Tintenherz (Brettspiel)
 
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Tintenherz

Rezension von Sabrina Steinberg

 

Verlagsinfo:

Den erfolgreichsten deutschen Jugendroman gibt es jetzt auch als Spiel - gefragt sind Kreativit├Ąt und Gemeinschaftssinn!

 

Showdown in Capricorns Dorf. Der gef├╝rchtete Schatten ist aufgetaucht: Alle Spieler m├╝ssen gemeinsam die richtigen Worte finden, damit sich der Schatten gegen seinen Herrn, den b├Âsen Capricorn, wendet und die Welt von diesem ├ťbel befreit wird. Dazu m├╝ssen sie Meggie und Fenoglio unterst├╝tzen und mit Hilfe von offen ausliegenden Buchstaben W├Ârter zu vorgegebenen Aufgaben bilden. Erreicht Meggie zuerste das Ziel, haben alle Spieler gemeinsam gewonnen. Gelingt dies jedoch Capricorn zuerst, ist das Spiel verloren ...



Verst├Ąndlichkeit der Spielregeln:

Da kein geringerer als der Siedler von Catan Erfinder Klaus Teuber sich der literarischen Vorlage von Cornelia Funke annahm, kommt geballte Spieleentwicklererfahrung zum Einsatz.

Die Spielanleitung ist kurz und leicht verst├Ąndlich geschrieben. Durch bebilderte Beispielz├╝ge werden die Spielregeln schnell erkannt und man kann sofort losspielen. W├Ąhrend der Spiele traten nie Ungereimtheiten oder Fragen zum Spielablauf auf.

 

Spielablauf:

Das Ziel des Spieles ist es, aus den offen liegenden Buchstaben zu einer Aufgabenkarte W├Ârter zu bilden. Hat man die Aufgabe gel├Âst, dann r├╝ckt Meggie (= die Gute) ein Feld vor, wenn nicht dann Capricorn (= der B├Âse). Wenn Meggie als Erste das Ziel erreicht, dann haben alle Spieler gewonnen. Falls Capricorn zuerst ankommt, dann haben alle Spieler verloren.

 

Auf dem quadratischen Spielbrett befinden sich 25 Felder. Auf ein Eckfeld wird offen der Buchstabe ÔÇ×EÔÇť und diagonal dazu das ÔÇ×NÔÇť gelegt. Die restlichen 23 Buchstabenkarten werden verdeckt verteilt. Nun werden die Buchstabenkarten der beiden anderen Eckfelder sowie die der angrenzenden Felder aufgedeckt. Es liegen 12 Karten offen.

Fenoglio (= auch ein Guter), der die gr├╝ne Spielfigur ist, wird auf das ÔÇ×EÔÇť-Feld gestellt. Der Schatten (= zweiter B├Âser), der passend die schwarze Figur verk├Ârpert, wird auf das Feld in der Mitte gestellt.

Meggie (gelbe Figur) und Capricorn (rote Figur)stehen am Spielfeldrand und sind nur Anzeiger des Spielstandes.

Jeder Spieler erh├Ąlt einen Buchchip, mit dem man verhindern kann, dass ein offener Buchstabe durch den Schatten wieder umgedreht wird.

Die Sanduhr hat eine gr├╝ne und schwarze Seite. Die Farbseite die oben liegt ist am Zug.

Fenoglio beginnt. Es wird mit zwei W├╝rfeln gespielt. Der eine zeigt die Richtung an und der andere die Anzahl (1-3) der Felder, die man ├╝berqueren muss. Bei Fenoglios Zug wird nur die verdeckte Buchstabenkarte umgedreht, auf dem sein Zug endet. Beim Schatten werden alle offen liegenden Karten umgedreht ├╝ber die er hinweg gezogen wird. Es sei denn, man setzt einen Buchchip ein um dies zu verhindern.

