011472

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 09.05.2015, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39