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Unter Wasser liebt sich’s besser von Mary Janice Davidson

Reihe: Fredrika Bimm, Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

Drei Bände umfasst die „Fredrika Bimm“-Serie von Mary Janice Davidson. Diesmal spielen in der Geschichte nicht die Wesen der Nacht sondern die der Meere eine Rolle. Die Titelheldin selbst ist eine von ihnen, wenn auch nur zur Hälfte. So war es nicht verwunderlich, dass Frederika Bimm einen Beruf ergreift, der sie immer in die Nähe des nassen Elements bringen.

Als Meeresbiologin fühlt sie sich im Aquarium und unter den Fischen besonders wohl. Bisher ist es ihr sogar gelungen ihr Geheimnis zu verbergen, denn immer wenn sie ins Wasser geht, verwandelt sie sich in eine Meerjungfrau. Dass das ihrem Liebesleben abträglich ist, versteht sich von selbst.

 

Seit einiger Zeit aber ist das anders, denn durch mehrere Ereignisse und zwei Männer ist ihr Leben auf den Kopf gestellt worden. Da ist einmal Artur der zugegebenermaßen etwas eitle Prinz der Meeresbewohner, der sie sehr interessant findet und seit einiger Zeit umwirbt – und ein Kollege. Gerade der Meeresbiologe Thomas hat es ihr sehr angetan, auch wenn er sich leider in eine andere Meerjungfrau verkuckt hat.

In „Unter Wasser lebt sich’s besser“ hat sich das Leben für Fredrika um einiges verkompliziert. Weil sich das Meeresvolk der Öffentlichkeit gezeigt hat und nun nicht mehr länger seine Existenz verleugnet, kann sich die junge Frau nicht vor Fotografen und Reportern retten. Sie sehen sie als Botschafterin des Meeresvolkes, da sie als Angehörige beider Spezies beide Seiten kennt.

Und als wäre das nicht noch genug ist Thomas auf und davon. Aus lauter Frust hat sie das Angebot von Artur aufgenommen und ist nun drauf und dran, die zukünftige Königin des Meeresvolkes zu werden, was zusätzliche Pflichten bedeutet.

Um ein wenig Ruhe und Entspannung zu haben, beschließt sie sich bis zur Hochzeit in ein neu gemietetes Haus zurück zu ziehen.

Doch sie hat die Rechnung ohne ihre Freunde gemacht. Ehe sie sich versieht, nisten sich die, denen sie in der letzten Zeit nahe gekommen ist, in ihrem Zuhause ein und lassen sie auch dort nicht wirklich zur Ruhe kommen.

Und dann taucht auch noch überraschend ihr Vater auf, der lange Jahre als verschollen galt. Doch was führt das Schlitzohr, das in seinem Volk als Verräter gilt, im Schilde? Oder will er wirklich nur seine Tochter kennen lernen?

In der Bonusgeschichte führt die Autorin neue Helden aus der irisch-britannischen Feenwelt ein und erzählt deren Bemühungen um einen offensichtlichen Zombie, der aber keiner ist.

 

„Unter Wasser liebt sich’s besser“ ist glücklicherweise der dritte und abschließende Teil der Meerjungfrauen-Saga aus der Feder von Mary Janice Davidson. Denn anders als die „Betsy Taylor“-Romane, die das Genre zumindest anfangs noch gelungen persiflierten, ist die Serie im „Fredrika Bimm“ eigentlich nur vordergründiger Klamauk im Niveau einer Daily Soap. Wirklich witzig sind die Ereignisse nicht, dazu agieren die Figuren einfach zu übertrieben und zu albern, egal ob sie nun aus dem skurrilen Wasservolk stammen oder einfach nur Menschen sind.

Zwar ist die Geschichte flüssig und unterhaltsam geschrieben, aber der Funke will nicht überspringen, weil die geschilderten Ereignisse einfach zu oberflächlich sind. So mögen die Intrigen des frisch aufgetauchten Vaters zwar die Handlung etwas voran zu treiben, sind im Grunde jedoch nur Staffage.

Die stellenweise sehr albernen Dialoge wirken zudem manchmal nur ermüdend, gerade wenn Gags nicht nur einmal wiederholt werden oder sich Figuren, die Respektspersonen sein sollten und mehr Erfahrung besitzen, dennoch aufführen wie hormongesteuerte Teenager. Und auch das Ende kommt nicht sonderlich überraschend, ist ein Happy End für die Heldin doch vorprogrammiert. Auch die Bonus-Geschichte ist leider nicht viel besser, außer viel Gerede passiert eigentlich so gut wie nichts.

 

Auch in „Unter Wasser liebt sich’s besser“ dienen phantastische Elemente nur als Staffage haben weiterhin keine Bedeutung für die eigentliche Geschichte, in der es sich immer noch um ein kunterbuntes Liebesdreieck dreht, das wie immer von Figuren von außen ordentlich aufgemischt wird.

Wer eine leichte Liebesroman-Strandlektüre sucht, bei der er nicht nachdenken muss, liegt mit dem Roman richtig, aber Genre-Fans werden nichts finden, was ihnen gefallen dürfte.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Unter Wasser liebt sich’s besser

Reihe: Fredrika Bimm, Bd. 3

Autor: Mary Janice Davidson

broschiert, 333 Seiten

LYX/Egmont Verlagsgesellschaften, Köln, erschienen Mai 2010

Übersetzung aus dem Englischen von Stefanie Zeller

Titelbildgestaltung von Hildendesign unter Verwendung eines Motives von shutterstock

ISBN-10: 3802582535

ISBN-13: 978-3802582530

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.06.2010, zuletzt aktualisiert: 27.11.2019 19:45