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Unser Gehirn

Rezension von Christel Scheja

 

„Das Gehirn“ ist die Schaltzentrale menschlichen Lebens. Es steuert nicht nur die Körperfunktionen, es ist auch der Sitz unserer Persönlichkeit, verbunden mit allen Erinnerungen, der Fähigkeit zu lernen und diese Dinge dann über einen langen Zeitraum zu beherrschen.

In der gleichnamigen vierteiligen Dokumentation stellen Peter Coyote und Michael Buble nun die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Thema Hirnforschung vor und geben Tipps, wie man sein Gehirn selbst fit halten kann, wenn man das möchte.

 

In der ersten Episoden geben nicht nur Neurologen und Kognitionswissenschaftler interessante Einblicke in die Funktionen des menschlichen Gehirns, die schon lange bekannt sind, sie geben auch die neusten Erkenntnisse und Forschungsergebnisse preis, zeigen, dass das Studium des Gehirns gerade in den letzten Jahren große Schritte nach vorne gemacht haben. Zunächst erklären, wie sich das Gehirn entwickelt, wann immer es sich verändert und wann es beginnt, sich abzubauen.

Aber man kann auch aktiv dagegen angehen und diesen Vorgang verlangsamen, sein Gehirn mit einigen Übungen und Tricks bis ins hohe Alter flexibel und fit halten – wie genau das geht, das verrät die Dokumentation.

In der zweiten Folge konzentrieren sich die Aussagen auf die wichtigsten Sinne des Menschen – Sehen und Hören. Wie beeinflussen diese unseren Geist, wie kann das Gehirn nach und nach umschalten, und verschiedene Reize selbstständig ergänzen wenn Augen und Ohren schlechter werden? Wie kann man sich auch noch im Alter Unabhängigkeit vom Zustand der Sinne bewahren?

Auch „Grenzen überschreiten“ gehört dazu auch wenn hier eher Forscher unterwegs sind und austesten, zu welchen Höchstleistungen das Gehirn fähig ist. Noch immer betreten die Forscher Neuland, wenn sie sich auf diesem Gebiet bewegen und machen überraschende Entdeckungen. Doch lassen diese sich so einfach verallgemeinern, sind die Entwicklungen nicht eher individuell verschieden?

Dann wird noch ein Blick auf „Das Musikalische Gehirn“ geworfen und verraten, „Wie Musik in unserem Kopf entsteht. Ausgerechnet der bekannte britische Popmusiker Sting hat sich als Versuchskaninchen und Testperson zur Verfügung gestellt, fasziniert von den Entdeckungen, die Forscher wie Daniel Levitin machen.

 

Heute ist es beliebt, Dokumentationen zu eigentlich eher trockenen und schwer verständlichen Themen, die aber auch das alltägliche Leben der Menschen selbst betreffen, nicht nur anschaulich mit Beispielen aus dem Alltag und in einfacher Sprache zu erklären, sondern auch den Zuschauer direkt mit einzubeziehen, in dem die Macher ihnen Tipps und Ratschläge an die Hand geben, wenn sie durch die Inhalte aufgeschreckt werden. So erhalten die Folgen auch noch einen gewissen pädagogischen Anspruch.

Natürlich werden die meisten Informationen erst einmal auf auf klassische Art durch ausführliche Erläuterungen der Wissenschaftler vermittelt, diese versuchen alles bewusst allgemeinverständlich zu erklären, um die Masse der Zuschauer anzusprechen und nicht zu langweilen.

Dabei ist das Wissen in gut verdauliche Häppchen aufgeteilt, die man auch mit niedriger Bildung gut verdauen kann. Beispiele erleichtern das Verständnis und Anregungen helfen dabei, die Informationen zu verdauen, so dass sie auch noch nach dem Anschauen der Folge im Gedächtnis bleiben.

Jede der Folgen wird von umfangreichen Bonus-Material begleitet. So erfährt man auf der ersten DVD mehr über Krankheiten, die das Gehirn negativ beeinflussen, gut eine Dreiviertelstunde erzählen Wissenschaftler dabei von den neusten Erkenntnissen in der Parkinson-Forschung. Allerdings sind diese Filme nur untertitelt.

Alles in allem bekommt der interessierte Zuschauer eine Menge an Material an die Hand, informative Einblicke in den derzeitigen Stand der Gehirnforschung und so gut vermittelt, dass man sich weder langweilt noch irgendwann nichts mehr versteht. Allerdings sind viele Aussage auch harter Tobak, so dass die Folgen nicht am Stück genossen sondern einzeln angeschaut werden sollten. Bild und Ton sind der Zeit der Entstehung der Serie angemessen.

 

 

Fazit:

 

„Das Gehirn“ ist eine Dokumentation über ein Thema, das uns alle angeht und viele in der ein oder anderen Form beschäftigen dürfte. Sie klärt über vieles auf, gibt den aktuellen Stand der Forschungen wieder und bezieht den Zuschauer immer wieder mit ein, so dass die Informationen nicht schon wieder nach einigen Stunden vergessen sind. Wer sich also für diesen Bereich seines Körpers interessiert und gerne mehr erfahren möchte, liegt mit dem Kauf dieser DVD genau richtig.

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DVD:

Unser Gehirn

Moderatoren: Peter Coyote und Michael Bublé

Format: Dolby, PAL

Sprache: Deutsch, Englisch

Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1

Umfang: 4 DVDs

Polyband/WVG, 25. Juli 2014

Produktionsjahr: 2011

Spieldauer: 230 Minuten

 

ASIN: B00JFIPU8K

 

Erhältlich bei: Amazon

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202302051818395d8c835e
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Erstellt: 11.08.2014, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01