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Venus Capriccio, Band 2

Rezension von Christel Scheja

 

Die burschikose Takami soll wenigstens ein paar mädchenhafte Züge entwickeln, deshalb haben sie ihre Eltern schon vor sieben Jahren auf eine Klavierschule geschickt, wo sich das Mädchen seither redlich abmüht. Sie ist nur noch mit dabei, weil sie sich gut mit dem zwei Jahre jüngeren Akira versteht, weil sie sich gut miteinander unterhalten können und ihn als besten Freund und Kumpel sieht.

Zwar versucht sie auch in der Liebe Fuß zu fassen, aber jedes Date, dass sie in Angriff nimmt, geht schief. So glaubt sie, immer alleine bleiben zu müssen – bis ihr Akira überraschend seine Zuneigung für sie gesteht.

Und nun stellt auch Takami ihre eigenen Gefühle auf den Prüfstand. Ist er wirklich ein guter Kumpel, oder inzwischen bereits mehr? Sie spürt, wie sich ihre Beziehung zueinander verändert und lernt auch Akira von einer anderen Seite her kennen, die sie besonders anrührt.

Doch ehe das zarte Pflänzchen Liebe wirklich Fuß fassen kann, taucht Akiras ehemaliger Privatlehrer auf. Nicht nur, dass dieser offenkundiges Interesse an seinem früherne Schüler zeigt, er wagt es auch noch die beiden zu einem Piano-Wettbewerb anzumelden, als wolle er sie durch Rivalität durcheinander bringen.

 

Man merkt, dass „Venus Capriccio“, den Handlungsbogen noch ein wenig weiter ausbaut als erwartet. Weiterhin sehr feinfühlig wird erzählt, wie die beiden jungen Liebenden einander immer näher kommen. Und damit sie es nicht ganz so einfach haben, gibt es auch prompt wieder den Einfluss von außen, der sie auseinander zu treiben droht.

Auch wenn er sich freundlich gibt, der Klavierlehrer ist es nicht, denn man merkt sehr deutlich, dass auch er Besitzansprüche auf Akira erhebt. Inwieweit diese romantischer oder erotischer Natur ist, ist noch nicht zu erkennen.

Da auch dies nicht gerade neu ist, schlägt „Venus Capriccio“ einen sehr klassischen Weg ein und stellt die beiden Helden und ihre Gefühle auf den Prüfstand, wie in so vielen anderen Geschichten auch.

Immerhin verzichtet die Künstlerin auf Albernheiten und Hektik. Der Manga nimmt sich die Zeit, die Gefühlswelt der Hauptfiguren auszuarbeiten und hilft ihnen in langen Dialogen eine Lösung für ihre Probleme zu finden. Heraus kommt eine vielleicht nicht sonderlich spannende, aber sehr sympathische und erwachsene Geschichte, die unter Umständen auch jung gebliebene Erwachsene ansprechen kann.

 

Auch der zweite Band von „Venus Capriccio“ dürfte vor allem Teenager ansprechen, denn die Künstlerin erzählt sehr feinfühlig von einer romantischen Liebe aus dem Schulalltag, die sich auch hier abspielen könnte.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Venus Capriccio (Bd. 2)

Autorin & Künstlerin: Mai Nishikata

Aus dem Japanischen von Monika Hammond

Venus Capriccio, Vol.2, Japan 2006

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 02/2011

ISBN-10: 3770473825

ISBN-13: 978-3770473823

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 20.04.2011, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39