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Tierische Rebellen

Filmkritik von Christel Scheja

 

Tierdokumentationen funktionieren immer als Familienunterhaltung, vor allem wenn man sie in einen gewissen thematischen Zusammenhang stellt, so wie auch in dieser Dokumentation. „Tierische Rebellen“ stellt nämlich die „einfallsreichsten und frechsten Tiere der Welt“ vor und dies auf eine sehr verspielte Weise.


Natürlich kann man sich denken, dass die Tricks, die die Tiere anwenden, dabei helfen, einen Partner zu finden, genug Futter zu finden oder aber einfach nur geschützt vor ihren Feinden zu überleben, dazu gehört auch die Nahrungssuche. Diese drei Unterthemen bestimmen auch die vorliegenden Folgen.

Um den „Mann oder die Frau fürs Leben“ zu finden, müssen sich manche Tierarten schon sehr engagieren. Da genügt nicht immer nur ein schillerndes Federkleid, schöner Gesang und imposantes Auftreten. Manchmal geht es auch darum, anzugeben und zu lügen, oder aber einen Partner zu haben, der mit einem dem Paartanz aufführt. Und da bleibt dann letztendlich immer einer auf der Strecke.

Wenn man sich durchbeißen muss, ist Verwandlung manchmal ganz wichtig. Viele Tiere tarnen sich als Pflanzen oder Steine, warten geduldig bis die Beute heran ist oder der Duft sie anlockt, den sie nachahmen. Manche sind – auch wenn wir es erst nicht glauben mögen, für ihre Umgebung und Beutetiere perfekt durch Fellzeichnung getarnt oder haben gar keinen Eigengeruch.

Und das gilt auch für diejenigen, die sonst zu leicht gefressen werden könnten.


Der Aufbau und Inhalt der drei Episoden ist nicht so ungewöhnlich wie man denken mag. Natürlich haben sich die Macher die schrägsten Szenen aus dem Material herausgesucht – Momente, die erheitern und zum Lachen bringen, gerade wenn die Tiere ein Verhalten an den Tag legen, das einfach so verrückt ist, dass man nicht anders kann als sich zu amüsieren. Natürlich hat das alles einen ernsten Hintergrund – aber das wird auch erst im Nachhinein erwähnt.

Grusliger wird es dann schon, wenn die Gottesanbeterin nach der Paarung das auserwählte Männchen verspeist, nur um für die Eiablage gestärkt zu sein, aber das sorgt auch dafür, dass ihre Nachkommen mehr Kraft bekommen. Manche Szenen sind daher nichts für ganz kleine Kinder, diese sollte man nicht alleine vor dem Fernseher sitzen lassen, sondern die Episoden lieber gemeinsam kucken.

Erstaunlich ist, das manche uns grell erscheinenden Farben eine perfekte Tarnung sind, weil die eigene Beute, diese nicht wahrnehmen kann. Andere Tiere stehlen, lügen und betrügen, um einen Partner zu bekommen oder sich wieder mit diesen zu versöhnen, andere wieder tun dies alles, um zu überleben und stark zu bleiben.

Die Zusammenstellung ist jedenfalls gelungen, gerade beim Schauen sehr kurzweilig und unterhaltsam, auch wenn der Lehrwert, eher gering ist. Aber gerade darauf kommt es wohl bei dieser Dokumentation nicht an.



Fazit:


„Tierische Rebellen“ stellt zwar nicht die Außenseiter der Tierwelt vor, wie der Titel erst vermuten lässt, sondern bietet eher einen interessanten Einblick in das Leben der „einfallsreichsten und frechsten Tiere der Welt“, die durch ihre schräge Zusammenstellung, Schauwerte und augenzwinkernde Erzählweise die ganze Familie zu unterhalten weiß.



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Eure Meinung:

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DVD:

Tierische Rebellen

Darsteller: Joanne Ashmana

Regisseur: Hannah Gibson

Format: Dolby, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Region: Region 2

Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1

Umfang: 1 DVD

Polyband/WVG, 30. November 2018

Produktionsjahr: 2017

Spieldauer: 150 Minuten

 

ASIN: B07GRMD9JH

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 17.12.2018, zuletzt aktualisiert: 11.07.2019 22:43