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The Land Of Pain

Rezension von Cronn

 

Ich hetze durch die nächtliche Landschaft. Etwas ist hinter mir her.

Was das ist, weiß ich noch nicht. Aber dadurch, dass es mit dunklen Knurrlauten und aufgerissenem Maul voller spitzer Zähne aufgetaucht ist, vermute ich ganz stark, dass es mir nicht wohlgesonnen ist.

Ganz sicher nicht!

Ich hetze den Weg entlang, an rot beleuchteten Wegkreuzen vorbei und finde eine Hütte. Sie ist verriegelt und ich habe keine Möglichkeit hineinzukommen. Verdammt!

Da finde ich ein Brett.

Ja, das ist hilfreich. Damit kann ich die Brücke überqueren, die über den Fluss führt und zerbrochen ist. Mein Gott, das ist es! Schnell mitnehmen und dann sich verstecken, heißt die Devise.

Ich renne weiter, verschwinde hinter Büschen, ecke um Bäume herum.

Als ich es schon nicht mehr glauben kann, ist es soweit.

Ich drehe mich um.

Das Monster hinter mir ist verschwunden.

Nun kann ich das Brett an der Brücke anbringen und weiter dieses merkwürdige Land erforschen.

 

The Land Of Pain heißt das Spiel, das auf Steam erschienen ist und von Alessandro Guzzo stammt. Der Entwickler hat das 1-Mann-Projekt gestemmt und mit Hilfe der Cryengine ein durchaus beachtenswertes Werk erschaffen. Doch worum geht es eigentlich in »The Land Of Pain«?

 

Hintergrund:

Der Spieler ist auf dem Weg zu einer Hütte in den Bergen, wo er ein entspanntes Wochenende verbringen möchte. Doch als er dort ankommt, entpuppt sich alles ganz anders als gedacht.

Mittels einer gewaltigen Sphärenkugel wird der Spieler in ein fremdes Land teleportiert und nun liegt es am Spieler ihn wieder von dort in unsere Dimension zurück zu bringen.

Die Hintergrundstory von »The Land Of Pain« ist einfach, aber zweckmäßig. Spannender ist es dann die Geschichte zu verfolgen, die im Spiel selbst in Form von herumliegenden Tagebucheinträgen vorliegt. So ist im Lovecraft-Kosmos angesiedelt und stimmig eingefügt.

Sie ist insofern zweckmäßig, als dass sie den Spieler motiviert, weiter in das merkwürdige Land einzudringen und den Spielercharakter retten zu wollen.

 

Gameplay:

Man spielt aus der Egoperspektive den Spielcharakter. Waffen gibt es keine, man muss sich auf das Rennen und Verstecken verlassen, wenn Gegner angreifen.

Ansonsten ist »The Land Of Pain« als Adventure zu begreifen. Um voranzukommen gilt es, Gegenstände zu finden und an den richtigen Stellen zu verwenden.

Abwechslung ist auch geboten. »The Land Of Pain« spielt an verschiedenen Locations, die stimmungsvoll inszeniert sind: u. a. dabei – nächtlicher Wald, Mine, fremdartige Hochebenen, etc. pp.

 

Nicht gefällt, dass die Einblendungen in kleiner, weißer Schrift gehalten sind. Allzu leicht kann man auf diese Weise ein benutzbarer Gegenstand übersehen werden. Auch ist die grafische Qualität sehr schwankend.

 

Grafik und Sound:

Wie bereits erwähnt nutzt das 1-Mann-Projekt »The Land Of Pain« als Basis der Grafik die Cryengine von Crytek. Diese ist ein inzwischen etablierter und beliebter Motor, auch bei Indie-Projekten. Sie wird von Alessandro Guzzo sehr geschickt verwendet, um Lichtstimmung zu erzeugen. Auch sind die Außenbereiche sehr gelungen gestaltet.

Sobald man aber in die Innenbereiche wechselt, fallen unsaubere und hässliche Texturen auf. Dieser Bruch ist auffällig und schwächt die Wirkung der Immersion des Games.

Der Sound ist gelungen und mit dezent eingesetzten Effekten sehr effektiv.

 

Fazit:

»The Land Of Pain« ist ein gelungenes Projekt von Alessandro Guzzo, das den Lovecraft-Horror sehr stimmungsvoll transportiert. Brüche in der grafischen Gestaltung schwächen den positiven Eindruck allerdings ab und auch Mängel bei der Bedienungsfreundlichkeit. Wer sich allerdings darauf einlassen mag, wird mit einem atmosphärisch dichten Game belohnt, das sich im Indiebereich nicht zu verstecken braucht.

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Eure Meinung:

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PC-Spiel:

The Land Of Pain

Alessandro Guzzo, 13. September 2017

 

Erhältlich bei: steam

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Erstellt: 20.12.2017, zuletzt aktualisiert: 10.05.2019 10:50