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The Legend of Zelda – Majora’s Mask

Rezension von Martina Klein

 

"Eine geheimnisvolle Maske, die in die Hände des Horror Kid gelangt, bringt neues Unheil über die Welt von Hyrule. Die Macht von Majora, die in der Maske gefangen gehalten wird, scheint die Kraft zu besitzen, sogar den Mond auf Unruh-Stadt herabstürzen zu lassen. Der junge Held Link stolpert auf seiner Suche nach Prinzessin Zelda mitten hinein ins Zentrum der Gefahr. Kann er die Stadt und ihre Bewohner retten...?”

 

Hier also liegt der dritte Manga-Band zu den bekannten gleichnamigen Nintendo-Spielen "The Legend of Zelda" vor.

 

Auch diesmal wieder beginnt die Geschichte rund um den jungen Helden Link im Wald, wo er neben der bereits erwähnten und dem Spiel den Namen gebenden Prinzessin Zelda auch seine alte Freundin Navi, die Fee, die ihm bei seinem letzten Abenteuer hilfreich zur Seite gestanden hat, sucht.

 

Unversehens trifft er dort auf das Horror Kid, einen kleinen verwunschenen Kobold, der ihm sein Stute Epona und seine magische Okarina, die er von Prinzessin Zelda bekommen hat, raubt. Ihm fällt auf, dass das gemeine Kind eine geheimnisvolle Maske trägt - nämlich die von Majora, aber das wissen bisher nur wir, da es uns ein mysteriöser und verschlagener Maskenverkäufer erklärt hat: "Dem, der sie trägt, erfüllt die Maske alle seine Wünsche." Dadurch bringt die Maske jedoch auch teuflische Macht, denn sie macht ihren Träger zugleich abgrundtief böse!

 

Zu allem Übel verzaubert das Horror Kid Link, der zunächst gar nicht weiß, wie ihm geschieht, mittels einer weiteren Maske, die wie ein viel zu enges Holz-Ganzkörper-Korsett wirkt, in einen kleinen Deku-Jungen.

 

Taya, eine kleine Fee, die mit ihrem kleinen Feen-Bruder Tael gemeinsam mit dem Horror Kid rumgezogen ist, bleibt unfreiwillig bei Link zurück. Sie macht sich große Sorgen um ihren Bruder, da das Horror Kid in letzter Zeit zunehmend immer böser zu ihnen geworden war.

 

Bei der Verfolgung des Horror Kids gerät Link in eine ihm fremde Welt: Termina. In der dortigen Unruh-Stadt steht der große "Karneval der Zeit" kurz bevor, der diesmal jedoch überschattet ist durch ein schreckliches Gerücht: Während des Festes soll der Mond auf die Stadt hinab stürzen! Was bisher noch keiner ahnt ist, dass dahinter auch wieder das Horror Kid mit seiner bösen Maske steckt...

 

Alle in Unruh-Stadt halten Link in seinem Deku-Aufzug für einen dummen kleinen Jungen und nicht für einen Helden und berühmten Schwertkämpfer. Er lernt ein junges Mädchen kennen: Anju, die auf ihren Verlobten Kafei wartet, der auf mysteriöse Weise verschwunden ist.

 

Und er erhält endlich seine obligatorische, den Nintendo-Spielen entlehnte Aufgabe: "Du musst die Vier aus den Sümpfen, den Bergen, dem Ozean und dem Canyon hierher führen..." So die Worte von Tael an seine große Schwester Taya. Zwar weiß Link noch nicht so recht, um welche "Vier" es sich eigentlich handelt, aber zumindest, wo er anfangen soll zu suchen...

 

Natürlich merkt man wieder, dass die Handlung der Geschichte auf das gleichnamige Spiel zurückgeht: Wie im Spiel muss Link seine Prüfungen eine nach der anderen abarbeiten. Das macht die Story natürlich etwas vorhersehbar, jedoch auch sehr geradlinig, weshalb man ihr gut folgen kann, was ja nicht bei jedem Manga der Fall ist.

