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The End (DVD)

Filmkritik von Julia

 

Rezension:

Das harte Leben, das wirkliche Leben das spielt sich nicht in Sternerestaurants oder teuren Hotels ab. Villen und Internatsschulen sind nicht von der Brutalität geprägt die auf der Straße herrscht, die allen und jedem das Leben kosten kann und zwar jederzeit. Über solch ein Leben wurde nun in der Dokumenation The End berichtet.

 

Das Londoner East End ist heute ein Migrantenviertel. Noch immer ist der Ruf nicht gut, aber schon lange ist es nicht mehr lebensgefährlich sich dort aufzuhalten, wenn man nicht dazu gehört, den richtigen Namen oder die richtigen Freunde hat. Im normalen Leben würde man sagen, jemand hat die falschen Freunde, doch dort zählt das Überleben und dazu auch, ob man genug Muskelkraft und Waffen hat, um sein Leben und das der Familie zu verteidigen.

Nicolaa Collins ist ein Kind des East End, weil ihr Vater einer der mächtigsten Männer dort war. Noch immer kennt man seinen Namen. Les Falco steht für Unbarmherzigkeit und Gewalt, auch wenn er durchaus Liebe für seine Familie empfindet, diese schützen will und auch für ihn einige moralische Grenzen gelten. Er und seine Freunde von früher erzählen, wie es war noch vor 40 Jahren in den Slums von London zu leben.

Mütter trösten ihre Kinder nicht, wenn sie geschlagen wurden, sie schickten sie mit einer weiteren Ohrfeige zurück auf die Straße, damit sie lernen konnten zurückzuschlagen, lernen konnten sich zu behaupten und nicht ihr Leben lang verprügelt zu werden. So wurden die hier vorgestellten Männer zu dem was sie heute sind. Viele von ihnen waren jahrelang im Gefängnis, jeder von ihnen trägt Narben, ist dem Tod mehr als einmal von der Schippe gesprungen und jeder von ihnen hat getötet. Nicht alles können sie preisgeben, dürfen auf einige Fragen nicht antworten, weil sie sich damit selbst belasten würden und geben damit ein Zeugnis ab, das es bisher nicht gegeben hat. Korruption und Gewalt ist der Alltag, wer sich nicht zu wehren weiß stirbt, wer sich beleidigen lässt, wird fertig gemacht, wer sich wehren kann und überlebt, der wird glorifiziert. Die hier dargestellten Männer erzählen auch von Freunden die gestorben sind, sie erzählen, dass sie selbst zu Gott gefunden haben und einige Dinge bereuen, andere immer wieder tun würden.

Sie berichten aber vor allem davon, wie sie leben und töten mussten um zu überleben.

 

Hier liegt eine Mischung aus Dokumentation und Gangsterfilm, Archivaufnahmen und Interviews vor. Gelegentlich ist man sich nicht sicher ob diese Männer angeben. Es scheint fast so und dennoch ist man sich eigentlich sicher, dass sie das nicht nötig haben, das sie tatsächlich die Wahrheit sagen. Sie haben ein Leben geführt, das der normale Durchschnittsmensch nur aus Büchern oder Filmen kennt, haben Schmerzen erlitten, die man sich nicht vorstellen möchte und unglaublich grausame Dinge getan. Aus diesem Grund ist die FSK 16 durchaus angemessen.

Die Bilder sind schwarz weiß, einige Szenen wurden gestellt, aber man sieht auch viele echte Aufnahmen, die jedoch alle gut gelungen sind. Auch die Farbe passt. Die Mimik der Männer beeindruckt, da sie echt und unverfälscht wirkt. Einige der Gangster sehen nicht so aus, als könnten sie das wovon sie berichten auch tun, andere durchaus. So merkt man wieder, dass man seinen Augen nicht trauen kann.

Der Film ist gut, bis zu einem gewissen Punkt, da scheint es, als ob man alles gehört hat und es sich nur noch wiederholt. Hier kehrt eine gewisse Routine ein und man beginnt sich zu langweilen. So ist man dann letztendlich froh, wenn der Film zu Ende ist. Bis dahin ist er sehr gut und auch überaus spannend.

Die englische Sprachausgabe ist eindeutig zu empfehlen. Einige Wörter versteht man nicht, andere sind so alt, das man sie nur kennt, wenn man viele englische Bücher gelesen hat, in denen diese Wörter vorkommen. Die deutsche Übersetzung ist gut, stößt hier aber an ihre Grenzen, weswegen der Original-Ton einfach der bessere ist.

Nennenswerte Extras gibt es nicht.

 

Fazit:

Damit liegt hier eine sehr gute Dokumentation vor, die zu begeistern weiß und trotz der sich hinziehenden letzten Minuten sehr zu empfehlen ist!

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2023020509553194228eb0
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DVD:

The End

USA 2008

Regisseur: Nicola Collins

Format: Dolby, DTS, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Deutsch

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Umfang: 1 DVD

FSK: 16

SUNFILM, 5. Februar 2010

Spieldauer: 78 Minuten

 

ASIN: B002YNPG5K

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Darsteller:

Victor Dark

Les Falco

Bobby Reading

Jimmy Tibbs


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Erstellt: 14.03.2010, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01