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Teufelskreis von Keith R. A. DeCandido

World of Warcraft - Band 1

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Nach dem Sieg über die Brennende Legion werden die östlichen Gebiete von Kalimdor sowohl von den Orks als auch den Menschen friedlich besiedelt. Doch der Frieden gerät durch plötzliche Angriffe auf die Orks ins Wanken. Es scheint als hätten die Menschen erneut ihren Hass auf die Orks geschürt ...Jaina und Thrall bleibt nicht viel Zeit, um die Katastrophe zu verhindern... Der Frieden ist in höchster Gefahr!

 

Rezension:

World of Warcraft gehört zurzeit zu den beliebtesten Online Rollenspielen. Basierend auf den Computerspielen der Warcraft-Serie, die unter den Echtzeitstrategiespielen ebenfalls sehr erfolgreich waren und immer noch sind, tummeln sich seit dem Jahreswechsel 2004/2005 mehrere Millionen Spieler in den Weiten der Fantasywelt Azeroth.

Da bereits die beiden Warcraft Spiele, nebst ihren Erweiterungen, eine umfassende Hintergrundgeschichte boten, gibt es nunmehr durch WoW, wie die gängige Abkürzung von World of Warcraft lautet, eine noch breitere Geschichte. In unzähligen Quests, aber auch Büchern, die man immer wieder im Spiel findet, wird diese Geschichte beständig fortgeschrieben und durch Inhaltserweiterungen (Contentpatchs) aktualisiert. Die für Ende 2006 angekündigte Erweiterung Bunrning Crusade wird auch den Hintergrund stark erweitern.

 

Teufelskreis spielt zeitlich kurz vor dem Online Spiel. Spieler der Fraktion Horde, zu der die Rassen Orks, Trolle, Tauren und Untote gehören, werden die Örtlichkeiten der Handlung schnell wiedererkennen. Zwar wurden mittlerweile Namen wie Razor Hill, Thunder Ridge oder Dreadmist für die deutschsprachige Version des Spiels mit passenden deutschen Namen versehen, aber die Mehrzahl der Namen dürfte dem Spieler etwas sagen. Für Leser ohne Bezug zum Spiel sind diese englischsprachigen Namen allerdings ohne Bedeutung.

 

Ob es nun die Feste Northwatch, Theramore oder Ogrimmar ist, die Handlung spielt an Orten, die durch das Spiel definiert sind. Der Autor scheint sich darauf zu verlassen, dass die Leser entsprechende Bilder im Kopf haben, denn nur selten gelingen ihm ansprechende Beschreibungen, meist lässt er sie gleich ganz weg. Ebenso stilistisches Mittelmaß präsentiert er in der Figurengestaltung, die wie etwa bei Jaina Proudmore oder Kriegshäuptling Thrall nicht über die Charakterisierungen des Spiels hinausgehen. Auch in den Nebenfiguren findet sich handelsübliche Konfektionsware.

Die beiden Anführer Thrall und Proudmore sind unbestreitbar integer. Scheint das zunächst unbekannte Böse zu Beginn übermächtig zu sein, kommt gerade noch zur rechten Zeit Unterstützung von unerwarteter Seite. Jedoch ist diese genau so leicht zu identifizieren, wie die auf beiden Seiten versteckten Verräter. Das liest sich trotz aller Bezüge zum Spiel weder spannend noch irgendwie neu. Selbst das eigentlich zu erwartende WoW-Feeling will sich nicht einstellen.

Das Finale ist entsprechend schmalbrüstig.

Obwohl die Ausgabe mit einem stimmigen Cover von Glenn Rane gut aussieht, finden sich im Buch etliche verschmierte Seite. Hoffen wir, dass dies nur mein Rezensionsexemplar betrifft.

 

Fazit:

Seichte Fantasy-Kost im Soap-Format.

Eure Meinung:


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Teufelskreis

World of Warcraft - Band 1

Autor: Keith R. A. DeCandido

Original: World of Warcraft: Cycle of Hatred

Übersetzer: Mick Schnelle

Panini, August 2006

Taschenbuch, 283 Seiten

ISBN: 3833214651

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.09.2006, zuletzt aktualisiert: 13.03.2019 13:45