Tochter der Zeit (Autorin : Elisabeth Haydon; Rhapsody-Saga Bd. 4)
 
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Tochter der Zeit von Elisabeth Haydon

Reihe: Rhapsody-Saga Band 4

Rezension von Christel Scheja

 

Die ursprünglich nur als Trilogie geplanten Abenteuer um die magische Sängerin Rhapsody waren in den USA und anderen Länder so erfolgreich, dass die Autorin ihre Saga fortsetzte. "Tochter der Zeit" ist damit der vierte Roman um die magische Sängerin Rhapsody und ihre Freunde Achmed und Grunthor.

 

Die drei Auserwählten haben schon viel hinter sich: Sie sind auf der Flucht vor gefährlichen und mächtigen Dämonen, den F´dor, über anderthalb Jahrtausende durch die Zeit gereist, nur um dort wieder mit ihren Erzfeinden aneinander zu geraten, die inzwischen weitaus mächtiger und heimtückischer wurden. Die Menschen ahnten nichts von der Gefahr und selbst Rhapsody und ihre Freunde hatten Schwierigkeiten die Ränke ihrer Feinde zu erkennen. Schließlich gelang es ihnen, mit ne dazu gewonnenen Freunden und Verbündeten, den F´dor und seine Kreaturen zu besiegen und damit eine alte Prophezeiung zu erfüllen.

Rhapsody nahm nach dem Triumph Titel und Krone der letzten Überlebenden ihres Volkes an und fand in dem drachenblütigen Ashe einen liebenden Gemahl. Achmed und Grunthor wurden zu den Hütern des vorher von allen gehassten Volkes der Firbolg.

Mehrere Jahre des Friedens sind vergangen. Es werden keine Kriege mehr geführt, man arbeitet in einem losen Bündnis zusammen und jegliche Gefahr durch Dämonen scheint vorüber. Rhapsody entschließt sich, ihrem Wunsch nachzugehen und endlich ein Kind von Ashe zu empfangen, auch wenn das durch sein Drachenerbe mit großen Gefahren für sie verbunden ist. Um ein wenig mehr Sicherheit zu haben, begeben sich die beiden in den Süden, um den Rat einer Seherin einzuholen.

Diese erklärt ihnen, das Rhapsody die Geburt eines Kindes aus Ashes Samen überleben wird, aber sie warnt das junge Paar auch vor einer Gefahr aus der Vergangenheit. Die beiden nehmen diese letzte Prophezeiung nicht ernst, denn sie stehen sich nicht so gut mit der Seherin und machen sich auf den Heimweg.

Sie ahnen jedoch nicht, dass ein weiterer Feind aus der fernen Vergangenheit aufgetaucht ist und bereits seine Fäden spinnt, um Rhapsody in seine Finger zu bekommen. Denn die Sängerin hat vor vielen Jahren ihm gegenüber einen Schwur getan. Da sie ihn seiner Meinung nach gebrochen hat, will er nun grausame Rache an ihr und allen, die sie liebt nehmen. Schon bald trifft die Sängerin auf ihn, und muss um ihr Leben fürchten…

Ihre Freunde können ihr nicht beistehen, denn auch Achmed bekommt es nun mit jemandem zu tun, dem er in jüngster Vergangenheit geschadet hat, und ahnt nicht, dass er das Verderben in sein Reich einlädt.

Nicht zuletzt ist da noch eine dritte Macht, die ihre Hände im Spiel hat, als die Herrscherin des mächtigen Reiches Sorbold und ihr Sohn sterben und das Reich ohne Führung zurück lassen.

 

Elisabeth Haydon benutzt alle Versatzstücke, die in der High-Fantasy für weibliche Leser heute so beliebt sind: Eine epische Handlung um drei Auserwählte, die gegen das Böse kämpfen müssen und auf ihrem Weg Freunde und Feinde sammeln, vermischt mit keltisch-nordisch angehauchter Magie und Mystik, einer schönen und begabten Heldin mit einem weichen Herz, deren Gefährten vielleicht harte Schalen aber in erster Linie einen eher zartfühlenden Kern haben.

Was Elisabeth Haydons Romane wohl von denen anderer Autoren unterscheidet ist, dass es sehr familiär und menschelnd zugeht, die Beziehungen zwischen den Figuren stehen im Vordergrund, nicht etwa eine von Action dominierte Handlung in der unzählige Krieger ins Feld geschickt werden und die Waffentechnik ausführlich beschrieben wird. Selbst die Magie wird eher sparsam und sinnvoll eingesetzt.

Trotzdem gelingt es der Autorin durch geschickt verwendete und miteinander verflochtene Elemente, eine kurzweilige Handlung zu erzählen, die sich konsequent aufbaut, trotz wechselnder Ebenen überschaubar bleibt und immer noch genug Fragen offen lässt, um neugierig zu machen.

 

Zwar ist Tochter der Zeit kein herausragendes Meisterwerk, das zu einem Klassiker heranreifen dürfte, der Roman bietet aber vor allem Lesern, die romantisch-abenteuerliche Geschichten mit einem Schuss Mystik und Magie lieben, spannende Unterhaltung.

Da der Roman sich leider sehr oft auf die ersten Bände bezieht und manches als bekannt voraussetzt, werden Neueinsteiger es nicht ganz so leicht haben, in die Handlung hinein zu finden.

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202405261450389a447b39
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Tochter der Zeit

Reihe: Rhapsody-Saga, Bd. 4

Autorin: Elisabeth Haydon

Broschiert, 719 Seiten

Heyne, erschienen Dezember 2006

ISBN: 3-453-52245-1

Übersetzung aus dem Englischen von Michael Siefener

Titelbildgestaltung von Nele Schütz Design, Karte von N.n.

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 05.12.2006, zuletzt aktualisiert: 31.03.2024 20:18, 3172