 

Da der Mond mittlerweile bei seinem Sturz schon fast die Erde erreicht hat, ist es sozusagen allerhöchste Eisenbahn! Doch mit Hilfe seiner Okarina der Zeit, die er glücklicherweise von den beiden Feengeschwistern zurück erhalten hat, kann er die Göttin der Zeit dazu bringen, die Zeit um volle drei Tage zurück zu drehen, nämlich genau zu dem Zeitpunkt, als er Unruh-Stadt erreicht hat.

 

Im großen Uhrenturm der Stadt lernt er den "fröhlichen Maskenverkäufer", der sich dem Leser bereits ganz am Anfang der Geschichte vorgestellt hat, kennen und erfährt von ihm, dass die vermaledeite Majora-Maske ebenjenem vom Horror Kid geklaut wurde und was es mit ihr eigentlich auf sich hat: "Das Stück, das man mir gestohlen hat, ist als Majoras Maske bekannt. Sie ist ein sagenumwobenes Artefakt. Man sagt, dass derjenige, der sie trägt, von einer bösen Macht erfüllt wird. Der Legende zufolge war die Unheil verheißende Macht von Majoras Maske so groß, dass die Urväter Angst vor ihr bekamen und sie in ewige Finsternis einschlossen, um sie vor Missbrauch zu schützen. Oh... wenn der Kobold nicht gestoppt wird, geschieht ein Unglück!" Der Maskenverkäufer bittet Link nun um Hilfe dabei, die Maske wieder zurück zu bekommen.

 

Link und Taya beginnen nun also, die vier Orte aufzusuchen, von denen Tael gesprochen hatte. Dort lernen sie die sehr unterschiedlichen Bewohner kennen und müssen jeweils ein Problem für sie lösen.

 

Zuerst geht es nun also in die Sümpfe. Als Link dort fast in vergiftetem Wasser ertrinkt, wird er im letzten Moment gerettet. Als Gegenleistung soll er die Deku-Prinzessin aus den Klauen eines Monsters befreien. Mit seiner Deku-Maske, die er mittlerweile auf- und abzusetzen weiß, geht er zum Deku-Palast.

 

Odolwa, der sich selbst den "Schutzpatron des Waldes" nennt, hat die Prinzessin wegen ausstehender Schutzgelder sozusagen als Pfand entführt. Natürlich gelingt es Link, den Bösewicht zu besiegen und die Prinzessin zu retten.

 

Dabei befreit er ganz nebenbei noch ein riesiges geheimnisvolles Wesen, dessen wahre Bedeutung er und wir erste später erfahren werden (ist er etwa einer der Vier, von denen Tael gesprochen hatte...?), und erhält eine weitere Maske, die er ebenfalls später noch brauchen wird.

 

Dann geht es in die Berge. Dort treffen sie den Geist des toten Goronen Darmani. Er erzählt ihnen von seinem Problem, das ihn letztlich auch das Leben gekostet hatte: Natürlich hatte auch er wieder einen Konflikt mit einem Monster: Er wollte den übermächtigen Goht besiegen, der seine Welt unter Schnee und Eis versinken ließ, und ist gescheitert.

 

Obwohl Link Darmani selbst nicht mehr wirklich retten kann, kann er zumindest den anderen Goronen helfen und den bösen Goht besiegen - und damit den zweiten geheimnisvollen Giganten befreien! ... Und er bekommt wieder eine Maske:

 

Wie im Spiel erhält er jedes Mal eine Maske, wenn er ein Monster erledigt, und kann und muss diese im weiteren Verlauf des Abenteuers verwenden. Er hat nun schon eine Deku-Maske, die ihn in einen Deku verwandelt, und eine Goronen-Maske, um ein Gorone zu werden, und so weiter. Und nun versteht er auch: "Die Masken tragen das Wesen von Leuten in sich. ... Um den Fluch der (bösen) Maske aufzuheben, brauche ich viele andere Masken! ... Ja, die guten Masken bekämpfen die böse Maske... oder so ähnlich! ... Aber was sind diese Giganten?"

 

Nun geht es zum Meer. Beim Volk der Zora muss er den gefährlichen Gyog bezwingen, befreit den dritten Giganten und bekommt eine Zora-Maske.

