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Unbekanntes Afrika

Rezension von Christel Scheja

 

Afrika ist immer wieder beliebtes Thema von Dokumentationen. Die BBC hat bereits einige Regionen genauer vorgestellt und das Leben dort aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet. Deshalb mag man sich vermutlich fragen, ob die Dokumentation der Bezeichnung „Unbekanntes Afrika“ wirklich gerecht werden kann.

 

In fünf Episoden werden genau so viele unterschiedliche Regionen und Landschaftsformen genauer vorgestellt. Diesmal konzentrieren sich die Macher aber nicht auf die klassischen und gängigen Motive und picken sich eher die Dinge heraus, die man bisher noch nie oder noch nicht häufig gesehen hat.

Zunächst geht es in die „Kalahari“, wo Forscher den sogenannten „Feenkreisen“ nachgehen, deren Ursprung immer noch nicht bekannt ist. Wie schaffen es Löwen Straußenküken Erleichterung bei der Hitze zu verschaffen, ohne sie jedoch umzubringen? Und was ist besonderes an dem „Drachenhautloch“ einem riesigen unterirdischen See.

Auch in der „Savanne“ gibt es eine Menge zu entdecken, angefangen mit Agamen, die auf Löwen herumklettern bis hin zu dem munteren Brummeln der Elefanten.

„Der Kongo“ steht für die Regenwald-Regionen und ihre vielfältige Tier und Pflanzenwelt – aber auch dort müssen Schimpansen Tricks entwickeln, um Honig zu erbeuten und Bewohnern, die man eigentlich mehr im Meer vermutet.

„Das Kap“ zeigt seine ganz eigene Landschaft im gemäßigten Klima, mit Tieren, aus dem Polarmeer die sich gerne auch einmal an die Küsten verirren und dort die Menschen aufmischen, wie etwa die Pinguine.

In der letzten Folge geht es schließlich in die lebensfeindliche Welt der „Sahara“, aber sind die Sanddünen und kargen Felslandschaften wirklich so unbewohnt? Wie schaffen es Tiere und Pflanzen dort zu überleben und was ist das besondere an der „Rose von Jericho“, die viele hierzulande auch kennen dürften?

 

Natürlich kennt man einige der Landschaftsaufnahmen schon aus den anderen Dokus, die sich mit Afrika oder dem Leben in bestimmten Landschaftsformen beschäftigt haben und nicht alle Informationen sind wirklich neu oder überraschend, aber dennoch haben es die Macher geschafft auch die ein oder andere Überraschung zu präsentieren, die man so noch nicht kannte. Erstmals gibt es auch einen Blick auf die „Feenkreise“ die wohl nicht nur ein europäisches Problem sind, sondern auch in Afrika vorkamen, Spitzmailnashörner, die eigentlich als Einzelgänger gelten, zeigen in der Nacht ein sehr soziales und freundschaftliches Verhalten zu ihren Artgenossen.

Die Naturgewalten im Kongo sind ebenso ihren Blick wert, ebenso wie die kleinen Wunder der Tierwelt, wenn eine Heuschrecke mal eben einen Palmfrosch „überrennt“ oder Ameisen, die sich in der Sahara durch ganz besondere „Anzüge“ zu schützen wissen.

So kann die Dokumentation den oft gezeigten Gebieten und Tieren – gerade was die Episoden über die Savanne und das Kap angeht, deren Inhalte man wohl am besten kennt - doch noch etwas Neues abgewinnen, kleine Details, die die Dokumentation spannend und unterhaltsam machen. Besondere Momente werden minutenlang zelebriert, damit man sie auch genießen kann, das Motto „Zeigen statt nur drüber zu reden“ herrscht vor.

Alles in allem sind die fünf Folgen eine runde Sache, vor allem wenn man ohne Vorurteile und besondere Erwartungen an die Dokumentation herangeht. Sie ist gleichermaßen für Neulinge als auch für Kenner der Materie interessant, da es immer entsprechende Einführungen gibt, diese aber nicht zu lang sind, als dass sie die eigentlichen Highlights überschatten könnten.

Wie immer sind die Aufnahmen sehr stimmungsvoll aufbereitet und mit Musik unterlegt. In den Making-of’s zu jeder Folge erfährt man zudem mehr über die Arbeit der Filmemacher, die Schwierigkeiten, die sie bewältigen mussten und die Überraschungen, die sie selbst bei den Drehs erlebt haben. Bild und Ton sind auf der Höhe der Zeit

 

 

Fazit:

 

„Unbekanntes Afrika“, den ein oder anderen aus dem Fernsehen, vielleicht auch unter dem Titel „Afrika – der ungezähmte Kontinent“ bekannt, bietet wieder einmal atemberaubende Naturaufnahmen, interessante Erkundungen der markantesten Regionen dieses Erdteils und nicht unerwartete Einblicke in die Tier und Pflanzenwelt Afrikas, die auch Fans anderer Dokumentationen über diesen Teil der Welt so noch nicht kannten. Damit wird sie zu einer lohnenswerten Ergänzung zu anderen Filmreihen, die nicht nur Einsteiger in die Materie, sondern auch erfahren Zuschauer beeindrucken und verzaubern kann.

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DVD:

Unbekanntes Afrika

Regisseure: Hugh Pearson, Simon Blakeney und Matthew Wright

Format: Dolby, PAL, RC 2

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Umfang: 2 DVDs

Polyband/WVG, 12. November 2013

Produktionsjahr: 2013

Spieldauer: 250 Minuten

 

ASIN: B00DYFCYI4

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 11.12.2013, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01