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The Jungle Book

Nach einer bedrohlichen Begegnung mit dem Tiger Shir Khan, macht sich der Menschenjunge Mogli zusammen mit dem Panther Baghira und dem lebensfrohen Bär Balu auf den Weg, den Dschungel zu verlassen.

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Armin, 27.05.2016, 08:42:
Der britische Schriftsteller Rudyard Kipling (1865-1936) hat 1894 unter dem Titel „Das Dschungelbuch“ eine Sammlung von Erzählungen veröffentlicht. Drei dieser Geschichten handeln von dem indischen Jungen Mogli, der im Dschungel aufwächst (die anderen stehen damit nicht in Zusammenhang). Im Disney-Zeichentrickfilm „Das Dschungelbuch“ (1967) wurden einzelne Motive der Mogli-Erzählungen zu einer komplett neuen Geschichte verarbeitet, die weltweit zu einem riesigen Erfolg an den Kinokassen wurde. Und genau diese Geschichte wird jetzt in einem neuen Realfilm, ebenfalls aus dem Hause Disney und unter der Regie von Jon Favreau („Iron Man“), noch einmal erzählt.

Der menschliche Waisenjunge Mogli (Neel Sethi) wird von dem schwarzen Panther Baghira bei einer Wolfsfamilie untergebracht. Hier wächst er als Teil des Rudels friedlich auf. Ärger gibt es erst, als der mächtige Tiger Shir Khan auftaucht, der von einem Menschen verletzt wurde und den Jungen töten will. Baghira versucht, Mogli in Sicherheit zu bringen, nämlich zu einer menschlichen Siedlung. Doch auch das will Shir Khan verhindern. Moglis Flucht vor dem bösartigen Tiger klappert die aus dem Zeichentrickfilm bestens bekannten Stationen und Tiere des Dschungels ab: die Schlange Kaa, den gemütlichen Bären Balu und natürlich die von König Louie angeführte wilde Affenhorde.

Jon Favreaus Film schlägt einen deutlich ernsteren Ton an als der Zeichentrick-Klassiker, ist mehr Action-Abenteuer als gut gelaunte Unterhaltung und wendet sich damit auch an ein erwachseneres Publikum. Selbstverständlich ist der Humor immer noch vorhanden, vor allem wenn Bär Balu mitmischt – der zusammen mit Mogli auch „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ singen darf –, aber zwischendurch geht es weit weniger spaßig zu. Das gilt für diverse Kämpfe, die Shir Khan mit anderen Tieren ausficht, für die wilde Jagd in der Affenstadt und ganz besonders für die finale Konfrontation zwischen Mogli und dem Tiger.

Beeindruckend sind die Bilder: Die mittels Motion Capturing in Szene gesetzten Tiere passen sich perfekt in den realen Dschungel-Hintergrund ein. Das wirkt alles sehr realistisch – natürlich nur so lange, bis die Tiere zu sprechen beginnen. Einziger Fehlgriff übrigens bei den deutschen Synchronstimmen (zu denen unter anderem Armin Rohde und Heike Makatsch gehören) ist Joachim Król, der Panther Baghira spricht und immer wieder nur wenig überzeugend rüberkommt. Im Original ist an seiner Stelle Ben Kingsley zu hören, dessen Standard-Synchronsprecher Peter Matic wäre sicher die bessere Wahl gewesen.

Insgesamt ist Jon Favreaus „The Jungle Book“ eine gelungene Neuverfilmung, wenn man es schafft, sich vom heiteren Zeichentrick-Original zu lösen. Die einzig schlechte Nachricht: Es soll bereits über eine Fortsetzung nachgedacht werden. Da ist dann wohl wieder das Schlimmste zu befürchten.

(7 Sternchen)
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The Jungle Book

Jahr: 2016

Kinderfilm

Regie: Jon Favreau

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 27.05.2016, zuletzt aktualisiert: 27.04.2017 13:46