 

In der Wüste schließlich besiegt er den "seelenlosen Wüstenkriecher Twinmold" und befreit auch den letzten Giganten.

 

Das Rätsel um die vier Giganten löst schließlich Anjus Großmutter in Unruh-Stadt: "Als diese Welt noch nicht in vier Teile gespalten war, lebten die Menschen mit vier Gottheiten zusammen. Eines Tages sprachen die Giganten zu den Menschen: 'Wir wollen uns schlafen legen und aus der Ferne über euch wachen. Jeder von uns wird 100 Schritte gen Osten, Westen, Norden und Süden setzen. Wenn ihr uns braucht, dann ruft nach uns. Euer Flehen erreicht uns auch noch hinter den Bergen und der See...'" Und wir erfahren noch, dass das Horror Kid früher ein Freund dieser Giganten war, den sie ebenfalls alleine ließen: "Es heißt, unter dem Schmerz dieses Kobolds, der von seinen alten Freunden im Stich gelassen wurde, brach die Erde in Stücke..."

 

Also muss Link die vier Giganten nun zusammen rufen und um Hilfe bitten, denn es ist wieder höchste Zeit: Der Mond hängt bereits bedrohlich tief über der Erde.

 

Es kommt zum Show Down mit dem Horror Kid im großen Uhrenturm der Stadt. Link ruft mit seiner Okarina die vier Giganten. Buchstäblich in letzter Sekunde kommen sie und heben den Mond wieder hoch.

 

Die Maske von Majora wird lebendig und fordert Link zu einem Kampf - oder wie sie es nennt: "Spiel"... - heraus. Doch natürlich hat sie die Rechnung ohne Link und seine Tapferkeit gemacht... Weiter vorne in der Geschichte heißt es dazu: "Du hast dich gut geschlagen, Junge! ... Ich weiß, dass du aus einer anderen Welt kommst. Und doch riskierst du dein Leben, um Termina zu helfen?" - "Es ist wahr... Ich bin in diese Sache gestolpert, ohne es zu wollen. Aber ich konnte doch nicht einfach wegschauen...!"

 

Natürlich gibt es ein "Happy End" - nur Zelda und Navi hat Link nun immer noch nicht gefunden - aber es gibt ja noch mehr Episoden...!

 

Am Ende bekommen wir noch eine Bonus-Geschichte zu lesen: Um mit den Worten des Autors Akira Himekawa zu sprechen: "Eine symbolschwangere Erzählung mit mythologischem Charakter" über die Entstehung von Majoras Maske, die ein Zwiegespräch zwischen einer geheimnisvollen Kreatur und einem Krieger zeigt...

 

Insgesamt ist der Manga wieder sehr stark an das Nintendo-Spiel angelehnt und daher prima geeignet, um das Spiel nachzuerleben. Allerdings wirkt die Story dadurch auch wieder sehr "computerspielmäßig", da Link - wie bei einem Computerspiel eben! - von einer Aufgabe zur nächsten eilt.

 

Dennoch ist er sehr spannend und daher eigentlich auch für "Nichtspieler" geeignet.

 

Er ist schön gezeichnet mit kraftvollen Kampfsequenzen und auch mit einer ordentlichen Priese Humor ausgestattet.

 

Fazit:

 

Wieder eine gelungene und spannende Spiele-Adaption in Manga-Form mit einer lehrreichen Botschaft: Allmacht verdirbt des Charakter - und wird am Ende doch bestraft!

 

Eure Meinung:


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Comic:

TM & © 2009 Nintendo. ZELDA NO DENSETSU ~ TOKI NO OCARINA ~ © 2000 Akira HIMEKAWA / Shogakukan Inc.

The Legend of Zelda – Majora’s Mask

Text & Zeichnungen:

Akira Himekawa

Format: Softcover

Sprache: Deutsch

Seitenzahl: 192

Altersangabe: ab 10

Verlag: Tokyopop

Erschienen: Dezember 2009

ISBN-Code (13):

978-3-86719-804-2

ISBN-Code (10):

3-86719-804-7

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 26.12.2009, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40