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Tod und Verderben von Dan Abnett und Ian Edginton

Reihe: Warhammer 40.000 Bd 2

 

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Die brutalste und grausamste Rasse des Warhammer 40.000 Universums, die Orks, spielen die zentrale Rolle in der zweiten Graphic Novel dieser grandiosen Science-Fiction-Reihe! Nichts und niemand ist gegen sie gefeit, wenn sie das Kriegsbeil untereinander begraben und auf einem gemeinsamen Feldzug durch die Galaxis walzen ... So wie in dieser beklemmenden Story!

 

Ein wahres Meisterwerk unter den Graphic Novels!

 

Rezension:

Im Mittelpunkt des zweiten Comicbandes aus der Warhammer 40K Reihe von Panini stehen nur scheinbar imperiale Truppen. Oberst Izraell Honor Castillian vom 96. Regiment der Wüstenkrieger von Talarn gerät bei einer Schlacht gegen die Orks in Gefangenschaft. Er überlebt nur deshalb, weil ihn der etwas beschränkte Orkboss Skyva für einen dürren Grott hält, da der Oberst mit einer dicken Schicht grünen Schleims überzogen ist und bestialisch stinkt. Durch Zufall scheint das Glück just seit diesem Moment auf Skyvas Seite zu stehen und so mag er sich gar nicht mehr von seinem Glücksmaskottchen trennen. Während der Ork so die Hierarchie nach oben fällt, bemüht sich der Mensch verzweifelt aus seiner misslichen Lage zu entkommen.

Die an Slapstick und Humor reiche Handlung offenbart eine Menge Spaß am Detail und eine Vorliebe für die charmante Art der Orks. Trotz diverser Gewaltszenen bleibt ein beständiges Grinsen im Gesicht des Betrachters. Sicher kann man sich fragen, ob martialische Schlachten wirklich Anlass zur Freude geben, aber Warhammer 40.000 ist in erster Linie ein Taktik-Spiel und meist auch entsprechend ernst – die Betonung seiner witzigen Seiten hilft, dem ganzen seinen übertriebenen Ernst zu nehmen. Es ist ein großer Spaß und beide Autoren sind sich dessen in jeder Szene gewiss.

Ein weiteres Plus ist die fantastische zeichnerische Umsetzung. Düster im Grundton, herrlich ausdrucksstark in den Portraits und vo0r allem weit entfernt von Manga. Mit zum Teil unmöglichen Perspektivwechseln gelingt es, sowohl das Chaos der Schlacht darzustellen, als auch die spontane Art der Orks. Die düstere und flächige Kolorierung unterstreicht dabei die Endzeitstimmung.

 

Die zweite Geschichte Die Besucher setzt sich mit einem ganz anderen Problem auseinander. Nämlich dem, was den Orks folgt. Wenn die Truppen des Imperiums einem überfallenen Planeten zur Hilfe eilen und weitaus größere Furcht bei der Bevölkerung zurücklassen, als die Orks, deren Brutalität irgendwie zu ihnen passt, zu den fremdartigen Bestien. Aber Engel als fürchterliche Streiter - das ist schwer zu verstehen für einen einfachen Bauern.

Im Stil einer Chronik erzählt und gezeichnet, stellt die Kurzgeschichte einen herben Kontrast zur trashigen Hauptstory dar.

Es gibt sogar noch ein angefügtes zweites Ende (oder es fehlt einfach nur der Titel der Geschichte), in der das sterben eines Space Marines dargestellt ist. Heroisierend und kultig zugleich, so wie es sich Spieler vorstellen.

 

Und auch für die letzte Geschichte hat sich Dan Abnett den Black Templars gewidmet. Während wir noch Texte aus der Einsatzbesprechung lesen, vollzieht sich in den Bildern bereits der Kampfeinsatz, bei dem nur ein Marine durchkommen muss um eine Stadt der Chaus Space Marines für eine Invasion vorzubereiten. In schnellen Szenen vollzieht sich so eine typische Heldentat, ohne je wirklich in Pathos zu verfallen.

 

Panini gönnt dem schönen Trade das gewohnte Glossar und eine Covergalerie der Originalausgaben.

 

Fazit:

Tod und Verderben ist ein großer Comicspaß, der das doch brachiale Thema mit Witz und tollen Bildern umsetzt. Nicht nur für Orkfreunde eine Empfehlung. Angereichert mit drei Kurzgeschichten zum Thema Space Marines, die eine etwas düstere Sicht auf diese Streiter für den Imperator werfen, ist der Band nicht nur für Fans des Spiels ein zwar blutiges, aber sehr gut präsentiertes Comic-Erlebnis.

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Comic:

Tod und Verderben

Reihe: Warhammer 40.000 Bd. 2

Autoren: Dan Abnett und Ian Egdinton

Script: Ian Edginton

Zeichner: Danial Lapham, Tony Parker und Rahsan Ekedal

Greg Boychuck (Die Besucher), Lui Antonio (Tod aus den Lüften)

Koloristen: Aeronik und Lads Helloven

J. M. Ringuet (Die Besucher, Tod aus den Lüften)

Übersezter. Hartmut Kotzbücher

Panini, 2008

 

ISBN-10: 3866075766

ISBN-13: 978-3866075764

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 03.08.2008, zuletzt aktualisiert: 14.07.2019 13:58