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The Unwritten – oder das wirkliche Leben 8: Apokalypse

Rezension von Christel Scheja

 

Bei „The Unwritten – oder das wirkliche Leben 8: Apokalypse“ handelt es sich nicht um die restlichen Hefte der ursprünglichen „Vertigo“-Serie sondern um eine eigenständige Mini-Serie, die das Schicksal von Tom Taylor und seinen Freunden noch einmal aufgreift und dann tatsächlich zum Abschluss bringt.

 

Tom hat es nicht nur geschafft, sich von dem Verdacht zu befreien, seinen Vater getötet zu haben, sondern konnte auch dessen Machenschaften in den literarischen Welten aufdecken und stoppen. Danach hat er den Fables im Kampf mit einem gefährlichen Gedner beigestanden.

Doch nun holt ihn die Verbindung zu seinem literarischen Alter-Ego wieder ein. Erneut muss er in die Rolle von Tommy Taylor zu schlüpfen, denn die fiktive und reale Welt beginnen ineinander zu fließen, was nur Leid und Tod bringt. Um das Eindringen von Kriegern aus erfundenen Welten in die der normalen Menschen aufzuhalten, muss er schleunigste den heiligen Gral oder das Maanim zu finden, jenes Artefakt, dass allein in der Lage ist, den Leviathan zu heilen, der alles zusammen hält.

Tom macht sich deshalb mit seinen Freunden auf, um sich den vielen Prüfungen und Gefahren zu stellen, die ihn erwarten. Dabei macht er mehrere Metamorphosen durch, nur um in den verschiedenen fiktiven Welten Spuren und wichtige Hinweise zu finden.

 

„Apokalypse“ schließt nahtlos an die Ereignisse der eigentlichen „Unwritten“-Serie und dem Crossover mit dem Fables an. Das bedeutet allerdings auch, dass der Einstieg ein wenig schwierig ist, da es immer wieder kleineren Rückbezüge gibt. Die Geschichte an sich ist klassisch, eine typische Queste nach dem Artefakt, dass die Welt retten, kann, wenngleich sie auch nicht unbedingt so gradlinig erzählt wird, wie man denken mag.

Tom Taylor ist der Champion, der Gralsritter, der von einer Prüfung in die andere gerät, um zu beweisen, dass er würdig ist. Dafür besucht er eine literarische Welt nach der anderen – man kann sich denken, dass es reichlich Zitate gibt, die vor allem belesene Fans verstehen werden.

Mann sollte zwischen den Zeilen lesen können, denn der Autor macht es nicht immer einfach, den Sinn einer Szene zu verstehen. Erst nach und nach fügen sich die Hinweise aber zu einem Ganzen zusammen.

Das sorgt dafür, dass die Serie nicht gerade seichte Unterhaltung ist, sondern eher ein schwereres Kaliber, dass einiges an Aufmerksamkeit abverlangt, wenn man die Zitate und Andeutungen verstehen will oder gar die kryptischen Äußerungen die manche der Figuren von sich geben.

Klischees halten sich in Grenzen, schwerer dürfte es sein, die manchmal etwas verworrene Handlung nicht aus dem Augen zu verlieren.

 

Das macht „The Unwritten – oder das wirkliche Leben 8: Apokalypse“ zu einem würdigen Abschluss der eigentlichen Serie, der noch einmal all das bietet, was diese ausmachte: Eine komplexe Handlung mit vielen Wendungen, literarischen Anspielungen und nicht zuletzt kaum zu durchschauenden Entwicklungen, die aber im Zusammenhang den Eindruck erst richtig abrunden.

 

Eure Meinung:

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Comic:

The Unwritten – oder das wirkliche Leben 8: Apokalypse

Autor: Mike Carey

Original: The Unwritten: Apocalypse # 1-12, USA, DC Vertigo, 2014/15

Panini Comics, 05/2016

Übersetzerin: Gerlinde Althoff

Titelbild: Yoko Shimizu

Zeichnungen: Peter Gross und Al Davison

Finish: Vince Locke, Al Davison, Peter Gross und Dean Ormston

Farbe: Chris Chuckry und Lee Loughridge

Taschenbuch, 284 Seiten

 

ISBN-10: 3957987075

 

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 04.06.2016, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:40