Der Spielplan ist wie ein Schachbrett gemustert. Es gibt abwechselnd helle und dunkle Felder. Endet ein Zug auf einem dunklen Feld, dann w├╝rfelt der n├Ąchste Spieler und zieht die gleiche Figur. Endet der Spielzug auf einem hellen Feld, dann muss man eine Aufgabenkarte ziehen. War Fenoglio am Zug, dann vom gr├╝nen Stapel (sind die leichteren Aufgaben) und beim Schatten vom roten Stapel. Die Aufgabe wird laut vorgelesen (z.B. ÔÇ×Nenne einen Staat oder ein Land!ÔÇť oder ÔÇťNenne einen Gegenstand, den es zur Zeit C├Ąsers noch nicht gab!ÔÇť), dann wird die Sanduhr umgedreht und alle Spieler m├╝ssen bis zum Ablauf der Sanduhr (ca. 1 Minute) aus den offen liegenden Buchstaben ein passendes Wort finden. Wobei es Regeln f├╝r dieses Wort gibt: offene Buchstaben d├╝rfen mehrmals verwendet werden, Umlaute wie ├Ą=ae, Abk├╝rzungen sind nicht erlaubt, kein Wort darf mehrmals verwendet werden,.... ├ťber strittige W├Ârter entscheidet die Spielrunde. Wer ein g├╝ltiges Wort gefunden hat erh├Ąlt einen Buchchip und wer das l├Ąngste Wort gebildet hat noch zus├Ątzlich eine Chip.

Die Aufgabe gilt allerdings nur als gel├Âst, wenn bei 2 Mitspielern mindestens ein g├╝ltiges Wort, bei 3-4 Spielern zwei g├╝ltige und bei 5-6 Spielern drei g├╝ltige W├Ârter gefunden wurden. Dann darf wie eingangs erw├Ąhnt Meggie vorr├╝cken, ansonsten Capricorn.

Nach dem L├Âsen der Aufgabe ist die andere Spielfigur am Zug und zwar solange, bis auch sie auf einem hellen Feld landet. Dann wird eine Aufgabenkarte gezogen, ...



Spielspa├č:

Der Spielspa├č h├Ąngt in erster Linie von den W├╝rfelergebnissen der beiden ersten Runden ab und welche Buchstaben bereits offen liegen. Wenn man Pech hat und Fenoglio nur ein oder drei Feld(er) ziehen kann, dann wird kein neuer Buchstabe aufgedeckt und man muss sofort eine Aufgabe l├Âsen (Spielzug endete auf einem hellen Feld). Wenn man an Hand der offenen Buchstaben nicht gen├╝gend oder gar keine g├╝ltigen W├Ârter bilden kann, dann hat man auch nicht genug Buchchips, um den Schatten in der n├Ąchsten Runde aufzuhalten. Wenn jetzt der Schatten durch W├╝rfelgl├╝ck immer auf einem dunklen Feld landet, dann kann er durch seine Z├╝ge viele offene Buchstaben wieder verdecken. Wenn man dann noch Pech hat und er das ÔÇ×EÔÇť als einzig offen legenden Vokal verdeckt, dann ist es mit den vorhandenen Konsonanten unm├Âglich W├Ârter auf die zu l├Âsenden Aufgaben zu finden. Der Spa├čfaktor bei den Kindern sank rapide, wenn auch in den n├Ąchsten Runden kein geeigneter Vokal von Fenoglio aufgedeckt wurde (denn auch wenn jetzt ein ÔÇ×IÔÇť aufgedeckt wurde, es lie├čen sich nicht wirklich W├Ârter finden). Meggie bewegte sich gar nicht und Capricorn raste ins Ziel.

Wenn allerdings Fenoglio in seiner ersten Runde viele neue Buchstaben aufdeckt bzw. g├╝nstige Buchstaben f├╝r die Wortfindung bereits aufgedeckt liegen, dann werden von allen Mitspielern auch W├Ârter gebildet und es gibt als Belohnung viele Buchchips. Durch diese Chips hat der Schatten in der n├Ąchsten Runde keine Chance Buchstaben zu verdecken. Irgendwann sind allerdings so viele Chips im Spiel, dass man den Schatten eigentlich gar nicht mehr bewegen muss, weil er sowieso st├Ąndig am Verdecken gehindert wird. Dies l├Ąsst bei den ├Ąlteren Mitspielern den Spa├čfaktor wieder sinken. Hier wird eigentlich nur Meggie ins Ziel bewegt.

