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Tina

Filmkritik von Cronn

 

Sie gilt als eine der ganz großen Ikonen im Rock-Business: Tina Turner. Ihre kräftige Soul-Stimme, dazu der expressive Tanzstil und die lasziven Bewegungen machten aus dem Teenager Anna Mae Bullock unter Mitwirkung ihres Ex-Mannes Ike Turner den Star Tina Turner. Aber erste nach ihrer Trennung vom gewalttätigen Mann, der sie jahrelang misshandelte, erblühte der Glanz des Rockstars vollkommen: Eine Frau im Rock-Business, die für viele andere zum Vorbild wurde. Tough, aber dennoch feminin.

 

Die beiden Regisseure Daniel Lindsay und T. J. Martin haben eine Dokumentation erstellt, die unter dem Titel Tina nun u.a. auf DVD erhältlich ist.

Was die filmische Aufarbeitung bietet und welche Schwächen sie möglicherweise hat, soll die nachfolgende Kritik aufzeigen.

 

Verlagsinfo:

»Tina« ist die ultimative Dokumentation über den globalen Superstar Tina Turner und eine intime Hommage für eine zum Idol gewordene Sängerin, der es allen Widrigkeiten zum Trotz gelang, ihre Karriere, ihr Leben und ihr Vermächtnis nach ihren eigenen Regeln zu bestimmen.«

 

Soweit die offizielle Pressemitteilung von Universal Pictures, die knapp den Inhalt zusammenfasst. Dieser soll in der nachfolgenden Kritik wesentlich umfangreicher dargelegt werden.

 

Kritik:

Die beiden Regisseure Daniel Lindsay und T. J. Martin haben als Basis für ihre Dokumentation ein siebenstündiges Interview mit Tina Turner geführt. Diese lebt mit ihrem Ehemann Erwin Bach in der Schweiz ein zurückgezogenes Leben. 81 Jahre ist sie alt und derzeit unter einer Nierenkrankheit leidend.

 

Noch immer merkt man ihr an, dass die Ehe mit Ike Turner tiefe Wunden hinterlassen hat. Aber durch die Kraft, die ihr die Beschäftigung mit dem Buddhismus geschenkt hat, war es ihr möglich, Ike zu vergeben. Dies zeigt, welche innere Größe diese Frau in ihrem Leben erreicht hat, das nicht immer gut war, wie sie selbst sagt. Noch schärfer formulierte sie es in der Dokumentation so: »Es war kein gutes Leben.«

 

Der Film zeigt Tina Turner als Mensch, verharrt lange Zeit auf dem Trauma der Ehe mit dem gewalttätigen Mann, ehe der Streifen sich in die Glanzzeiten der 80er Jahre aufmacht, als Tina Turner ihre größten Erfolge feierte.

 

Dabei kommen Weggefährten ebenso zu Wort, wie auch der Ex-Ehemann Ike Turner. Die Schauspielerin Angela Basset, die Tina Turner im Film verkörperte, erhält Interviewpassagen. Auch Oprah Winfrey ist zu sehen und zu hören.

 

Aber immer wieder fällt der Ton der Dokumentation zurück ins Düstere. Etwa dann, wenn die Mutter von Tina Turner, welche die Familie – ebenso wie der Vater – verlassen hat, auf dem Höhepunkt des Erfolgs ihrer Tochter auftaucht und diese kaum kennt, wie in den Interviewpassagen aus den 80er Jahren erkennbar wird.

 

Schlussendlich schwingt sich die Dokumentation am Ende aber nochmals zu den positiven Seiten ihrer Karriere auf und zeigt eine Tina Turner dort, wo sie am glücklichsten wirken konnte: auf der Bühne bei einem Konzert.

 

Fazit:

»Tina« ist eine gelungene Dokumentation über den Weltstar, der etwas zu sehr die düsteren Seiten des Lebens von Tina Turner beleuchtet, aber am Ende versöhnlich endet. Ein empfehlenswertes Erlebnis, nicht nur für Tina-Turner-Fans.

 

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DVD:

Tina

Regie: Daniel Lindsay und T. J. Martin

Medienformat: PAL

Umfang: 1 DVD

Laufzeit: 1 Stunde und 53 Minuten

Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch

Universal Pictures, 8. Juli 2021

 

ASIN: B093RKFSTB

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 01.07.2021, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01