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The Quest for Aladdin’s Treasure (PC)

Rezension von Markus K. Korb

 

Wie ein Derwisch rase ich auf meinem fliegenden Teppich über die Wüstenlandschaft. Unter mir ziehen Palmen, Dünen, Tempelanlagen, Höhleneingänge und verlassene Ruinen nebst den Oberflächen von kleinen Seen vorbei.

Mein Ziel ist eine Höhle, in der ich den ersten Schlüssel für die Tempelanlage zu finden erhoffe. Ich lege meinen fliegenden Teppich in eine enge Kurve, dann bin ich da.

Ich verlasse meinen fliegenden Untersatz und trete ein in die Dunkelheit der Höhle. Zum Glück brennen hier und da ein paar Fackeln, so dass ich in der Mitte der Höhle den Puzzle-Stein gut erkennen kann.

Langsam trete ich heran und besehe mir das Mosaik am Boden vor dem Stein. Es stellt einen Halbmond dar. Nun werfe ich einen Blick auf das Puzzle. Einzelne Blöcke sind es, acht an der Zahl, auf deren Oberfläche Teile des Halbmond-Mosaiks zu finden sind. In der Mitte ist ein Block frei gelassen. Nun verschiebe ich probeweise einen der Blocksteine und siehe da – nach und nach gelingt es mir das Mosaik zu vervollständigen. Aus der Mitte erhebt sich wie von Geisterhand ein Schlüssel. Es ist der erste Schritt auf dem Weg meine geliebte Prinzessin Jasmin aus den Händen von Jafar zu befreien. Aber der Weg ist noch lang...

 

THE QUEST FOR ALADIN’S TREASURE nennt sich das Puzzle-Adventure aus dem Hause Oxygen Games, das hierzulande von der Software-Schmiede dtp Entertainment AG vertrieben wird. Es erscheint auf einer CD-ROM, welche ebenfalls das Handbuch zum Spiel enthält.

 

Story und Spielablauf:

In einem mystisch gehaltenen Orient, der direkt aus 1001-Nacht entsprungen ist, wurde Prinzessin Jasmin vom bösen Jafar entführt. Nun liegt es an Aladin seine geliebte Prinzessin aus den Klauen des mächtigen Zauberers zu befreien.

Auf seinem fliegenden Teppich eilt Aladin durch die Wüste, um in Höhlen verschiedene Puzzles zu lösen, um damit vier Schlüssel zu erhalten, die vier Tempelanlagen freischalten, in denen Aladin nach weiteren Rätseleinlagen zu vier Edelsteinen kommt, welche schlussendlich den Weg zum Großen Turm freigeben, wo die Prinzessin Jasmin gefangen gehalten wird.

Zunächst gilt es also die Höhlen aufzusuchen und dort die Schiebepuzzles zu lösen. Die Puzzles funktionieren wie in der Einleitung dieser Rezension beschrieben. Man steuert eine Hand, die Steinblöcke verschiebt und zwar immer auf eine freie Stelle. Nach und nach muss man so das auf den Steinen abgebildete Mosaik zusammensetzen. Dieses Prinzip ist bekannt und bedarf keiner weiteren Erklärungen. Intuitiv erlernbar und auch für Spieler im jüngeren Alter gut lösbar.

Weiter geht es mit dem jeweiligen Schlüssel, der eine dazugehörige Tempelanlage freischaltet. Hier folgen nun verschiedene andere Rätseleinlagen. Bei einer muss Aladin den Weg von einem Raum zum nächsten finden, indem er Bretter von Säule zu Säule legt und so die Abgründe überwindet. Was auf den ersten Blick wenig interessant klingt, bekommt seine Würze durch die verschiedenen Möglichkeiten, die das Rätsel zum Ausprobieren bietet.

Auf diese Weise rätselt man sich von Höhle zu Tempel und wieder zurück, bis man alle Schlüssel und Edelsteine zusammen hat, um Jafar im großen Turm entgegen zu treten.

 

Grafik und Sound

Die Grafikqualität von THE QUEST FOR ALADIN’S TREASURE schwankt zwischen mäßig und ordentlich gelungen. In dem die Puzzles verbindenden Wüstenlevel ist die Grafik gekennzeichnet von einer groben Pixelauflösung, einer geringen Sichtweite und dazu einer aufklappenden Umgebungstextur, was nicht mehr zeitgemäß ist.

Gelangt man in die Innenlevel sieht die Grafik besser aus. Für die Schiebe-Rätsel ist die Grafik zweckmäßig, für die anderen Tempel-Rätsel sogar ordentlich gelungen.

Im Sound-Bereich schlägt sich das Spiel kaum durchschnittlich. In den Wüstenszenen dümpelt im Hintergrund eine arabisch anmutende Musik vorhersehbar und in permanenter Wiederholung vor sich hin. Dies wird in den Rätselphasen zugunsten einer atmosphärischen Soundkulisse aufgebrochen, was besser zu der Grundstimmung dieser Phasen passt.

 

Fazit:

THE QUEST FOR ALADIN’S TREASURE ist ein Spiel, das den Fokus ganz klar auf die Rätseleinlagen setzt. Diese sind unterhaltsam gestaltet und schnell erlernbar. Gerade jüngere Spieler werden damit ihre Freude haben.

Negativ anzulasten ist dem Spiel seinen Mangel an grafischer und soundtechnischer Brillanz. Hier wurde viel Potential verschenkt. Würde sich die Entwicklercrew in diesen Bereichen noch intensiver mit dem Programm beschäftigen, wäre die Chance wesentlich höher, dass auch Nicht-Hardcore-Rätselfreunde auf eine Runde THE QUEST FOR ALADIN’S TREASURE verführt werden können.

So bleibt THE QUEST FOR ALADIN’S TREASURE ein unterhaltsames Spiel für Zwischendurch für alle, die über seine Mängel in grafischer und soundtechnischer Präsentation hinwegsehen können und stattdessen sich in die Rätsel- und Puzzleeinlagen vertiefen möchten.

 

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Eure Meinung:

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Stefanie
Donnerstag, 10. Januar 2008 15:53 Uhr
also so ein schlechtes Spiel hatte ich noch nie. Ich hatte es in einer Stunde durch und die "Rätsel" waren baby eierleicht. Dafür so viel Geld, mann mann mann. Ich fühl mich betrogen.

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The Quest for Aladdin's Treasure

von dtp Entertainment AG

Plattform: Windows XP / 2000 / 98

USK-Einstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gem. 14 JuSchG

ASIN: B000VZE8J8

Erhältlich bei: Amazon

 

Systemvoraussetzungen:

 

  • Pentium III 1,5GHz CPU
  • 256 MB RAM
  • 20 MB HD
  • CD-ROM Laufwerk

 

 

PS: Auf einem Windows-Vista-System war das Spiel nicht zum Laufen zu bringen. Unter XP funktionierte es, ab und an waren anfangs Abstürze zu vermelden. Später lief es einwandfrei.

 


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Erstellt: 30.11.2007, zuletzt aktualisiert: 16.08.2019 14:42