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Valkyrie – Jane Foster 1: Strahlender Todesengel

Rezension von Christel Scheja

 

Der »War of the Realms« konnte zugunsten der Avengers und ihrer Verbündeten entschieden werden, doch der Kampf gegen den Dunkelelfen Malekith hat einen hohen Preis gefordert. Alle Walküren sind gefallen und nun gibt es niemanden mehr, der die gefallenen Krieger nach Wallhall geleiten kann. Aber dennoch zeigt sich bald, das nicht alles verloren ist, denn es kann noch jemandem geben, der an die Stelle von Brünnhild tritt.

 

Jane Foster war schon viel. Sie hat an der Seite ihres geliebten Thor gekämpft, schon selbst den Hammer geschwungen, als er nicht mehr würdig war, in ihrem normalen Leben ihren Job als Ärztin weiter geführt und sogar den Krebs besiegt. Aber nun hängt sie gerade in der Schwebe. Sie spürt, dass sie nicht mehr wirklich in ein ruhiges irdisches Leben im Krankenhaus zurückkehren könnte.

Just in diesem Moment wird sie erwählt und zur neuen Valkyrie. Von nun an ist sie die Vermittlerin zwischen den Welten, auch wenn sie noch eine Menge über sich und ihre neuen Fähigkeiten zu lernen hat.

Dennoch kann sie sich nicht ausruhen, denn schon bald tötet ein irrsinniger Feind ohne Grund Menschen und scheint sie damit heraus fordern zu wollen. Jane Foster stellt sich dem Kampf, der allerdings wieder einen hohen Blutzoll fordert, einen, mit dem sie so nicht gerechnet hat.

 

Helden müssen sich weiter entwickeln, gerade wenn sie nur eine Zeit lang die Rolle eines anderen und dessen Aufgaben übernommen haben. Das ist auch bei Jane Foster der Fall, die heldenhaft als weiblicher Thor an der Seite der anderen stand. Sie hat während des »War of the Realms« mit den Walküren eine bedeutsame Schlüsselstellung eingenommen, dann aber auch mit ansehen müssen, wie die anderen starben.

Deshalb spürt sie um so mehr, dass nun, wo sie nicht mehr den Hammer schwingen kann, neue Aufgaben auf sie warten. Davon erzählt dieser Band, der auf der einen Seite eine Heldin zeigt, die in ein ganz normales Leben zurückkehren könnte, sich in diesem aber nicht mehr wohl fühlt und auf der anderen Seite ihre neuen Aufgaben, die es mehr in sich haben, als man denkt. Erneut kommt dabei auch ihre Einstellung als Heiler zur Hilfe – sie ist nicht nur eine gnadenlose Kämpferin.

Ein Großteil des Bandes ist dem Gefecht gegen Bullseye gewidmet, aber ein Teil auch den Gefahren, die wie bei Thor eine mystische Note haben. Jane Foster muss sich weniger mit Technik herumschlagen als mit Magie und so ist es auch kein Wunder, dass sie es bald mit anderen wie ihr zu tun bekommt, unter anderen Doctor Strange.

Alles in allem ist die Geschichte so gestaltet, dass man nicht viel wissen muss, um sich zurecht zu finden, der Inhalt ist selbsterklärend und vielleicht auch ganz gut für den Einstieg geeignet. Auch ist die Superhelden-Note stark zurückgenommen, so dass der Fantasy-Effekt deutlicher zu Tage tritt.

 

Fazit:

»Valkyrie – Jane Foster: Strahlender Todesengel« dürfte allen gefallen die eher die mystische Seite der Avengers, aber auch handfeste Action mögen. Die Geschichte ist ohne großes Vorwissen verständlich und daher vielleicht auch für Leser interessant, die sich einmal mehr mit dem ständig wandelnden Marvel-Kosmos vertraut machen möchten.

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Eure Meinung:

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Comic:

Valkyrie – Jane Foster 1: Strahlender Todesengel

Original: Valkyrie: Jane Foster #1-5, 2019/20

Autoren: Jason Aaron und Al Ewing

Zeichnungen: Cafu, Frazer Irving, Ramon Perez, Roberto Poggi und Cian Tormey

Farben: Jesus Aburtov und Frazer Irving

Übersetzung: Alexander Rösch

Panini Comics, 05/2020

Taschenbuch, 156 Seiten

 

ISBN-10: 3741616567

ISBN-13: 978-3741616563

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 29.05.2020, zuletzt aktualisiert: 24.06.2020 16:11