Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Van Helsing (Kino)

Redakteur: Mara Lucic

 

Erst hat Regisseur Stephen Sommers "Die Mumie" und "Die Mumie kehrt zurück" wieder zum Leben erweckt. Jetzt bittet er zum einzigartigen Gipfeltreffen der klassischen Filmmonster: In "Van Helsing" kehren Dracula (Richard Roxburgh), Frankensteins Monster (Shuler Hensley) und der Wolf Man (Will Kemp) aus der Dunkelheit zurück.

 

Denn Dr. Abraham van Helsing (Hugh Jackman), der größte Vampirjäger aller Zeiten, hat ihnen den Kampf angesagt. Er bricht Ende des 19. Jahrhunderts zu einer düsteren Jagd nach Osteuropa auf. Tochter Anna (Kate Beckinsale) begleitet den unerschrockenen Wissenschaftler. Und sie müssen nicht lange warten, bis sich die unheilvollen Nachtgestalten zum atemberaubenden Duell stellen ...

 

Ganz egal was man von der Storyline halten mag, man muss zugeben: Van Helsing ist ein Film der imposanten Bilder! Der Film strotzt geradezu von Szenen bei denen man am liebsten die Slow-motion-Taste drücken würde um das detailverliebte Ambiente in allen Facetten auskosten zu können und ja auch keine der herrlichen visuellen Spielereien zu verpassen. Van Helsing ist definitiv etwas fürs Auge. Man fühlt sich teilweise sogar überrannt von der atemberaubenden Bildflut. Dieses Kunststück ist wirklich gelungen. Wenn überhaupt dann kann man sich nur über ein „zu viel“ an visuellem Augenschmaus beklagen.

Man merkt dem Werk an, das versucht wurde immer noch diesen einen kleinen Schritt weiter zu gehen als alle anderen bisher. Im Zeitalter von „Herr der Ringe“, „Kill Bill“ und „Troja“ ein verständliches Unterfangen.

 

Auch in der Storyline versucht Van Helsing den Spagat zwischen klassischen Elementen und etwas noch nie da gewesenem, vollkommen neuen. Zu Beginn des Films wird man entführt in eine Szene der klassischen Horrorgeschichten: Dr. Frankenstein ist gerade dabei seinem selbst geschaffenen Monster Leben einzuhauchen (unter der Anleitung von Graf Dracula). Die in Schwarz/Weiß gehaltene Szene erinnert mit voller Absicht an die alten B-Movie Filme. Und bis zum Ende vom Film erinnert Graf Dracula mehr an einen von Shakespears tragischen Helden als ein blutrünstiges Monster.

Der Schritt die drei klassischen Monster, Dracula, Frankenstein und Werwölfe, unter einen Hut zu bringen ist interessant und auch für echte Überraschungen. Klassische Elemente, wie der Krieg zwischen Vampiren und Werwölfen, werden mit neuen Ideen, wie nicht lebensfähigen Vampirbabys, vermischt. Draculas Bräute erinnern an die drei Furien der griechischen Mythologie, während die Outfits der Hauptdarsteller einen Hauch von Lack und Leder haben.

Auch in der Storyline versucht man einen Schritt weiterzugehen. So gibt man sich zum Beispiel nicht mit den drei Monstern zufrieden. Auch Dr. Jekyll hat einen kleinen Gastauftritt. Doch leider ist es gerade dieser Versuch, dem man teilweise die Krampfhaftigkeit anmerkt, der Van Helsing das Prädikat „sehr gut“ kostet.

 

Es ist alles vorhanden: Die Komik in Form des trotteligen Assistenten (fabelhaft gespielt!), Erotik in Form der atemberaubenden Kostüme aller Darstellerinnen, Tragik, Action. Es ist so aufwendig und viel das man nicht eine Sekunde im Kinositz vor sich hindümpelt, sondern den gesamten Film über gebannt mitgerissen wird. Vielleicht ist es einen Tick zu viel.

Viele Überraschungseffekte und Schockmomente verpuffen so unerwartet und schnell, wie sie aufgebaut wurden. Man geht einen Schritt weiter als sonst nur um sich dann wieder in altbekannten Elementen zu verlieren. So werden durch den Namen und die Herkunft des Helden einige unbeantwortete Fragen aufgeworfen. Eigentlich der perfekte Aufhänger nicht nur für einen zweiten Teil sondern für eine ganze Serie.

 

Die wirklich guten Kritiken für den Film „Van Helsing“ blieben aus, möglicherweise nicht zu unrecht. Sicher, die Storyline lässt Stellenweise etwas zu wünschen übrig. Aber nichts desto trotz bleibt Van Helsing ein empfehlenswerter Film. Denn es gelingt ihm nicht nur die klassischen Geschichten von Frankestein, Dracula und dem Wolfsmensch zu verbinden, sondern sie auch um vollkommen neue Elemente zu bereichern. Und das Kunststück einer grandiosen Bildgewalt ist gelungen. Das ist mehr als man von so manch anderem „Vampirfilm“ behaupten kann.

Zum Seitenanfang

Eure Meinung:

Durch einen Wechsel der Kommentarfunktion unterscheiden sich diese Einträge von neueren.

Anzeige: 1 - 1 von 1.

Robert
Mittwoch, 25. Januar 2006 14:14 Uhr
Eine Frage: ist Gabriel van Helsing der Sohn vom alten Prof. Abraham van Helsing? So weit ich weiß, war dieser viel älter und erinnernte an einen Wissenschaftler und nicht an einen Actionhelden. Abgesehen von dieser Frage finde ich den Film interesant, doch war der Auftritt von Hyde eindeutig ein Schlag ins Wasser.

Zum Seitenanfang

Platzhalter

Filmdaten:

Originaltitel: Van Helsing

Genre: Horror

Verleih: UIP

USA 2004, Länge 120 Minuten

Regie: Steven Sommers

Drehbuch: Steven Sommers

Bildformat: Cinemascope (2,35:1)

Tonformat: Dolby Digital, DTS, SDDS

FSK: 16

 

Darsteller:

Hugh Jackman ... Abraham Van Helsing

Richard Roxburgh ... Dracula

Shuler Hensley ... Frankensteins Monster

Will Kemp ... Wolfsmensch

Josie Maran ... Draculas Braut

Elena Anaya ... Draculas Braut

Kate Beckinsale ... Anna

Kevin J. O'Connor ... Igor

David Wenham ... Carl

 

Bei Amazon:


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 18.04.2005, zuletzt aktualisiert: 16.01.2017 18:00