 

Altersgruppe:

Tintenherz ist f├╝r Kinder ab 10 Jahre gedacht. Wir stimmen dieser Altersangabe zu, da es etwas j├╝ngeren Spielern schwer viel, aus den Buchstaben W├Ârter zu bilden. Wenn viele Karten offen liegen, dann ist es f├╝r Erwachsene allerdings zu einfach.

Daher eignet sich Tintenherz eher als Familienspiel.



Ausstattung und Gestaltung:

Gleich vorweg: Den Spielkarton genauso wie das Buchcover zu gestalten ist genial. Als Fan von Tintenherz kann man dieses Spiel nicht ├╝bersehen und muss es einfach zur Hand nehmen. Und dann die Gestaltung der Buchstabenkarten, genauso sch├Ân verschn├Ârkelt wie im Buch. Auf den Aufgabenkarten tauchen die guten und weniger guten Gestalten des Buches als Bilder wieder auf und man denkt an das Lesevergn├╝gen zur├╝ck.

Das Spielbrett, die Buchstabenkarten und Buchchips sind aus stabiler Pappe. Die Spielfiguren sind aus Holz, in unterschiedlicher Gr├Â├če, Form und Farbe geschnitzt. Die Sanduhr mit ihrer gr├╝nen und schwarzen Seite verbindet gleich mehrere Funktionen f├╝r dieses Spiel.

Im Karton sind viele F├Ącher, so dass alle Figuren und Spielteile gut einsortiert werden k├Ânnen.

 

Anzahl von Mitspielern:

Man kann Tintenherz zu zweit oder sechst sehr gut spielen. Je mehr mitspielen, umso schwieriger ist es, g├╝ltige W├Ârter zu finden. Was aber auch seinen Reiz hat.

 

Fazit:

Endlich gibt es ein Brettspiel zu Conelia Funkes Roman ÔÇ×TintenherzÔÇť. Und was war nahe liegender als ein Spiel, bei denen es sich um die Macht der Buchstaben und W├Ârter dreht. Doch leider spielen die Charaktere aus dem Buch keine gro├če Rolle (Mo taucht gar nicht erst auf). Man h├Ątte die Spielfiguren auch namenlos lassen k├Ânnen, dann w├Ąre die Spieleinf├╝hrung f├╝r Nichtleser von Tintenherz einfacher. So ist es f├╝r den Nichtkenner der Tintenherzwelt schwer zu verstehen, warum jemand mit dem wundersch├Ânen Namen ÔÇ×CapricornÔÇť b├Âse sein soll.

Das Spiel eignet sich besonders als Familienspiel, da sich so die unterschiedlichen F├Ąhigkeiten im W├Ârtersuchen zu einem spannenden Mittel addieren.

Dar├╝ber hinaus ist es ein schnelles und geistig anregendes Spiel, f├╝r alle die Wortspiele lieben und Spa├č an einen wundersch├Ân gestalteten Familienspiel haben.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230607141039ef37c4fe
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Brettspiel:

Tintenherz

Autor: Klaus Teuber

Kosmos, Januar 2007

Coverillustration: Cornelia Funke

Grafik: Franz Vohwinkel

Spieleranzahl: 2-6

Alter: ab 10

Spieldauer: 30-40 Minuten

ASIN: B000MWT3SQ

Erh├Ąltlich bei: Amazon

 

Inhalt:

<typolist>

1 Spielplan

4 Spielfiguren

2 W├╝rfel (1 Augenw├╝rfel, 1 Richtungsw├╝rfel)

1 Sanduhr (Laufzeit ca. 1 Minute)

25 Buchstabenk├Ąrtchen

58 Buchchips

55 Aufgabenkarten

</typolist>


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Erstellt: 15.07.2007, zuletzt aktualisiert: 16.02.2018 17:50